Ich trauere um meine Lebensgefährtin seit über 28 Monaten

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      40 Monate, 1 Woche und 4 Tage sind nun vergangen, seit Du, liebe Dorit
      * aus meinem Leben auf Erden nicht mehr anwesend bist
      * ich mein Leben ohne einen Menschen in meiner Nähe leisten muss
      * kein gemeinsames Frühstück mehr
      * keine gemeinsamen Gespräche mehr über die Dinge des Alltags, des Lebens
      * alles allein in mich reinfressen muss
      * Deine liebevolle, herzliche Art aus meinem Leben gewichen ist
      Wie habe ich diese 40 Monate, 1 Woche und 4 Tage heute am 1.Oktober ohne Dich aushalten können ?
      Nur indem ich
      * meinen alten Vater im Heim besuchen kann
      * Dich und meine Mutter sowie Deine Mutter/Oma jeden Tag auf dem Friedhof besuchen kommen kann
      * ich Deine fröhliche Stimme von den Videos am PC und im Diktiergerät hören kann
      Es geht mir niemals für den Rest meines natürlichen Lebens aus dem Kopf, als Du vor über 40 Monaten
      plötzlich mit aufgerissenem Mund weit aufgerissenen Augen ohne ein Lebenszeichen tot vor mir lagst und dieser Entsetzenmoment mit dem Entsetzensschrei steckt mir auch jetzt noch in allen Gliedern.Du bist tot und ich kann es nicht wahrhaben.

      Matthias an einem verregneten 1.Oktober

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      Meine unendliche trauer um Dorit ausgedrückt in diesen Versen von

      Kaléko, Mascha

      Memento
      „Vor meinem eignen Tod ist mir nicht bang,
      nur vor dem Tode derer, die mir nah sind.
      Wie soll ich leben, wenn sie nicht mehr da sind?
      Allein im Nebel tast ich todentlang
      und lass mich willig in das Dunkel treibe
      Das Gehen schmerzt nicht halb so wie das Bleiben.
      Der weiß es wohl, dem Gleiches widerfuhr
      – und die es trugen, mögen mir vergeben.
      Bedenkt: den eignen Tod, den stirbt man nur,
      doch mit dem Tod der andren muss man leben!“

      „Weil Deine Augen so voll Trauer sind,
      Und Deine Stirn so schwer ist von Gedanken,
      Laß mich Dich trösten, so wie man ein Kind
      In Schlaf einsingt, wenn letzte Sterne sanken.



      Die Sonne ruf ich an, das Meer, den Wind,
      Dir ihren hellsten Sonnentag zu schenken,
      Den schönsten Traum auf Dich herabzusenken,
      Weil Deine Nächte so voll Wolken sind.



      Und wenn Dein Mund ein neues Lied beginnt,
      Dann will ich Meer und Wind und Sonne danken,
      Weil Deine Augen so voll Trauer sind,
      Und Deine Stirn so schwer ist von Gedanken…“

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      Liebe Dorit

      mein Vater ist Corona positiv und liegt nun isoliert auf seinem Zimmer im Pflegeheim.
      Ich habe ihn gestern noch besucht und mich womöglich auch angesteckt. Bin jetzt auf jeden Fall schon Kontaktperson.

      Heute nachmittag habe ich erst einen Termin für Schnelltest bekommen.
      Vielleicht bringt uns Corona wieder zusammen ??

      Bete mit dem Herrgott für meinen Vater vor allem, dass er es überstehen mag in seinem hohen Alter.

      Da weiss ich nun, warum er sich gestern beim Besuch so niedergeschlagen gefühlt hat, da hatte er schon den Virus in sich.
      Ist nun schon das zweite mal, dass er sich in diesem Pflegeheim mit Corona infiziert hat. Zuletzt im November 2020.

      Matthias auch niedergeschlagen am 4.Oktober 2022
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