Die liebe meines Lebens, mein Lebensmensch

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      Liebe Menschen die mich in meiner trauer begleiten....ja die hätt ich auch gerne. Ich merke wie sie mir alle aus dem weg gehen. Mein Telefon hat sich seit 4 Tagen nicht gerührt, keine Nachrichten, kein Anruf. Ich hab mir mal gedacht ich melde mich jetzt mal bei niemandem, da ich merkte das die meisten eben mit meiner Traurigkeit überfordert sind. Und ja nichts. Keiner dem ich fehle. Meine Kinder kommen abwechselnd täglich zu mir. Mein ältester Sohn wohnt jetzt bei mir, das ist auch gut so, alleine würd ich warscheinlich verrückt werden. Ich bin sehr einsam, und verloren. Meine Freunde, merke ich, wollen jetzt nicht mehr über den Tod meines Mannes, sprechen oder hören. Und wollen das ich wieder normal werde. Aber ich bin doch normal. Nur eben sehr traurig. Wenn ich mich da so durch die berichte eures Lebens, eurer Trauer durchlese, denke ich mir .... alle habt ihr das selbe wie ich ...alle lebt ihr jetzt ein Leben ohne eurer Liebe. Man fühlt sich dann nicht mehr unverstanden, und ganz so alleine. Aber auch lese ich von immer wieder kerender tiefer Traurigkeit, auch noch nach Jahren. Mich und mein Leben annehmen, und das beste drauß machen, ein schöner Satz...aber nicht einfach umzusetzen. Auch hab ich gelesen , mein Mann kommt nicht mehr zurück, ganz gleich ob ich traurig oder eben nicht traurig bin. Ja leider ist das so , aber ich bin traurig, und kann nicht nicht traurig sein, ich versuche es wirklich, aber es gelingt mir nicht. Vielleicht erwarte ich Zuviel, von mir, von den anderen. Gedanken , so viele Gedanken. Und die Uhr tickt, so laut in die Stille meines Lebens.

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      Ja liebe Renate so empfinden viele, zu früh auch alles, die Menschen um uns herum verstehen das alles einfahc nicht, sie mussten solches noch micht erleben, höchtens mitbekommen bei anderen und schnell verdrängt.
      So sind die meißten Menschen aber ohne es wirklich böse zu meinen, sie können nicht verstehen, da setzt der VErstand aus, mit dem Thema Tod will keiner umgehen wenn er denn nicht unbedingt muss.
      Die Geduld die es braucht mit uns Traunernden umzugehen, die besitzen nur einzelne Menschen und die enenne ich dann gerne Engel.

      Der MEnsch ist geschaffen um zu leben, stellt man sich vor es wäre anderes, viele liebe Menschen die ich hier traf, wären gar nicht mehr - in solch tiefem Schmerz hätten viele ihr Leben weggeworfen, ja ich schreibe weggeworfen, sie wissen nichts von dem, was sie danach ereilt, wo sie sich wiederfinden werden, wie es weiter geht, ichhabe da meinen GLauben un selsbt da stände mir dann der selbstgewählte Tod im Wege, wäre mein Weg der gleiche wie der wenn meine ZEit abgelaufen ist.

      All das weiß ich nicht, wusste ich nicht, hält mich ab und im Leben.
      Man wird sich in der Trauer finden, manche erfinden sich neu, wieder andere fidnen eine anderen Menschen der sich an ihre Seite stellt und sie wagen einen Versuch.
      Unvorstellbar aber am Anfang der Trauer und da stehst auch du noch - es wird ein weiter Weg mit vielen Erfahrungen die dir helfen und auch eingie auf die du verzichten würdest wenn du könntest.
      Das alles aber ist dein Weg, du musst ihn gehen, nicht aber die anderen, die gehen auf ihrem Weg und dort vermeiden sie aus Selbstschutz zu viel deiner Trauer zu teilen, sich zuzumuten.

      Sei ihnen nicht zu böse, sie sind sich nicht bewusst, was es für dich heißt, wenn sie sich so verhalten.
      Ich bin anders als vermutet, selten wie erwartet und erst recht nicht wie es andere gerne hätten.


      Licht und Liebe, sind stärker als Tod und Schatten



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      Nein böse bin ich ihnen nicht, ich verstehe sie eigentlich ja auch. Als meine liebe noch bei mir war, waren wir auch mit Tod konfrontiert, mal jemand von der Familie, mal ein Freund, und wir wussten auch nicht wie wir uns da am besten verhalten sollen. Jetzt bin ich halt die die es betrifft. Bin nur .... ja sehr traurig.

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      Liebe Renate, erwarte nicht zuviel von dir. Natürlich bist du traurig und das darfst du auch. Es wäre für alle leichter, wenn wir schnell wieder normal funktionieren würden. Aber das geht nicht, unser Körper schützt unsere Seele und das brauchen wir zum Überleben. Uns fehlt so ein wichtiger Teil, das Herzstück, da kann man nicht mehr die Alte sein..Laß dir also Zeit und probiere aus, was dir gut tut. Es ist schön, daß deine Kinder für dich da sind. Und es werden andere Menschen in dein Leben treten. Das wirst du hier auch schon oft gelesen haben. Gute Freunde ziehen sich zurück und andere, zu denen man keine besodere Beziehung hatte,reichen einem die Hand und
      geben Halt. So kligeltees bei mir 20Uhr am Tor und eine Kollegin stand winkend da, und rief, wie wär es mit einem Picolöchen ? Also sind wir mit Gläsern, Hundi und Picolöchen in den Garten gewandert. Dort habe ich mir ihre Sorgen angehört und es tat uns beiden gut. Das sind die kleinen Momente, die mir Kraft gebeen und du wirst sie auch irgendwann haben.
      Vil Geduld und liebe Grüße Emmi

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      ich habe auch schon einige andere intensive Kontakte geknüpft und alte Freundschaften beendet. Mein Leben hat sich verändert, ich brauche Menschen, die mich in meiner Trauer verstehen und trotzdem für mich da sind.

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      Ja Eva da hast du schon recht, aber es fällt mir gerade jetzt wo ich so schwer mit Menschen umgehen kann, auch schwer neue Kontakte zu knüpfen. Mein Mann sagte immer, du bist eine Perfektionisten, das ist gerade jetzt nicht so gut für mich. Heute habe ich im Weingarten mit meinen Sohn gearbeitet, wunderschönes Wetter, und ich war sehr still und sehr im Gedanken. Das haben doch wir immer gemacht, wir zwei. Wir zwei .... auch so etwas was aus meinen Wortschatz verschwinden muss. Es war ein anstrengender, aber schöner Tag. Wenn ich mich dauernd beschäftige dann geht's so halbwegs. Dann wein ich nicht soviel. Aber wehe wenn es Abend wird , und still. Aber ich denke , das ist halt so. Was ich mich ständig frage ist, wenn ich lernen muss , ein Leben ohne meiner Liebe zu leben, der Schmerz eigentlich ja nur verdrängt wird, sonst würd er ja nicht immer wieder kommen , was soll das dann bitte für ein Leben sein. Das ist ja wie selber anlügen. Ich versteh denn Sinn dahinter nicht. Ist der Sinn dahinter sich wieder in die Gesellschaft zu integrieren, wieder NORMAL zu werden. Aber das ist man dann ja eigentlich nicht. Und will ich das, und welche altanative hab ich. Meine Liebe und ich, wir hatten immer einen Plan B.... wo ist der verdammte Plan B.

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      die neuen Kontakte hab ich auf dem Friedhof und in der Trauerbegleitung kennengelernt, hört sich blöd an, aber das hilft mir. Anfangs konnte ich nicht mal mit meiner Tochter vernünftig sprechen...
      Abends ist bei mir auch immer schlimmer, ich schalte nicht mal den Tv ein, weil das mein Mann immer gemacht hat. Abends blase ich die Kerzen aus, rede mit seinen Fotos und dann gehen wir gemeinsam ins Bett, eine schöne Vorstellung, die es mir leichter macht...Es wird immer ein "Wir" geben, ich werde immer von ihm erzählen, egal was andere denken, er bleibt ein Teil von mir, ich werde ihn niemals totschweigen. Wer nicht damit klar kommt, kann weg bleiben. Mein Schatz ist immer bei mir, begleitet mich überall hin, lässt mich nicht alleine...

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      Hallo ihr zwei,
      die Frage von Renate nach dem Sinn von allem, beschäftigt mich auch sehr viel. Eine Antwort darauf werde ich wohl nicht finden. Ohne meinen Mann hat für mich alles an Bedeutung verloren, weiß ich nicht mehr, wo ich hingehöre. Der Schmerz läßt sich nur zeitweise verdrängen, er findet seinen Weg. Und was andere denken.... Eva, das hast du sehr gut auf den Punkt gebracht. Es wird auch für mich immer ein wir geben ! Mich gibt es nicht alleine, er ist immer bei mir, ganz fest in meinem Herzen, seit Jahrzehnten der wichtigste und liebste Mensch für mich. Auch ich zünde abends vor seinem Bild eine Kerze an und rede mit ihm, dann gehe ich ins Bett. Auf dem Friedhof und in der Trauergruppe habe ich neue Kontakte geknüpft, man versteht sich, weiß um die große Not des anderen. Am wohlsten fühle ich mich, wenn ich über meinen Mann sprechen kann, gehört er doch zu mir, ist mein Leben. Das kann man nicht mit vielen Menschen machen, aber es gibt sie und sie tun mir gut. Aber auch das hat Zeit gebraucht.
      L.G.Emmi

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      Ihr Lieben..in mir sieht es genau so aus....niemals werde ich diese große Liebe, Vertrautheit, Zweisamkeit aus meinem Herzen lassen. Seit der frühen Jugend miteinander verbunden, sind wir zusammen " erwachsen " geworden, sind zusammen durch glückliche und schwere Zeiten gegangen. Und trotz der Diagnose im November hätte ich nicht geglaubt, dass er mich so schnell allein zurück lässt. Unvorstellbar der Gedanke an ein Leben ohne meinen Schatz. Innerhalb 5 Tage in einen Alptraum geworfen, von Hoffnung und Zuversicht in den absoluten Alptraum...Was ist der Sinn von allem? Für mich macht es keinen Sinn, dass Menschen , die so glücklich und zufrieden sind, so früh voneinander getrennt werden. Und ich muß mich echt oft beherrschen, dass ich keine Wutausbrüche bekomme, weil andere Menschen, die ihr Leben fast wegwerfen, weiter leben, als würde alles selbstverständlich sein.
      Wenn ich nach der Arbeit nach hause komme, ist das erste, was ich tue, eine Kerze anzuzünden, die neben seinem Bild steht. Und auch ich rede mit ihm....Und am besten reden über ihn kann ich mit unserer Tochter und meiner Schwägerin.....auch ich merke, dass Freunde oft sofort in ein anderes Thema schwenken.....das tut mir oft sehr weh...und auch ich habe die Erfahrung gemacht, dass es die nicht so engen Freunde sind, mit denen man viel offener reden kann....ich wünsche euch eine einigermaßen friedliche Nacht..ich fühle mich euch sehr verbunden......Ina

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „InaMarianne“ ()

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      Meine Lieben, ein Wir wird es in mir drinnen solange ich lebe geben , ein wir zwei , meinte ich , wir zwei werden gemeinsam nicht mehr durchs Leben gehen.
      Die Kerze vor dem Buld meines Mannes , brennt wann immer ich zuhause bin, ich nehme das Bild samt Kerze sogar mit in den Garten, damit er immer bei mir ist. Sprechen tu ich den ganzen Tag , immer wieder mit ihm, wenn ich mir irgendwo nicht so sicher bin, oder ich einfach an ihm denke. Am Friedhof gehe ich fast täglich, nehm ihm eine Blume mit , zünde seine Kerze an , spreche und wein. Ich schau nur immer das es zu einer Zeit isst wo niemand, oder noch keiner da ist. Warum... ja ich weiß nicht, ich denke ich habe Angst, vor dem was mich wer fragen könnte, oder sagt. Ich lebe in einer sehr kleinen Ortschaft, 300 Einwohnern, da kennt jeder jeden, und ja ich glaube ich verstecke mich. Trauergruppe, so etwas giebt es bei uns nicht, denke ich. Ich hab eine Trauerbegleitung gehabt, aber die war überfordert, mit meinen vielen weinen, bei einer Neurologin war ich , die mich mit Tapleten zugedröhnt, und heute um 16 Uhr fahr ich zu einer Energetikerin. Ich bin sehr Einsam. Über meine Liebe reden, das ist auch für mich , das beste, und ja es giebt da schon welche die da auch mitreden oder zuhören können. Ich habe Angst keinen Weg zu finden, und in dieser Situation stecken zu bleiben. Vielleicht liegt es ja an mir, ich bin normal ein sehr aufgeschlossener Mensch, und wusste immer meinen Weg zu gehen. Jetzt bin ich zu 100% verändert furchtsam, ängstlich, zurückgezogen, wehmütig und traurig. Warscheinlich ist es eben zu früh , 7 Wochen meine Liebe, 7 Wochen wie endlos lange, und doch erst am Anfang.

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      das Auto meiner Tochter verliert Kühlerwasser...unser Papa hätte sofort geschaut und es gerichtet...
      unser Papa konnte ALLES reparieren, er war ein Allroundtalent!! Er hat sich viel Werkzeug und Maschinen gekauft und wenn was kaputt war oder wir etwas bauen wollten, dann hat er das gemacht. Vor 2 Jahren hat er sich einen neuen Anhänger gekauft, den müsste ich jetzt zum TÜV fahren. Er war so stolz auf seinen Anhänger. Alle seine Sachen stehen jetzt einfach nur noch so rum und warten, das sie wieder benützt werden...wenn Schatzi doch wieder heim kommen würde und nach dem Rechten schaun…
      Heute ist wieder Freitag und unser Krimiabend...

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      Liebe Eva, so geht es mir im Weingarten, welches Spritzmittel zu welcher Zeit, wann und wieviel, das hat immer Er gemacht. Was soll ich jetzt machen, woher soll ich das wissen. Der Weingarten wächst weiter, und nimmt keine Rücksicht. Ich frage mich halt durch, bei Weinbauern, bei weinbedarf Verkäufer, und so Schwindel ich mich halt durch.
      Wegräumen, irgend etwas von ihm, nein das schaff ich auch nicht. Selbst seine Zahnbürste steht noch da. Die Tatsache das er nicht mehr nach Hause kommt, trifft mich täglich, wie ein Schlag. Die Energetikerin, bei der ich heute war, hat mir sehr gut getan. Sie sagt ich brauch ihn nicht vermissen, er ist immer da. Eine Seele stirbt nicht, und er ist solange es mir schlecht geht, da. Das beruhigt mich, ein wenig. Ja sicher , vielleicht spirituell, und schwär zum erklären, aber es hilft mir leichter mit der Situation umzugehen. Und alles was mir hilft , nehm ich dankbar an. Der Grund, warum uns Menschen aus dem Weg gehen, uns ausweichen, und uns meiden , sagt sie , ist weil wir ihre Ängste Spiegeln. Jeder hat Angst davor, seine Lieben zu verlieren. Eigentlich logisch, und plötzlich kann ich sie besser verstehen, die die nicht recht wissen wie sie mit uns traurigen, umgehen sollen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Renate1967“ ()

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      Heute vor 8 Wochen ,um diese Zeit , mein Lebensmensch, bin ich an deinem Bett gesessen, und der Arzt hat mir die letzte Hoffnung auch noch genommen. Am meisten fehlt mir dein Geruch, deine Berührung deine Wärme und Nähe. Ich liebe dich so sehr, und du fehlst mir unheimlich. Diese Samstage, sind schrecklich, ich fürchte mich Freitags schon davor. Wird das irgendwann besser, ich versuche alles zu verstehen, aber ich schaff das einfach nicht.
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