Trauere um meinen Partner, Todestag 25.10.2021

      Trauere um meinen Partner, Todestag 25.10.2021

      Bin neu hier und wie es im Titel schon steht ist mein Partner am 25.10.2021 verstorben.
      Fand ihn tot in seiner Wohnung nachdem er mich nicht wie abgemacht abholte.
      Hab 10 Minuten gewartet und bin dann zu ihm gelaufen.
      Hab sofort Sanitäter gerufen und mit der Wiederbelebung angefangen bis 15 min später der Notarzt kam. Sie haben noch ca. 45 min alles versucht aber vergeblich.
      Waren knapp 12 Jahre ein Team und meine fast 15 jährige Tochter ist sein Patenkind und er war für sie wie ein Ziehvater.
      Er hinterlässt auch 2 Erwachsene Kinder, 25 und 32.
      Am Mittwoch letzte Woche war die Beerdigung, stehen immer noch unter Schock und bin total verzweifelt.
      Es ist einfach unvorstellbar, noch dazu kam es völlig plötzlich und unerwartet wie man so sagt.
      Er hat sein Leben lang gearbeitet und war der loyalste, ehrlichste, lustigste und tollste Mensch den ich je kennen lernen durfte.
      Kann und will mir ein Leben ohne ihn noch nicht vorstellen.
      Dazu kommen noch Zukunftsängste da ich lungenkrank bin und immer die Gewissheit hatte das er da ist falls mir Mal was passiert.
      Habe Familie und Freunde die hinter mir stehen und für mich da sind und trotzdem fühle ich mich verlassen und allein.
      Er fehlt mir einfach menschlich so sehr und habe momentan das Gefühl ich schaff das nicht ohne ihn.
      War auch schon beim Arzt und habe mich vor lauter Panik durchchecken lassen (alles okay), hab auch was zur Beruhigung bekommen aber das macht mich nur matschig im Kopf aber hilft natürlich nicht.
      Ich weiß das ich da durch muss, das da nur die Zeit hilft bis eine neue Normalität aufkommt und das man sich an das schöne erinnern soll und, und, und.
      Aber im Moment ist da nur ein schwarzes Loch, Trauer um ihn, Wut angesichts des Schicksals was er einfach nicht verdient hat usw....
      Einziger Trost ist das es wohl ganz schnell ging, er ist einfach umgekippt und habe ihm seinen letzten Wunsch erfüllt das er bei seiner Mutter beerdigt wurde.

      Sorry für den langen Text an die die bis hierhin gelesen haben. Musste mir das von der Seele schreiben.
      Hoffe hier Gleichgesinnte zu finden die mir Tips geben können wie ich damit umgehen kann.
      Wahrscheinlich kann da keiner helfen, aber klammere mich an alles mögliche und unmögliche....
      Es grüßt Sylvie aus NRW
      liebeSylvie,ich fühle mit dir und kann dir nur sagen ,dass du hier im Forum gut aufgehoben bist.Auch ich stehe nach dem Tod meines Mannes vor 4 Monaten allein und verzweifelt da.Der Austausch mit Betroffenden hilft zu verstehen wasTrauer mit einem macht.Ich glaube oft es nicht zu schaffen und dann schreibe ich mir meine Verzweiflung von der Seele. Auch ich hadere mit dem Schicksal jeden Tag.Wie man mit dem Verlust umgeht,weiß ich auch noch nicht.Helfen kann ich dir nicht aber du hast mein ganzes Mitgefühl.Ganz Liebe Grüße Buffy
      Vielen Dank für deine Nachricht Buffy, ich denke auch wirklich helfen kann einem da keiner.
      Aber vielleicht hilft es wenn man sich untereinander austauscht.
      Leider verbindet uns ja diese Trauer auf eine Art und man fühlt sich da eher verstanden - so auf jeden Fall meine Gedanken dazu.
      4 Monate sind ja auch nur eine kurze Zeit und da ist man noch weit entfernt von einer neuen Normalität oder wie auch immer man das nennen kann/soll.
      Fühle auch mit dir, liebe Grüße zurück, Sylvie
      Liebe Sylvie ein liebes Willkommen hier bei uns, da wo sich so viel Schmerz, Unverstehen und nicht vorstellen können sich findet.
      Du musst dir ein Leben ohne deinen Partner nicht wirklich vorstellen können, du wirst da hineinwachsen und dich im besten Fall dann zurecht finden.
      Im Danach ist alles möglich, es kommt allein auf dein Können an, auf dein annehmen können.
      Nichts davon ist einfach, es ist auch kein das ist nun mal so und alles wird wieder gut.
      Eher harte Arbeit an dir und braucht viel Hilfe und Verständnis von all den Menschen um dich herum.

      Schön zu lesen, dass du nicht allein bist, und deine Einstellung empfinde ich als ziemlich gesund und wird dir helfen deinen Weg durch die Trauer zu gehen,
      Gehen musst du selbst, in deinem Tempo in deinem Könen und ich Wünsche dir alles Verständnis das dafür mötig ist.
      Wahre Tips und einen Zettel den du abarbeiten könntest, nicht wirklich.
      Denn da wo sich vieles gleicht hilft nicht jedem gleiches.

      Ich möchte einfach erst mal sagen, denke an Dich und geh einfach ins Vorne und schaue von Tag zu Tag, die Zukunft sie liegt ja doch vielfach im Dunkel und manches entwickelt sich nicht immer so wie man es denkt.
      Manche Probleme lösen sich schon vielfach von allein - wenn nicht dann werden sie gelöst werden müssen, sobald sie da sind, nicht alles lässt sich verhindern aber abmildern wenn man nicht in Panik darauf zusteuert.

      Ich glaube deine Krankheit wird schon Kraft genug kosten, die Trauer weitere Kraft fordern und Verzweifelung sich nicht verhindern lassen.
      Glaube an dich und vieleicht fühlst du da eine Kraft da tief in dir drin - die Kraft der Liebe - Niemand geht so ganz, da ist so viel von ihm da in dir - du wirst in Liebe niemals allein sein.
      Nur wer vergessen wird stirbt wirklich - nein auch kein Trost, ich weiß das natürlich, er ist ja nicht mehr greifbar, er kommt ja nicht mehr um die Ecke, in meinem Glauben sind die LIeben in mir und um mich herum - besser als Nichts und das alein fühlen wird damit auch nicht verhindet, vieleicht aber gmildert.Liebe Sylvie, ich wünsche dir alles was es gerade für dich braucht, und indem du hier schreibst hilfst du dir schon mehr als dir bewusst seinw ird.

      Mit einer lieben Umärmelung,
      Funny.
      Ich bin anders als vermutet, selten wie erwartet und erst recht nicht wie es andere gerne hätten.


      Licht und Liebe, sind stärker als Tod und Schatten



      Liebe Sylvie,
      meine aufrichtige Teilnahme zu dem Verlust deines Partners. Ich kann deine Ängste und Gedanken gut verstehen. Man fühlt sich so alleine und einsam selbst wenn liebe Menschen an unserer Seite sind. Sicher, sie begleiten uns, aber doch sind wir alleine. Wir haben auch gegenseitig auf uns aufgepaßt. Es war immer jemand da, mit dem wir über alles reden konnte. Der uns den nötigen Halt gab. Das ist jetzt eben anders.....und genau das macht mir große Probleme.
      Sicher unsere Kinder und auch Freunde hören uns zu und unterstützen, aber das ist etwas ganz anderes.
      Meine Mann starb vor fast 6 Monaten ganz plötzlich ohne irgendwelche Anzeichen und dieses Leben ohne ihn an meiner Seite ist sehr schwer. Ich weiß auch, dass wir mit der Trauer leben müssen und auch können. Wir haben vor fast 17 Jahren unseren Sohn durch einen Unfalltod verloren und daher weiß ich, dass es weitergeht.....aber jetzt ohne den liebenden Partner an der Seite.

      Ich wünsche dir ganz viel Kraft auf diesem langen und schweren Weg und schicke dir liebe Grüße
      Heike

      Neu

      Danke für deine netten Worte Heike, du hast absolut Recht.
      Auch ich habe meinen Sohn vor 15,5 Jahren verloren und weiß was es heißt zu Trauern und das man nur lernen kann damit zu leben.
      Nun ist es am 25zigsten einen Monat her und bin immer noch weit weg von sowas wie Normalität - ist aber auch klar.
      Versuche mich abzulenken so gut es geht aber unweigerlich denke ich ständig an ihn, teilweise in Dankbarkeit für die schöne Zeit aber auch leider oft an seinem Todestag und dann läuft alles wieder wie ein Film vor mir ab.
      Muss mich damit abfinden das grade die ersten Wochen und Monate am Extremsten sind und auch Weihnachten wird dieses Jahr schrecklich für mich.
      Aber meiner Tochter zu Liebe muss ich mich zusammen reißen und ich weiß auch das er das gewollt hätte.
      Habe die ganzen Jahre mit ihm dekoriert, er hatte ein totales Händchen für Deko und ich kann mir nicht vorstellen das ohne ihn zu machen.
      Bis jetzt hab ich nur n Adventskranz hier, eventuell dekoriere ich nur das Zimmer meiner Tochter und mache in den anderen Zimmern nur die Fenster.,..
      Einfach alles so trostlos ohne ihn....
      Es grüßt Sylvie
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