Einsamer Abschied

      Einsamer Abschied

      Liebe Trauernde,

      heute vor 7 Monaten ist mein Herzensmensch einsam im Krankenhaus gestorben. Das es für ihn zu Ende ging war uns bewusst, aber die Art und Weise wie das Ende durchlebt werden musste entsprach nicht unserer Absprache und Wunsch. Nach einer fast 10jährigen Erkrankung der Lunge, Herz und Niere , hervorgerufen durch die COPD, die den Körper und die Organe zerstört durch nicht genügende Sauerstoffversorgung etc, ging es dem Ende entgegen. Die ganze Zeit der Erkrankung habe ich meinen geliebten Mann alleine gepflegt. Wir kamen Beide gut zurecht. Wenn es brenzlig wurde und ein Krankenhausaufenthalt nötig war , begleitete ich ihn immer und blieb auch als Gast bei ihm was mit entsprechender Bezahlung möglich war. ( 2Bettzimmer ). Nun zeichnete sich aber ab, das die Erkrankung ihren zerstörerischen Verlauf nahm und mein geliebter Mann spürte das das Ende nahte. Bitte nicht ins Krankenhaus, das war sein Wunsch. Er wollte in seiner vertrauten Umgebung sterben. Wir baten den Hausarzt um einen Besuch, um das Leiden zu dämpfen und ein Pflegebett plus Palliativversorgung zu genehmigen. Statt eines Hausbesuchs schickte dieser aber einen Krankenwagen . Durch die COPD Erkrankung war mein Mann rund um die Uhr sauerstoffabhängig. Bedingt wegen Corona durfte ich nicht mit ins Krankenhaus, was dringend notwendig gewesen wäre betreffs der Aufnahmeangelegenheiten. Im Krankenhaus angekommen bekam er nicht sofort den nötigen Sauerstoff und die entsprechenden speziellen Beatmungsschläuche. Nach drastischem Abfall des Sauerstoffgehaltes bekam er Luftnot und Erstickungsanfälle.
      Es war für ihn ein Martyrium. Sein Gesundheitszustand war so schlecht, so dass die Ärzte uns keine Hoffnung mehr machten. Ich bekam eine Sondergenehmigung und durfte jeden Tag zu ihm. Eine Aufnahme in die Intensivstation lehnten wir ab , da es zu einer zusätzlichen unsinnigen Belastung gekommen wäre. Mein Mann war dann auch kaum mehr ansprechbar. Ich versprach alles in die Wege zu leiten, um ihn nachhause zu holen und wenn es nur für Stunden gewesen wäre. Aber wie sooft Wochenende und kein Arzt zu sprechen. Am nächsten Tag sollte eine Absprache mit dem Oberarzt erfolgen, um eine Heimkehr einzuleiten. Ich war jeden Tag 10-12 Stunden bei meinem geliebten Mann, um ihm die Nähe zu geben die er in seinem Zustand so nötig hatte. Übernachtung wurde mir leider nicht genehmigt und so musste ich nachts heim. An dem Tag wo nun alles für die Heimkehr gerichtet werden sollte, verstarb mein Liebstes vor meiner Ankunft. Er starb nun ganz allein ohne das jemand die Hand hielt und liebevoll mit ihm redete. Das zerreißt mich und ich habe nur einen Wunsch hinterherzugehen. Die Vorstellung wie traurig er war und verlassen, ist nicht zu verkraften. Und das nach 65 Ehejahren kurz vor der eisernen Hochzeit. Ich musste das jetzt mal loswerden. Bitte habt Verständnis für die lange Erklärung. Liebe Grüße Lure
      Liebe Iure,ich fühle mit dir.Wenn ich deinen Beitrag lese, weiß ich wie du leidest.Das kann nur jemand nachfühlen,der auch einen lieben Menschen verloren hat.Deshalb lese und schreibe ich hier.Mein Mann hatte auch COPD und dazu noch ein Bronchialkarzinom.Es war ein langer Leidensweg.Ein Auf und Ab der Gefühle begleitete uns die ganze Zeit.Jetzt bin ich alleine und die Trauer hat mich voll im Griff.Den Wunsch hinterherzugehen kenne ich auch.Ja,was hält einen davon ab?Diesen grausamen Schmerz will man dem Rest der Familie nicht antun.In der Hoffnung, daß es erträglicher wird.Buffy
      Liebe Buffy,
      ich bin Dir so dankbar eine Antwort auf meine lange Ausführung von Dir erhalten zu haben.
      Den Schmerz den man aushalten muss kann man niemandem vermitteln. Unzählige Momente erlebt man über den ganzen Tag an denen der geliebte Partner fehlt. Selbst die fehlende intensive Pflege, in der man sich nahe war , ist schmerzlich. Schon das morgendliche ins Bad gehen beginnt mit vielen Erinnerungen und so geht es den ganzen Tag. Überall ist der geliebte Mensch in Gedanken präsent.
      Mein großer Schmerz ist die fehlende persönliche Verabschiedung im letzten Moment. Nicht bei ihm gewesen zu sein ist eine nicht zu verkraftende Schuld. Warum habe ich den Transport ins Krankenhaus zugelassen ??? Zwingen kann dazu keiner.
      Du hast nun auch diesen großen Verlust zu verkraften und im Moment scheint die Welt stillzustehen.
      Von ganzem Herzen wünsche ich Dir irgendwann und auch mir, den Verlust zu akzeptieren.
      Es bleibt der letzte kleine Gedenkort auf dem Friedhof, zudem ich täglich gehe um Nähe zu spüren.
      Mit einer Umarmung grüße ich Dich, Lure
      Liebe Lure, ein liebes leises Willkommen hier bei uns - schön, dass du in deinem Schmerz hier her gefunden hast und einiges von der Seele schreiben konntest.
      Mir hilft es auch heute noch zu schreiben, zu reden, das Gefühl du haben, man ist nie wirklich ganz allein.
      Nein wir sind nicht wirklich allein, so viele die um einen geliebten Menschen trauern und nichts voneinander wissen.
      Hier sind die Seiten voller mit Tränen geschriebener Worte, Schiksale die hier geteilt werden und Verstehen wovon einer schreibt.

      COPD acu meine Mama hat den Kampf verloren elendig das Ende und so viel von Unverstehen das zurück geblieben ist.
      Fragen die keine Antworten bekommen und Schuld die man fühlt, die man vielfach gar nicht hat.
      Man handelt aus Liebe, aus einem Moment herraus in dem die Gedanken nicht wirklich so schnell mit dem wahren Wollen zusammenspielen.

      Was bleibt, ist das Loch in das wir fallen, der Mensch der fehlt, die geliebten Gewohnheiten die auf einmal nur noch aus Schmerz bestehen.
      All das was noch geplant, gewünscht war, nichts das da noch werden könnte.

      Man bleibt zurück, mit sich und seinen Gedanken, und will doch einfach nur hinterher, wohin es kein natürliches hinterher gibt.
      Man kann eben nicht einfach ein Ticket lösen und hinterher reisen.
      Ich denke es gibt nicht viele Menschen die nicht den Wunsch danach verspürten, auch nahc ahren noch keinen Sinn in einem allein hier im Leben gefunden haben, manchmal auch nicht finden wollen.

      Wie könnte man trösten, wo es keinen wahren Trost gibt.
      Wie helfen wo man vielfach so weit voreinander wohnt, manchmal keine Hilfe gewollt, nur ein offenes Ohr vielleicht.

      Liebe Lure, ich wünsche dir alles was es gerade für dich an Wichtigem braucht, die Kraft die es braucht um die Tage der Trauer zu schaffen - einen kleinen Funken Hoffnung und den festen Glauben an dich.

      Mit einer lieben Umärmelung,
      Funny.
      Ich bin anders als vermutet, selten wie erwartet und erst recht nicht wie es andere gerne hätten.


      Licht und Liebe, sind stärker als Tod und Schatten



      Liebe Funny,
      dankbar bin ich für Deine einfühlsamen Worte. Es ist wohltuend wenn es Menschen gibt die genau den Seelenschmerz empfinden können, der z.Zt. in einem tobt. Es will einfach nicht enden. Zigmal am Tag und auch des nachts gibt es Momente , wo irgendwelche Erinnerungen das Herz- und die Magengegend zusammenzieht. Dieses Wissen, es kommt kein Wiedersehen , keine kleinste Berührung etc. ist kaum zu ertragen. Ich kann die Endlichkeit noch nicht begreifen.
      Diesen seelischen, unendlichen Schmerz habe ich mit meinem geliebten Mann schon mal ertragen müssen als unsere kleine Tochter mit 10 Jahren bei einem Verkehrsunfall ums Leben kam. Es ist über 50 Jahre her und der Schmerz ist ständig präsent. Kleine Begebenheiten lösen die Erinnerungen aus. Diese haben wir immer gemeinsam getragen und uns getröstet, nun kommt der Verlust meines Lieblingsmenschen dazu.
      Dir wünsche ich nun alles Gute und bedanke mich nochmals für Deine Anteilnahme. Lure
      Ach liebe Lure dein Dank ist mir ein Zeichen, dass diese Seite noch lebt, das Worte noch erreichen können.
      Ja es ist nie die Menge gewesen die mich hier animierte immer und immer wieder zu schreiben, Worte zu suchen, einen Menschen in seiner Trauer zu erreichen.

      Zusammen den Verlust tragen, sich gegenseitig halten und stützen, wie du es mit deinem Mann getan hast, es gezeigt hat man kann schaffen auch unmöglich scheinendes - wie schlimm das nun allein zu müssen, wo es an dem Menschen fehlt der die Kraft finden ließ.
      Auch ich habe meinen Sohn verloren so lange es auch her ist, es ist wie gestern.
      Es sind die Erinnerungen die einen trösten und ebenso sind es doch auch die Auslöser für weitere Tränen, erneute Fragen.
      Na ja ich denke für mich an die Frage warum, warum ich, warum wieder, was nur habe ich verbrochen.
      Zufall, nach all den Jahren hier, ich bin nie allein, mit keienr Frage, mit keinem noch so absurdem Gedanken.
      Nein das Schiksal urteilt nicht, es schlägt einfach zu so habe ich das hier gelernt.

      Wir sind einfach zu viele, zu vieles das sich gleicht, es hört nicht auf, egal wie still diese Seite auch immer mal wieder ist, die Menschen sind da.
      Ich glaube nicht wir die Trauernden sind in der Minderheit - ich denke völlig Glückliche muss man suchen.

      Erschreckend für mich nach all den Jahren, egal wie schlecht wir uns fühlen, wie sehr die Trauer uns foltert, wir befinden uns in der Normalität, keiner allerdings weiß zum Glück wann es einen trifft.
      Wieder trifft und wieder.
      Wir lernen ja aus keiner Trauer, jede Trauer ist ein Untergang an Gefühlen, an Lachen, an Glauben, an Hoffnung.
      Es gleicht sich und doch trifft es wieder mitten ins Herz und löst aus.

      Jeder Verlust, der mich nach meinem Sohn getroffen hat ist gleich und doch völlig anders, man fängt wieder an wo man sich nicht auskennt, nicht versteht, vielleicht härtet man ab auf jeden Fall stirbt man ein jedes mal wien Stück weit mit.

      Wo ist der Trost, das einer nicht mehr leiden muss - bestimmt.
      Das zwei wieder zusammen sein dürfen die sich lange vermisst und getrennt - bestimmt.
      Zurück aber bleiben wir - in den Nächten, in den Momenten wo der Schmerz ein erischt, einen wprgt bis kurz vor die Besinnungslosogkeit.
      Und es sind die Menschen die und halten könnten und Kraft schenken könnten - wenn es denn nicht eben diese Menschen sind ohne deren Tod wir nicht in dieser Lage wären.
      Wir die zurück sollen und auch müssen - ins Leben, dass den Sinn aber verloren hat.
      Das wir die Farben von denen andere sprechen nicht erkennen, die Schönheiten von denen man überzeugt werden soll blaß und unförmig erscheinen.

      Durch den Schleier der Trauertränen schaut man nicht klar und deutlich - irgnedwann vergisst man überhaut hinzusehen.
      Ich wünsche Dir wieder hin zu sehen, immer wieder und wieder, in der Hoffnung das der Blick irgedwann wieder klarer wird.
      Immer wieder einen Menschen der tröstet und doch zum hinsehen animiert um nicht zu vergessen es zu versuchen.

      MIt einer lieben Umärmelung,
      Funny.
      Ich bin anders als vermutet, selten wie erwartet und erst recht nicht wie es andere gerne hätten.


      Licht und Liebe, sind stärker als Tod und Schatten



      Liebe Funny,deine Worte finden immer mein Herz.Einen geliebten Menschen zu verlieren ist die Hölle.Ein Kind zu verlieren ist einfach unbegreiflich.Mein Sohn hat den Verlust seines Vaters tief getroffen.Aber die Sorge um sein Kind,daß auch an Krebs erkrankt ist,macht ihn wahnsinnig.Wir können deshalb über den Verlust seines Vaters kaum sprechen.Trost geben und ein paar wenige Freunde.Die Welt dreht sich weiter,aber wir sind stehen geblieben.Oft am Tag hadere ich mit dem Schicksal.Das Schreiben hilft mir dann.Ich bin dann nicht alleine mit meiner Verzweiflung.Ich bedanke mich bei allen,die mir antworten und meinen Schmerz verstehen.lg.Buffy
      Oh ja liebe Buffi, wie soll er trauern können und Angst haben und alles gleichzeitig.
      Der Verlust der die Krankheit des Kindes noch härter werden lässt.
      Hoffnung und Kampf gegenüber Tod und Verlust.

      Das eigene Kind zu verlieren, ich wage es nicht zu benennen - ich kenne keine Worte die das wirklich beschreiben könnten.
      Begreifen erst wenn man es selbst erleben muss wohl.
      Ich schrieb so oft schon, es gibt wohl nichts mehr, dass ich nicht für möglich halte und ich weiß für mich leider, man hält zu viel aus, mehr als man schaffen kann - wieso frage ich dann - wieso halte ich aus, wieso nicht einfach an die Erde gehen und liegen bleiben.
      Der Preis ist hoch, manchmal kostet es den Verstand - vor allem aber zu viel vom Leben das verpasst wird - man kann es nicht einfach mal eben verlassen, man schaut dabei zu wie andere leben, einfach weiter leben - heute weiß ich ja, sie müssen und ich bin dankbar für jeden der es schafft.
      Ja einfach leben, im Leben bewegen, wenn auch nicht jeden Moment locker udn leicht aber anwesend und nicht wie ich so oft einfach mitten durch ohen teilzunehmen.

      Ja ich lebe habe ich so oft geschrieben aber ich lebe nicht.

      Ja ich bin unter den Menschen aber ich nehme nicht teil - vielfach ist das auch heute noch so -ein LIed, ein Gedanke, ein BLick auf einen Jungen der meinem ähnelt.
      Und deswegen bin ich wie ich bin, ich kämpfe um alles das mich am LEben teilhaben lässt, wieder und wieder und wieder und bin dankbar für jeden Moment in dem mir das gelingt.

      Erst wenn ich mal gnaz allein sein sollte würe ich darüber nachdenken diesen Kampf zu beenden, einfach im Bett bleiben, keine Ahnung.
      Und doch sind da Menschen die ich liebe, die ich mag udn nein- ich werde es nicht sein, die genau diese MEnschen in Trauernde verwandelt - nicht solange ich das verhindern kann.

      So muss ich annehmen, wissen ohne verstehen, tun ohne zu wollen vielfach und dann werde ich belohnt, mitten in der Trauer - ein Lächeln, ein Lachen, ein Tag der mir gut getan hat.
      Eine wunderbare BEgegnung, ein wundervolles Gespräch, ein glückliches Gefühl.

      Ja natürlich bin ich weiter als viele andere hier, und doch, ich habe nichts vergessen, nicht einen Moment, nicht ein Gefühl, nicht einen Gedanken.
      Ja ich liebe das Leben, vor allen an den Tagen an denen es mir gut geht, an denen meine Trauer eine Auszeit nimmt.
      Ja sie werden mehr die guten Tagen und lassen die schweren Tage ein klein wenig besser überstehen.
      Ja vieleicht bin ich schon abgehärtet, es scheint so, so von Aussen bestimmt - darunter aber wenn man etwas kratzt da reißt es dann und die überdeckten Narben reißen.

      Und dann in den Nächten, wenn ich allein bin, nur Mama von Andy dann komme ich her, manchmal lese ich nur aber immer wieder muss es raus damit es sich nicht in mir festfrisst.
      Liebe Buffy, wenn ich nur öfter meh tun könnte als liebe Worte finden.
      Manchmal finde ich nicht mal die.

      Ich schicke lie e Gedanken auf den Wg, liebe Wünsche sie werden auch deinen Sohn finden - ich glaube fest daran.
      Ein LIcht, etwas Hoffnung auf ein Wunder.
      Es gibt sie ja denn sonst wäre ich nicht mehr hier, ein Wunder, dass ich unter all den Umständen meinen Verstand noch beieinander habe.

      Mit einer lieben Umärmelung,
      Funny.
      Ich bin anders als vermutet, selten wie erwartet und erst recht nicht wie es andere gerne hätten.


      Licht und Liebe, sind stärker als Tod und Schatten



      Liebe Lure,

      Ich möchte Dir auch mein herzliches Beileid auszudrücken.
      Ich freue mich, dass Dir wenigstens das silberne und goldene Jubiläum vergönnt war in Eurer Ehe. Ich habe leider nicht einmal das silberne geschafft.

      Ich weiss, wie sich so ein tragischer Verlust anfühlt, dass man seinen Lebenspartner so tragisch verlieren muss. Ich kann Dir das also gut nachfühlen.
      Ich musste meine Partnerin praktisch im Sekundenbruchteil an meiner eigenen Hand gehend zu Tode stürzen sehen müssen, weil ihr Herz aufhörte zu schlagen.

      Ich wünsche Dir wie uns allen, mit dem tragischen Tod unseres Partners umgehen zu können, was praktisch unmöglich ist und trotzdem von uns verlangt wird.

      Liebe Grüsse
      Matthias
      Lieber Matthias,

      danke für die mitfühlenden Worte .
      Ja es ist grausam, wenn man nicht ein letztes liebes Wort an den geliebten Partner richten kann.
      Wenn jetzt auf gleich alles Leben erloschen ist. Besonders dann wenn keine Möglichkeit mehr besteht noch liebende Worte auf den letzten Weg mitzugeben. Diese Ohnmacht begreift nur der, der es erleben muss. Man möchte das Gefühl haben das der Partner sich geborgen fühlte, nicht allein zu sein wenn es heißt Adieu.
      Dir und allen Trauernden wünsche ich von Herzen das die Seele akzeptiert was da geschehen ist und Friede findet. Unsere Lieben sind ja nur körperlich davon ,nicht aus unserem Herzen.

      Herzlich grüße ich Dich, Lure
      Liebe Lure,

      in deinen Worten spürt man den großen Schmerz über den Verlust deines Partners und vor allen Dingen die große Trauigkeit, dass du nicht in seiner Nähe warst.
      Mein Mann ist neben mir in den frühen Morgenstunden im Bett verstorben. Sein Herz hat aufgehört zu schlagen. Mich treibt der Gedanke immer, warum habe ich nichts bemerkt, nichts gehört...hätte ich helfen können. Der Arzt meinte : Nein........Doch für mich ist es nicht zu begreifen.
      Wir haben uns kennengelernt als 16 und 18 Jährige und waren 45 Jahren verheiratet. Mein Mann war meine große Stütze, Gerade in der Zeit als unser 22jähriger Sohn bei einem Unfall ums Leben kam.
      Uns gab es nur als Einheit.
      Mein Mann ist im Mai verstorben uns seitdem versuche ich zu überleben. Aber es ist schwer dieses Leben und ihn zu leben.
      Ich wünsche dir ganz viel Kraft und spürbare Nähe von deinem Mann
      Liebe Grüße
      Heike mit ihren Lieben tief im Herzen
      Liebe Heike,
      es ist wohltuend für die Seele, wenn es Menschen gibt, die genau das nachempfinden können was so fürchterlich schmerzt. Danke für Deine einfühlsamen Worte.
      Auch mein geliebter Mann und ich waren nur füreinander da, besonders in der Zeit seiner Erkrankung,
      die sich über 10 Jahre mit stetiger Verschlechterung hinzog. Es ist nun mal der Menschen Weg, dass das Leben irgendwann beendet ist. Aber wenn es dann soweit ist , dann bricht alles zusammen. Man will es einfach nicht wahrhaben, das der Lieblingsmensch nicht mehr existiert.
      Auch wir haben den großen Schmerz des Verlustes unserer lieben kleinen Tochter, nach einem Verkehrsunfall ,zu verkraften gehabt. Es ist 52 Jahre her." Gemeinsames Leid ist halbes Leid ", so sagt man, aber wenn dann der Partner geht, mit dem man alles im Leben geteilt und getragen hat, dann bricht einfach eine Welt zusammen.
      Liebe Heike, Dein geliebter Mann ist neben Dir eingeschlafen, das ist ganz gewiss für Dich ein Schock gewesen beim Erwachen und trotzdem schenke Deiner Seele die Gewissheit das er in Frieden und Geborgenheit bei Dir war und gehen konnte.
      Du darfst Dir keine Horrorvorstellungen machen.
      Die Liebe zu unseren Liebsten muss nun ausgehalten werden ohne sie.
      Ich habe mir eine kleine Gedenkstätte im Wohnzimmer gemacht, mit einem fröhlichen Porträt meines lieben Mannes, immer frischen Blumen und eine immer brennende Kerze. So begrüße ich ihn jeden Morgen und am Tagesende sage ich " Gute Nacht." Auch Zwiegespräche finden statt. Es sind einfach Krücken, die mir helfen. Da mag mancher den Kopf schütteln, aber mir hilft es den Schmerz etwas zu lindern.
      Dir wünsche ich nun auch von Herzen einen Weg, um den Verlust zu begreifen und zu ertragen.

      In Gedanken bin ich bei Dir mit mitfühlenden Schmerz. lure
    Liebeskummer Sorgen Forum