Mami und meine Beste Freundin in so kurzer Zeit, einfach Weg, für immer, wie schaffe ich das bloss?

      Mami und meine Beste Freundin in so kurzer Zeit, einfach Weg, für immer, wie schaffe ich das bloss?

      Ich bin 22 Jahre alt und habe am 1. März 2020 meine beste Freundin durch Suizid verloren. Meine Mutter ist daraufhin am 14. April 2020 wegen Krebs verstorben. Ich bin alleine, mein Vater und meine Grosseltern haben mit mir den Kontakt abgebrochen. Ich fühle mich so alleine in dieser Welt, nichts scheint mehr wie es wahr. Meine Mutter war mein Engel, immer konnte ich sie anrufen, um kurz ihre Stimme zu hören, sie fehlt mir so sehr, sie hat so unter den letzten Jahren gelitten. Ich bin wütend und sauer, mein Vater hat mir kurz nach dem Tod meiner Mutter gesagt "es ist gut ist sie gestorben, sie war ein schlechter Mensch und war nicht gut für dich" daraufhin musste ich in eine Klinik eingewiesen werden. Mein Vater hat mir nach dem Tod eingeredet ich sei, ein schlechter Mensch und werde es zu nichts bringen im Leben. Meine Psychiaterin, Oh Gott, wie ich sie liebe, ich verdanke ihr alles und wünsche ihr nur das Beste in ihrem Leben. Meine Psychiaterin in der Klinik hat festgestellt, dass mein Vater ein Narzisst und Psychopath ist, sie meint, ich solle mich von der ganzen Familie fernhalten. Nach wie vor, erhalte ich oft Nachrichten von den Familienangehörigen, dass ich mich doch gefälligst mal bei ihnen melden sollte, sie hätten doch schon so viel schon für mich gemacht, sowie "it's my turn". Ich bin so überfordert, klage seit Wochen und Monaten mit Suizidgedanken, ich weiss nicht mehr weiter. Ich wollte Medizin studieren, doch als meine Mutter krank wurde, habe ich das Gymnasium gemacht und sie teilweise zu Hause gepflegt, Ich habe es nicht geschafft, sie zu heilen. Ich fühle mich wie ein Versager, vielleicht hat mein Vater recht und ich bin wirklich nutzlos und nichts wert. Meiner Besten Freundin, konnte ich auch nicht helfen, ich hatte einfach so vieles selbst im Leben zu meistern und war nicht genug da für sie. Ich fühle mich schlecht. Dieser Hass von meiner Väterlichen Familie gegen meine Mutter ist unerträglich. Sie war ein wundervoller Mensch, nichts sehne ich mir mehr als jetzt in ihren Armen zu sein. Ich weiss nicht was ich tun soll und was ich in meinem Leben machen soll. es ist mir alles zu schwer und zu anstrengend. Ich kann nicht mehr. hat jemand irgendwelche Tipps?. Ich bin so dankbar habe ich diese Seite gefunden. Ich bin dankbar für jeden Kommentar. Ich kenne euch zwar nicht, aber ich denke ihr macht ähnliches oder schlimmeres durch. Ich wünsche euch allen viel Kraft, Liebe und Hoffnung. Ich habe euch lieb und drücke euch alle fest. <3
      Ein liebes Willkommen hier bei uns liebe jenjen.
      Ich kenne dich natürlich auch nicht, auch deine Familie ist mir fremd - fremd vor allem aber ihr Haltung, ihr Tun so wie du das beschreibst.

      Ich denke es ist schon ein Akt für die an Krebs erkranke Mutter da zu sein und das Gymnasium zu schaffen.
      Man versagt auch nicht, wenn man um sich herum alles gibt und einiges nicht so mitbekommt, wie man es gerne hätte.
      Ich kann nur vermuten, dass deine Freundin dich nicht belasten wollte, dich nicht hat wissen lassen wollen, was für Probleme ihr das Leben so schwer hat werden lassen um für sich den Weg aus dem Leben zu wählen.

      Sicher tut das weh, ihre Entscheidung aber und ich vermute es hätte nicht in deiner Kraft gelegen ihr dabei zu helfen, dass gelingt wenn dann wohl den Experten an die man sich aber auch wenden muss.
      Schön zu lesen, dass du Hilfe an deiner Seite hast denn wir können nur da sein, lesen eine Antwort geben, wenn wir eine haben.

      Ich kann auch nur dazu raten, dich von Menschen fern zu halten, die dir weh tun, am Ende bist du keinem verantwortlich der sich so unmenschlich verhält und nur runter zieht.
      Für mich habe ich längs erkannt, dass Familie mehr ist als ein Name auf einem Stück Papier - Familie sollte füreinander da sein, Hilfe bieten soweit es eben geht.

      Sicher ist man in der Trauer empfindlicher aber das gibt keinem das Recht einen anderen in solcher Art anzugehen.
      Oft habe ich gelesen, dass Familien nach einem Trauerfall auseinander brechen - Fronten sich derart verhärten das kein Gespräch mehr möglich ist.
      Manchmal sucht ein trauernder Menschen auch einfach einen anderen auf dem er in seinem Schmerz runter treten kann um sich selbst besser zu fühlen.

      So denke ich aber in erster Linie immer an den, der hier schreibt, der sich hier für sich Hilfe verspricht/wünscht.
      Nun bin ich aber wie alle hier kein Experte und hoffe, dass deine Psychologin wie bisher gute Arbeit leistet und dich von deinen bösen Gedanken weg bringen kann.

      Es ist ja keinem geholfen wenn du versuchst dich vom Geschehen herunter ziehen lässt, du hast wohl keine Schuld daran wie das Schicksal entscheidet - entscheiden kann du nur für für dich, welchen Weg du gehen willst und wer dir dabei helfen könnte.

      Ich denke das deine Psychologin weiß was du noch in Anspruch nehmen könntest.
      Vertraue ihr und denke in erster Linie erst mal an dich, dass es dir wieder besser geht, was könnte gerade wichtiger für dich sein.
      Was würde deine Mama sich für dich jetzt wünschen, stark sein für dich, wie du es für sie gewesen bist.

      Den anderen kannst du später helfen, wenn du denn dann überhaupt wollen wirst.
      Dem Bösen sollte man keine Hand reichen, vor allem nicht wenn sie nicht darum bitten und bereit sind Gutes zu nehmen und auch zu nehmen.

      Ich wünsche dir alles was es gerade für dich braucht, Kraft und Stärke und Zuversicht.
      Du bist jung, dein Leben fängt ja erst an, gib dir eine Chance und gib nie auf.

      Mit einer lieben Umärmelung,
      Funny.
      Ich bin anders als vermutet, selten wie erwartet und erst recht nicht wie es andere gerne hätten.


      Licht und Liebe, sind stärker als Tod und Schatten



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