Ich trauere um meine Lebensgefährtin seit über 28 Monaten

      Vieleicht ist da mein ziemlich mit erster Gedanke der richtige gewesen lieber Matthias.
      Du hast deinen Platz neben dem - im Leben _ eingerichitet.
      Dort findest du, was du in deinem Kummer braust, ich denke in der Fachwelt wird das nicht loslassen wollen genannt.
      Sicher hättest du es gerne immer mal wieder anders und zeihst dich gleichzeitig an deinen sicheren Platz zurück.
      Dorits Stimme die dir so etwas reales gibt das dir den Weg daraus um so schwerer macht.

      Irgendwie ist sie für dich ja da, zwar die Erinnerungen zur Stimme nur aber es scheint zu reichen.
      Vielfach und mir ging es nicht anders, waren Fotos tabu, zu schmerzhaft die Realität zu sehen und dann zu wissen weg - einfach weg.
      Ich habe lange noch die Stimme meines Sohnes gehört - hinter mir in der Küche sein liebevolles hi Mom wenn er rein kam.
      Nein ich bin kein Experte und ich zeige auch nicht mit erhobenem FInger und doch denke ich richtig zu liegen.

      Da kann dir keiner helfen, ich denke deine Trauer könnte erst anfangen wenn Dorits Stimme verstummt, die Realität dir die Stille zum annehmen müssen gibt.
      Es ist ein so trauriger Gedanke dich dort in deiner Wlt eingeschlossen zu wissen aber wenn wie du sagst es dir Trost spendet, dann soll es wohl so sein.
      Vieleich thätte ich das gerade auch nicht schreiben sollen aber damit wäre unser Gesprächsaustausch wohl gestorben, alles Worte danach wären nur noch aus Mitleid.

      Wie dein Trauer Gesprächspartner aber sagt, er kann zuhören - ich hingegen kann im lesen zuhören und dir meine Gedanken dazu mitteilen.
      Eigentlich aber empfinde ich es als positiv, dass Du dich nicht komplett zurückziehst obwohl du keinen wahre Hilfe zu erwarten hast.
      Es gibt auch nicht immer für alles HIlfe, und nicht alle sind in allem geschult - oh je es gibt da auch Experten die mit ihrem sturem Weg des erlentem viel Schaden anrichten können.
      Manches Mal bedarf es da an etwas wie Einfühlungsvermögen und nicht nur Wissen.
      Manchmal muss man auch wohl den geraden Weg verlassen um Jemanden dort abzuholen wo er steht - das kann überall sein - manchmal unerreichbare Orte wohl.

      Um so schöner das es Orte wie diese gibt, wo man hinfinden kann und wenn es einem hilft oder gut tut dadaneb nn bleibt man.
      Schlecht allerdings wenn man nur noch an Orten wie diesen verweilt, irgendwann sollte man festen Fuß gefasst bekommen - da wo das Leben lebt - wenigstens - im besten Fall mittendrin.

      Ich wünsche dir noch immer so einges - vor allem aber das Du nicht ganz verloren gehst.

      Mit einer lieben Umärmelung,
      Funny.
      Ich bin anders als vermutet, selten wie erwartet und erst recht nicht wie es andere gerne hätten.


      Licht und Liebe, sind stärker als Tod und Schatten



      Liebe Funny,
      gerade lese ich Deine Worte. mIch hatte bisher wenig Zeit dafür, denn ich weiss, dass Du Dich immer ausführlich äusserst.

      Derv Gedanke -einfach tot, ewig weg - wie Du es selbst schreibst, ist schier unerträglich. Der Trauerbegleiter müsste aus den vielen Gesprächen, die wir hatten, wissen müssen, dass ich so schnell wie er es sich vorstellt, die Trauer nicht loswerden kann, weil ich zu viel verloren habe - eben den wichtigsten und einzig lieben Menschen in meinem Leben, von meinen Eltern abgesehen, die entweder wie meine Mutter schon lange tot oder wie mein Vater jetzt im hohen Alter sind.

      Ich habe es von Anfang an gespürt: die Trauer um Dorit wird mich in meinem restlichen, natürlichen Leben nicht mehr loslassen. So sehr ich dagegen ankämpfe, so sehr ich es will, aber es bleibt die Gewissheit, dass dieser liebe Mensch, meine Dorit, nie mehr in mein Leben zurückkehren wird. Also höre ich mir diesen menschen über die Videos wieder in mein Leben zurück.
      Die Trauer sie bahnt sich ganz plötzlich ihren Weg und ich mache das, was auch mein Trauerbegleiter gesagt hat: Schreien Sie Ihren Schmerz hinaus. Ich habe auch das getan, aber der Schmerz er geht nicht weg, er kommt zurück.

      Nur wenn ich Dorits Stimme so wie jetzt, bevor ich in die Stadt fahren muss, viele Dinge mit Woichenendeinkäufen zu erledigen habe, höre, da kann ich den Alltag in Angriff nehmen.
      Alben habe ich auch von Dorit, aber diese haben mir wenig geholfen, liegen sie neben meinem Bett, wenn ich einschlafe. Wenn ich einschlafe, dann kann ich darauf hoffen,von Dorit zu träumen, was sich jedoch selten erfüllt.

      So jetzt muss ich mich anziehen und losfahren, habe viele Dinge zu erledigen. Das Schlimmste ist immer, wenn ich Dorits Stimme am PC wieder abschalten muss, dafür höre ich vom Diktiergerät weiter und im Auto die Aufzeichnungs-CD vom letzten Jenseitskontakt, gefühlte 200x.

      Im Anhang ein Bild von Dorits Kostümtanz mit ihrer Lieblingstante, eine Frphnatur war sie, meine viel zu früh mit erst 53 Jahren verstorbene Dorit.
      Aber natürlich wenn Du einen Sohn verloren hast, dann auch viel zu jung.

      Ich bedanke mich aber für Deine Trost spendenden Worte
      liebste Grüsse an Dich
      Matthias
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      hallo Matthias,
      darf ich Dich mal fragen ob Du irgendwann mal am Tag ohne die Stimme Deiner Frau bist?
      Und ob Du schonmal daran gedacht oder versucht hast eine dementsprechende Therapie in Anspruch
      zu nehmen?

      die Fragen sind nicht böse gemeint. Ich schleiche schon lange um Deinen Thread herum, kann mich nicht so gut ausdrücken wie vielleicht Funny, möchte Dir aber auf gar keinen Fall wehtun. Im Gegenteil, MIR tut es in der Seele weh wie Du leidest. Deine Dorit hätte es so bestimmt auch nicht gewollt.

      ich habe noch keinen Partner verloren, "nur" meine Eltern und früher als Teenie meinen Bruder, von daher mag ich mir nicht vorstellen wie das ist, aber irgendwann wird Dich das Leben einholen denke ich.

      ich wünsche Dir das Du momentan einfach das machst was DU brauchst.

      LG
      Sabine
      Hallo Sabine,
      was glaubst Du, was ich alles für Therapien gemacht habe. Sie konnten mir meine liebe Dorit nicht wieder zurückbringen.
      Auch ich habe mal vor über 22 Jahren meine Mutter im Alter von erst 39 Jahren verloren. Was glaubst Du, wieviele Menschen (Omas, Tanten, Onkel, Cousins usw. usf.) ich habe in meinem Leben gehen lassen müssen.
      Man kann Trauer nicht vergleichen. Ich hatte immer Menschen, die mich auffangen konnten. Aber diesmal bei meiner Dorit war leider nur noch mein alter Vater da, der mich in meiner Trauer nicht mehr auffangen konnte, ist er nun im Pflegeheim und schwer krank. Ich stehe nun buchstäblich allein mit meiner Trauer und das ist ein Unterschied, ob man noch jemanden hast.
      Zwischen Dorit und mich hat kein Löschblatt mehr gepasst. Ich hatte relativ spät endlich meine Partnerin fürs Leben gefunden und höre gern auch jeden Tag nach ihrem Tod von den Videos ihre fröhliche, herzensgute Stimme. Das macht mir ihr endgültige Fehlen in meinem Leben etwas erträglicher.

      Ich leide tatsächlich wie viele Menschen, die sich in Trauer befinden, unter dem Verlust. Es kommt eben immer darauf an, wie man zu dem verstorbenen Menschen zu Lebzeiten gestanden hat. Und Dorit, so glaubte ich, würde mich bis ins hohe Alter begleiten mit ihrer fröhlichen, humorvollen und lebensbejahenden Art.
      Leider ist sie mit erst 53 Jahren schon gegangen, mit Herzstillstand an meiner Hand zusammengebrochen. So etwas Schreckliches das wünsche ich nicht meinem ärgsten Feind.

      Ich wünsche auch Dir viel Trost in Deiner Trauer um Deine Eltern.

      Ich gehe jeden Tag zum Friedhof und dort fühle ich mich für den Moment des Besuches meinen Angehörigen (Lebenspartnerin, Mutter, Schwiegermutter, Schwiegeroma) etwas nahe.
      LG
      Matthias
      Nun ist meine liebe Dorit 2,5 Jahre schon beerdigt. 2,5 Jahre bin ich jeden Tag am Friedhof gewesen und habe mich um Dorits Grabstätte gekümmert (im Sommer frisch gepflanzt, im Herbst das Laub weggeräumt, und zu jeder Jahreszeit die Pflanzen gegossen). 2,5 Jahre wache ich jeden Morgen auf und schreie nach meiner Dorit zurück, aber sie ist für immer tot...Akzeptieren müssen, was man nicht akzeptieren kann. Nun ist Weihnachtszeit und 2 grüne Duftkerzen auf meinem Esstisch sie künden davon, dass Weihnachten ist. Wie schön könnte das Fest der Freude sein, so schön wie es einmal zu Lebzeiten meiner lieben Dorit war, ein Fest voller Weihnachtslieder mit einem geschmückten Baum...In der Erinnerung da höre ich Dorit Weihnachtslieder singen...So ist mein Weihnachtsfest genauso traurig wie vor einem Jahr. Und jetzt fahre ich wieder los die Wochenendeinkäufe besorgen und die grünen Duftkerzen aufstellen...Dorits fröhliche Singstimme von den Videos sie kündet noch von dieser schönen Zeit mit meiner lieben, fröhlichen Dorit..Jetzt ist durch ihren vorzeitigen Tod diese trübselige Stimmung in mein Leben getreten..Und ich schreibe mir meine Trauer von der Seele, wenn nicht im Forum wo dann sonst..

      Matthias in der Weihnachtszeit in tiefer Trauer um seine liebe Dorit am 16.Dezember 2021
      Dorit zu Ehren habe ich neue Blumen in die Schnittblumenvasen gefüllt und natürlich auch meiner lieben Mutter zu Ehren--liegen sie beide doch auf derselben Grabstelle-
      Ich ahbe heute wieder frisches Wasser an die Heide gebracht und meine Lieben haben sich darüber sher gefreut sowie auch über die schönen Blumen--ich habe es Dorit schliesslich zu Lebzeiten versprochen, immer frische Blumen auf ihrer Grabstelle zu stellen.

      Matthias an einem 4.Advent im Trauerloch
      Dateien
      Seit gestern nun sind 31 Monate vergangen, da ich Dorits toten Körper vor mir liegen sah und nun meine liebe Dorit endgültig verstorben war.
      Nach 1 Woche Intesivstation, 1 Woche der Hoffnung, das Blatt würde sich doch noch zu Dorits (und meinen) Gunsten wenden.
      An jenem Tag vor 31 Monaten war es traurige Gewissheit-meine liebe Dorit hatte nicht überlebt. In lakonischer Art und Weise sagte der OA ITS einfach: Frau Hüttner ist soeben an einem Hirnödem verstorben und dann wured ich (und ihr Bruder auch) in den Raum geführt im Hintergrund die abgeschalteten Geräte und ich sehe Dorit immer noch vor mir liegen (mit einer weissen Rose auf der Brust, bedeckt mit dem Leichenhemd) und bin noch so erschüttert wie vor 31 Monaten.

      Das morgendliche Aufstehen, es ist untermauert von wütendem Schreien, aber die Tagespflichten rufen (heute das Waschen Bettwäsche und Oberhemden), auch Dorit wird es sicher aus ihrer Welt betrachten und sie hat auch immer ordentlich ihre Wäsche gewaschen.

      Und trotzdem fehlt sie mir so sehr und diese letzte Bild von Dorit vor 31 Monaten es war traurige Realität und hat sich bis jetzt tief in meine Gedanken hineingefressen.

      Und doch lebt Dorit in meinem herzen weiter, ganz und gar, wenn ich ihre Stimme von den Videoaufzeichungen höre, da lebt sie plötzlich wieder in meiner Realität.

      Und doch ist ihr körperlicher Tod Realität und ich habe auch in 31 Monaten diesen schrecklichen Tag nicht überwinden können.
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      Matthias 31 Monate danach in einer traurigen Vorweihnachtszeit 2021
      Trauer um meine liebe Dorit über Weihnachten

      Ich habe mir die Videokassetten von unseren ersten gemeinsamen Urlauben auf die griechische Insel Rhodos 1995 und nach Rio de Janeiro 1996 angesehen. Das hat mir das Alleinsein ohne meine tote, liebe Dorit etwas erleichtert.

      Die Dorit in diesen allerersten gemeinsamen Videoaufnahmen sehen zu können, hat mir das Weihnachten angenehmer gestaltet.
      Auch DVD's mit späteren Aufnahmen haben mir zu Weihnachten meine liebe Dorit etwas näher gebracht-

      So habe ich versucht, mit der Anwesenheit meiner lieben Dorit wenigstens auf dem Bildschirm mir die Einsamkeit über Weihnachten etwas zu vertreiben.

      Leider geht es meinem Vater im Pflegeheim sehr schlecht. Er schläft gar nicht mehr und ist sehr unruhig. Er muss doch schlafen, die Schlaflosigkeit schadet doch seiner im Alter eh schon belasteten Gesundheit.

      Einen Menschen verloren, einen weiteren wegsterben sehen zu müssen und das zu Weihnachten, und trotzdem hab ich mir meine Dorit wenigstens auf den Bildschirm geholt.

      Matthias zu Weihnachten
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