Die liebe meines Lebens, mein Lebensmensch

      Ja meine lieben , das Haus ist auch bei mir ein großes Thema, kann ich es mir weiterhin leisten, oder muss ich es weg geben , das Haus das meine Liebe mit seinen zwei Händen gebaut hat, daneben sein Elternhaus, wo er groß geworden ist, und sein Vater noch drin lebt. Ja dann ist es auch erst sehr kurz, wo eure lieben Männer von euch gegangen sind, deshalb leiden wir warscheinlich ähnlich. Ein wenig beneide ich euch , um eure lieben Freunde und Familie, die sich anscheinend sehr um euch kümmern. Bei mir sind nur meine Kinder da, und die müssen jetzt auch schon wieder ganz normal arbeiten, und haben auch ihr eigenes Leben, sie kommen 1 mal in der Woche , ist auch gut so, muss lernen alleine durchs Leben zu gehen. Mein Sohn ist immer da, er ist sehr aufopfern, aber ich möchte nicht das es sein Leben zu stark beeinflusst. Er muss aber auch erst damit fertig werden, er war seit mein Mann krank geworden ist, in unserem Haus, um mich zu unterstützen, und hat das Leiden meines Mannes und meine Machtlosigkeit voll miterlebt. Heute waren wir schon im Weingarten, und wenn es nicht mehr so herunter brennt gehen wir nochmal raus. Es ist sehr schwer, für uns alle denke ich, und auch ich denke manchmal dieses Haus, in dem wir so glücklich waren, erdrückt mich. Ja sicher alles noch viel zu früh.
      heute vor einem Jahr, es war ein Samstag, haben wir unser Schlafzimmer vom 1. Stock ins Erdgeschoss verlegt. Das war sehr viel Arbeit, aber wir haben es geschafft und ich war so froh, dass er nachts nicht immer die vielen Treppen runter musste, wenn er nicht schlafen konnte. Damals dachten wir noch, wir könnten den Krebs besiegen. Zweieinhalb Monate später bekam ich von der Ärztin die schreckliche Nachricht, das er höchstens noch ein paar Monate leben wird. Ich bin in der Praxis vor Tränen zusammengebrochen und konnte es ihm nicht sagen, weil er noch so viel Hoffnung hatte. Zwei Tage später kam er für 5 Wochen ins Krankenhaus, ab dann ging es bergab....Wir haben nie wirklich übers Sterben gesprochen, immer nur über die Hoffnung, all die letzten Monate, Wochen und Tage...
      heute nachmittag mit meinen Eltern, Tochter und Freund, Nichte im Biergarten, dann spazierengegangen, Eis gegessen, zum Friedhof und abends nach Hause, war schön, aber anders....
      Mein Vater leidet sehr, weil seine beiden Töchter jetzt ohne Lebenspartner sind und er keinen Schwiegersohn mehr hat....Das Leben ist so unfair....
      Ja so ist es, Eva, ich habe mit meiner Liebe gemeinsam bis zum Schluss, gehofft, und wir haben auch nie über die Möglichkeit nachgedacht, geschweige denn gesprochen, das er vielleicht sterben könnte. Im Gegenteil, er hat einen Plan gezeichnet, wie wir unseren Garten herrichten, wir haben ihn weil wir immer so viel gearbeitet haben, nie genutzt. Meinen Sohn hat er gebeten einen Griller zu bauen, damit wir alle die uns geholfen haben, sobald er wieder gesund ist, einladen können, zum grillen. Da die Terrasse, da die Obstbäume, da das Gemüse... dort der Griller. Lass einen Platz für ein Schwimmbad, hat er gesagt, er ging nie gerne ins Wasser , aber ich sehr gerne. Den Garten haben wir begonnen, als er starb hab ich Alles beendet. Ich bin nur im vorderen, fertigen, Bereich, nach hinten geh ich gar nicht mehr, zu weh tut es mir.
      Den Griller hat mein Sohn fertig gemacht, er ist einfach super geworden, das hat er sich nicht nehmen lassen, meine Liebe wäre so stolz auf ihm.
      Ich wusste nicht das er stirbt, doch wenn ich mir die letzten Bilder von ihm anschaue, im Spital, dann war es offensichtlich, nur ich hab es nicht gesehen, nicht sehen wollen. Er hat so gerne einfach nur Leben wollen, und hat keine Chance bekommen.
      Irgendwie hört es nicht auf....täglich noch eine Hürde...heute wurde mir gesagt , das ich den Heurigen nicht aufsperren darf...alles fällt in die verlassenschaft, das einfach unglaublich. Der Sohn aus erster Ehe, der die letzten 7 Jahre keinen Kontakt zu uns hatte, nicht weil mein Mann das nicht wollte, er versuchte es immer, aber er wollte nicht, hat einen Erbteil von 2 Dritteln und ich ei Drittel, das alleine ist schon ein wahnsinn, er war nicht mal auf den Begräbnis seines Vaters . Er muss mir die Einverständniserklärung geben das ich öffnen darf, und das tut er nicht.Heute beim Notar, beim Rechtsanwalt, bei der Bauernkammer ich kann nichts machen. Mein Mann hat bis zum Schluss, gebettelt um seine Anwesenheit, und er hat sie ihm nicht gewährt. Ich war der Grund, ds sich seine Eltern scheiden haben lassen, das er auf mich böse ist war mir verständlich, aber er konnte es auch nie seinem Vater verzeihen. Aus Liebe haben wir uns gefunden, was kann da schlecht sein. Mein Mann versuchte wirklich Jahrelang, das ins Lot zu bringen, ohne Erfolg. Und jetzt kommt das. Der Heurige ist mein Einkommen, wie soll ich jetzt leben. Ich weiß nicht wie ich ohne meiner großen Liebe, das alles schaffen soll. Mein Leben ist einfach weg. Und alles wofür er Jahrelang gearbeitet hat, in das er und auch ich all seine Liebe gesteckt hat, einfach weg. Es hört nicht auf, der Schrecken, der Schmerz, die Sehnsucht und dann kommt immer noch etwas dazu. Ich weiß nicht wie lange ich das noch schaffe, ich bin nur mehr am zittern und habe keine Kraft mehr. Entschuldige wenn ich euch da so mein Herz ausschütte, aber ich bin so verzweifelt. Alles bricht zusammen, wie ein Kartenhaus.
      Wir haben ein Testament, und ich bin im Grundbuch eingeschrieben, das Österreichische Gesetz besagt , ein Drittel der Frau zwei Drittel dem leiblichen Kind. Das einzige was geholfen hätte wäre gewesen wenn er alles auf mich geschrieben hätte, hat er aber nicht weil niemand gerechnet hat, das er stirbt. Das Familien Entfremdungsgesetz, hätte auch nur einreichen können, hat er nicht , weil er bis zum Schluss hoffte sein Sohn würde doch noch kommen. Hätte, wäre, alles schon vorbei.
      Liebe Eva, kannst du mir was zu dem Erbschein sagen? Ich muß auch einen beantragen. Muß ich den allein beantragen und die Kinder jeweils auch , oder kann man einen Schein zusammen beantragen? Wir hatten auch kein Testament und meine Kinder wollen, dass ich allein ins Grundbuch eingetragen werde. ...LG Ina

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „InaMarianne“ ()

      Liebe Renate, oje..dass ist ja wirklich bedauerlich, dass du dich jetzt auch noch mit solch unschönen Dingen beschäftigen musst. Ich weiß gar nicht, was man dir raten soll. Ich glaube, ich wäre auch überfordert.Könnte man dem Sohn seinen Erbteil auszahlen? Wenn das finanziell überhaupt möglich ist. Oder vielleicht anders herum? Er zahlt dich aus ? Denn eigentlich hast du doch keine guten Aussichten auf eine für dich zufriedenstellende Situation, wenn jetzt schon alles im Rechtsstreit ist. Ich hoffe sehr für dich, dass eine Lösung gefunden wird. LG Ina
      Ja Ina, ich hab ganz einfach nicht die Kraft für das alles. Ich kann jetzt so und so nichts machen, geh am Montag noch mal nachfragen, und dann muss ich es eben so hinnehmen, was soll ich tun. Verzweifelt bin ich, traurig einsam und leer.... und solch Dinge sind für mich soooo belastend, ich bin noch nicht bereit für die Welt da draußen. Aber ich muss.
      Ja liebe Renate wir müssen, ob wir bereit sind, danach werden wir selten bis gar nicht gefragt.
      Ich wünsche dir die Kraft die es bruacht, jedem Tag seine eigene und Stück für Stück, Schritt, für Schritt.

      Mit einer lieben Umärmelung,
      Funny,
      Ich bin anders als vermutet, selten wie erwartet und erst recht nicht wie es andere gerne hätten.


      Licht und Liebe, sind stärker als Tod und Schatten



      Nun gut nun darf ich meinen Heurigen öffne, war ein erbitterter Kampf, und sehr erniedrigend. Aber was solls. Der Schmerz in meinem Herzen ist viel größer. Er fehlt mir immer mehr, um so mehr Alltag Eintritt. So alleine, so ohne, Hilfe. Wem frag ich jetzt, ob richtig oder anders. Wer hilft bei Entscheidungen. Wo ist das Gefühl der Geborgenheit, der Sicherheit. Alles alleine zu meistern, werd ich das schaffen? Und das warum, quält mich so. Warum meine Liebe, warum musste gerade uns das wiederfahren, wo wir uns doch so sehr lieben. Wieder einen Tag geschafft. Einen mehr ohne meiner Liebe.
      Aber auch einen mehr für deine LIebe liebe Renate, für ihn, für euch, so wie er an dich glauben wird, dir zutraut es zu schaffen.
      Seine Liebe da tief in dir nicht nur Schmerzen auslöst, sondern vor allem aber auch Kraft schenken kann.
      Damit hast du schon mal viel geschafft, nun tapfer weiter. Stück, für Stück.
      Ich glaube an dich.

      Mit einer lieben Umärmelung,
      Funny.
      Ich bin anders als vermutet, selten wie erwartet und erst recht nicht wie es andere gerne hätten.


      Licht und Liebe, sind stärker als Tod und Schatten



      Ich bin grad wieder so unendlich traurig..morgen heiratet eine gute Bekannte von mir und ich bin grad dabei die Glückwunschkarte zu schreiben...es tut so weh, die guten Wünsche zu schreiben...all das was man wünscht, ist für mich verloren.....ich hatte wirklich eine Ehe , wie aus dem schönsten Schnulzenroman..voller Liebe, Romantik, Vertrauen..und nun sitz ich hier...allein.....diese Sehnsucht nach dir, mein Schatz macht mich irre....Warum wird so ein schönes Leben durch diesen Sch…. Krebs zerstört....ich begreife es nicht....
      Liebe Ina, heute war ich am Friedhof, jetzt steht da sein Name in Stein gemeißelt. Ich hab so geweint, plötzlich war es so echt. Ich verstehe dich zu gut, so war auch unser Leben, voller Glück und Liebe. Immer noch kann ich es nicht verstehen. Der Schmerz und die Sehnsucht sind al gegenwärtig. Manchmal denke ich , ich kann nicht mehr, ich will nicht mehr, ich will meine Liebe wieder zurück. Aber ich weiß natürlich das das nicht geht. Er war mein Leben, und fehlt jede Sekunde. Was soll ich ohne ihm. Ich verkriechen mich immer mehr, und versuche allen und jeden aus dem weg zu gehen. Sie verstehen es nicht. Sie sind alle schon so fröhlich, so ohne Schmerz. Ich liebe dich so sehr, wi bist du nur.
      Liebe Renate, vielen Dank, dass du deine Geschichte geteilt hast. Eure Geschichte. Es tut mir so leid für dich. Ich weiß, was du meinst, wenn du schreibst "Ich bin am Leben, aber ich lebe nicht". So fühle ich mich auch immer noch, obwohl ich meinen Lebensmenschen schon vor über einem Jahr verloren habe. Und die Bilder des Sterbens, ich habe mich so sehr wiedergefunden. Eines möchte ich gern dir (und mir selbst wahrscheinlich) immer wieder predigen: Du hast dein Bestes gegeben, du warst da. Unabhängig davon, was dein Partner in diesem einen Moment in der Verwirrung gedacht hat, er hat dich sicherlich gefühlt, deine Anwesenheit war das Wichtigste, du musst dich nicht schuldig fühlen. Du hast alles richtig gemacht. Liebe Grüße, Dan
      Der Heurige läuft gut, trotz des schlechten Wetters. Es lenkt mich ab die viele Arbeit. Ich weine heimlich, im Heizraum in der Küche, am Dachboden, überall dort wo mich niemand sehen kann. Meine Mitarbeiter helfen mir sehr in dieser schweren Zeit. Manchmal muss ich sich einfach kurz weg, dann geh ich den Hügel hinter unserem Lokal hinauf, dahinter liegen die Felder, seh zum Himmel, und frage mich ob er mich sieht, ob er da ist und weine. Ich bin so schrecklich einsam, er fehlt mir so sehr. Es giebt Gäste die mich so mitleidig ansehen, ich fühle direkt ihre Gedanken. Sie meinen es gut, bringen Blumen oder zünden vor unserem Lokal Kerzen an. Er wurde sehr geliebt von vielen, am meisten von mir. Ich versuche nicht über das Ende meiner Liebe zu sprechen, sondern über die wunderschöne Zeit die wir hatten, leider viel zu kurze, um niemanden zu belasten, und auch um mich von fragen zu schützen. Viele gute Menschen sind dabei aber such manche sehr Diskkretlose. Ich höre leider auch so Sprüche wie... warum ist er auch nicht eher zum Arzt gegangen, ... warum habt ihr auch so viel gearbeitet..warum hat er auch so viel getrunken. Es schmerzt. Aber das sind die wenigsten. Er war halt so ein wertvoller, wichtiger Mensch für mich und er fehlt auch den Gästen
      Seine Aufgabe war es , für Unterhaltung zu sorgen, sich um eben unsere Gäste zu kümmern. Viele sind genau deshalb so gerne bei uns. So ein lustiger, geselliger Mann war er. Meine Liebe du fehlst mir, unsagbar, und es tut so weh so schrecklich weh.
      Ja Dan so ist das eben, man kann eben nichts mehr ändern, alles vorbei. Ob falsche oder richtige Entscheidungen, wer weiß das schon. Es beschäftigt einen jeden Tag, hätte ich nur, hätte er nur... warum hab ich nicht, ....warum er nicht... alles schon zu spät. Danke für deine aufbauenden Worte, aber die Gedanken drehen sich im Kreis, und es hört nicht auf. Meine Liebe war der beste Mensch den ich je kennen lernen durfte, und wir waren so sehr verbunden, so harmonisch. Es ist einfach nur unfassbar. Gestern vor elf Wochen.... warum
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