Was tröstet dich wirklich?

      Was tröstet dich wirklich?

      Ihr Lieben,

      mein geliebter Mann ist bereits über 8 Jahre nicht mehr hier bei mir, aber ich bin bei ihm.

      Das heisst, dass er im Körper natürlich im Grab liegt, aber seine Seele ist frei. Diese Freiheit seiner Seele ist mir ein großer Trost. Er hat in seiner Krankheit, in seiner körperlichen Endzeit seine seelischen Flügel ausgebreitet und ist davon geflogen. Und ich habe ihn davon fliegen lassen. Hab ihn nicht festgehalten, hab ihm keine Vorwürfe gemacht, hab auch mir nichts vorgeworfen.

      Dann, als ich absolut verzweifelt vor diesem Holzvergaserverbrenner stand (und nichts verstand), den er ein Jahr zuvor hat einbauen lassen, habe ich seinen Arm um meine Schultern herum gespürt ....... das war ein unglaublicher Trost


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      "Wir können der Tatsache nicht ausweichen,
      dass jede einzelne Handlung, die wir tun,
      ihre Auswirkung auf das Ganze hat."

      Albert Einstein
      Liebe Frieda,

      ich kann Dich gut verstehen, dass Du an das Weiterleben der Seele glaubst.
      Auch ich bekomme Zeichen von meiner lieben Dorit, zuletzt ein Zierknopf von der Regallsiete, der plötzlcih auf dem Regal lag.
      Manchmal da glaubt man, verrückt zu sein, vor Trauer und doch erleichtert über das Weiterleben der Seele.

      Aber ich fühle mich nach über 3 Jahren und 3 Monaten immer noch jeden Morgen sehr traurig.

      Wenn Du seinen Arm um Deine Schultern spürst ist das wirklcih viel mehr, als die Mesiten und auch ich von den Verstorbenen verspüren.

      Liebe Grüsse
      Matthias
      Also, was tröstet mich denn nun wirklich?

      1. (und das scheint erstmal sehr egoistisch) dass ich die Kraft habe, weiter zu leben und gut zu leben

      2. dass ich ihn spüre, nicht körperlich, sondern seelisch/geistig

      3. dass ich immernoch dieselbe Liebe für ihn habe, ganz tief in mir

      4. dass sein Wirken hier aus seinem vergangenem Leben einen wunderschönen Nachklang für viele Menschen hat

      5. dass der Sohn an jedem Heiligabend mit mir an sein Grab geht, dann wenn es dunkel wird und niemand mehr auf dem Friedhof ist, nur noch die Kerzen und anderen Lichter. Dann stehen wir am Grab und beginnen mit ihm zusammen irgendwie Weihnachten ...

      6. dass all das, was wir miteinander erlebt haben, in mir nachschwingt und mich innerlich bewegt

      7. dass ich an den Schöpfer von allem glaube, an das ganz Große, das weder Frau noch Mann noch Kind ist, zu dem ich mich aber niederbeugen möchte


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      "Wir können der Tatsache nicht ausweichen,
      dass jede einzelne Handlung, die wir tun,
      ihre Auswirkung auf das Ganze hat."

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