Was macht Ihr gerade?

      Auch in einem Trauerforum darf reflektiert werden. Es wird doch immer dann interessant, wenn der Blick sich über den Tellerrand der Trauer hinaus erheben kann.


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      "Wir können der Tatsache nicht ausweichen,
      dass jede einzelne Handlung, die wir tun,
      ihre Auswirkung auf das Ganze hat."

      Albert Einstein
      Und doch, ist das Unsiversum eingeteilt, es gibt so unendlich viel, wo das Universum keine Rolle spielt, wo über das enge Umfeld hinaus unbekanntes Land ist und manchmnal ein Leben lang bleibt.
      Auch ich lebte so, das gab es meine Stadt, mein Unrlaubsland und alles andere war einfach unendlich weit weg, nur in der Schule, in Büchern oder im TV war von deren Existenz zu erfahren.

      Ich wollte mehr, was auch erst in den letzten Jahren möglich wurde, Erfahrungen, die ich nicht missen möchte, wichtig aber ist mein Umfeld, mein Zuhause, die MEnschen, die mir nahe stehen.

      Wissen ist gut, zu viel Wissen aber hilft vielfach nicht im Alltag, da wird das Universum egal, ich weiß das es das gibt, wie es funktioniert bedingt und doch bin ich oft hilflos, wenn es um Probleme geht, die mich umgeben.

      Mein Sohn war ein großer Teil meines Lebens, vor allem da, greifbar, in voller Liebe verbunden.
      Nun ist er nicht mehr, was mir bleibt ist die Welt, das Unsiversum aber er ist es der mir fehlt, der mir wichtig.
      Für die Welt und das Unsiversum sind andere da, wo die Interessen und die Neugier sie treibt, mehr zu wissen, zu erforschen.
      Ich nehme bedingt Anteil daran an den Erunngeschaften der Wissenschaft.

      Ich finde die richtigen Worte gerade nicht, aber dieser eine Tropfen, den mein Sohn darstellen würde, den kenne ich, der ist mir so nah, das er mir wichtiger ist, als der Rest des Ozeans, was nach dem Horizont kommt, schön zu wissen und doch betrifft mich das nur in der Gesamtheit des Großen, das mein kleines Leben beeinflusst.

      Ich habe mal bedauert, das alles nach dem unerreichabrem greift, während das Kleine nicht mal in geregelten dem Mensch gut tuendem Bahnen in den Griff zu bekommen ist.
      Halte ich es so, das ich erst mal da klar kommen muss wo mein Platz ist, was mir nah ist, um dann in die Weite zu sehen.
      Es nutzt mir nicht viel, aus eigenen Ruinen zu schauen, wo ich andere Ruinen aufbauen kann, während meine weiter verfällt.

      Liebe deinen Nächsten wie dich selbst - da waren wir hier schon mal - ich muss mich selbst lieben um Liebe weiter geben zu können, wenn ich es nicht tu, warum sollten andere es *denk*
      Sich selbst erst der Nächste sein, das hat mich das hat mich das Zusammenleben mit meinen Kinder gelehrt, nur wenn es mir gut geht, das kann es ihnen gut gehen, das hat mich die Trauer noch einmal gelehrt, wenn ich mir nicht wichtig bin, kann ich den Kampf nicht gewinnen.

      So denke ich das sich jeder selbst auch der Nächste sein sollte, weil er sich sonst in oder für die anderen verliert.
      Vor allem weil ich mich als Nächsten in meiner Denkweise, nichts mit Egoismus oder Eigenverliebtheit zu tun hat.

      Um so schöner sagen zu dürfen, mein Sohn war die Welt für mich, der Grund zu leben, die Fähigkeit zu lieben, zurück zu treten zu seinem Wohle, in seinem Glück das meine zu spüren.
      Er hat so viel mitgenommen, so viel Liebe, so viel Lächeln, lachen, so viele Träume, ein Stück meines Lebens einfach - und nichts, nichts im großen Unsiversum kann mich trösten, er fehlt einfach.
      Komme ich ohne ihn zurecht, kann ich auch wieder genießen niemals aber vergessen.

      Da steckt der Unterschied, was ist die große gigantische Welt, die weiten des Unsiversums, das für immer unerreichabr bleiben wird, gegen das Leben mit meinem Sohn - unersetzlich, durch seine Einzigartigleit.
      Ja das denke ich gerade so, wenn ich hier lese, meine Gedanken hier eintippe, die nicht mal Ansatweise meine Gefühle, ausdrücken.
      Ich bin anders als vermutet, selten wie erwartet und erst recht nicht wie es andere gerne hätten.


      Licht und Liebe, sind stärker als Tod und Schatten



      Funny schrieb:

      Um so schöner sagen zu dürfen, mein Sohn war die Welt für mich, der Grund zu leben, die Fähigkeit zu lieben, zurück zu treten zu seinem Wohle, in seinem Glück das meine zu spüren.
      Er hat so viel mitgenommen, so viel Liebe, so viel Lächeln, lachen, so viele Träume, ein Stück meines Lebens einfach - und nichts, nichts im großen Unsiversum kann mich trösten, er fehlt einfach.
      Komme ich ohne ihn zurecht, kann ich auch wieder genießen niemals aber vergessen.

      Da steckt der Unterschied, was ist die große gigantische Welt, die weiten des Unsiversums, das für immer unerreichabr bleiben wird, gegen das Leben mit meinem Sohn - unersetzlich, durch seine Einzigartigleit.
      Ja das denke ich gerade so, wenn ich hier lese, meine Gedanken hier eintippe, die nicht mal Ansatweise meine Gefühle, ausdrücken.

      Funny schrieb:





      Also das ist so schön und wunderbar geschrieben....
      Dem kann man eigentlich nichts mehr hinzufügen.
      (Warum da nochmal Funny schrieb steht weiß ich jetzt auch nicht)
      Ich bereite mir gerade ein schönes Wannenbad vor ( mal schauen evtl. hilft die Wärme ja gegen die Schmerzen ).........danach gibts Kalbsschnitzel mit Champignonrahmsoße und Reis und dann geht es ab auf die Couch.......entweder lesen oder Glotze an.....was will man bei dem Wetter auch sonst noch machen soll ja nachher noch Schnee oder Schneeregen geben.......
      Fernsehen gucken, im Forum stöbern, vorhin was leckeres gegessen, jetzt noch einen Hugo getrunken............ab morgen ist Fastenzeit und morgen Fast- und Abstinenztag.
      Also heute noch genießen was ich mir morgen "verkneife".
      Und dann überlege ich noch auf was ich bis Ostern verzichten möchte.
      ​Nicht, dass ich übermäßig gläubig bin aber ich bin schon gläubig und ein Verzicht zeigt mir ob ich Herr oder eher Herrin über meinen inneren Schweinehund bin.
      ​Außerdem warte ich noch auf den Anruf meines Lebensmannes. <3
      LG
      allesanders

      Es gibt Menschen, die wir in der Erde begraben; aber andere, die wir besonders zärtlich lieben, sind in unser Herz gebettet. Die Erinnerung an sie mischt sich täglich in unser Tun und Trachten, wir denken an sie, wie wir atmen, sie haben in unserer Seele eine neue Gestalt angenommen, nachdem zarten Gesetz der Seelenwanderung das im Reich der Liebe herrscht.

      Honoré de Balzac


      gut, wenn jemand das so kann mit dem fasten und verzichten.
      ich sage mir jedoch, dass ich seit udos tod schon auf genug verzichten muss, auf all das was mir das liebste war, daher kommt ein freiwilliger verzicht für mich in diesem leben nicht mehr in frage. das leben kann zu kurz sein, deshalb werde ich den rest so gut genießen, wie es möglich ist.
      Erinnerungen sind kleine Sterne, die tröstend in das Dunkel unserer Trauer leuchten

      Die Erinnerung ist ein Fenster, durch das wir dich jederzeit sehen können
      Hmm ich müsste erstmal wieder lernen ohne schlechtes Gewissen was zu genießen erst dann kann ich über Verzicht nachdenken......und dennoch denke ich auch darüber nach.....keine Ahnung auf as ich verzichten könnte...klar man soll auf Sachen verzichten die einem sonst wichtig sind....Kaffee, Kippen, Schokolade etc......aber ohne Kaffee müsste man mich wegsperren, denn dann werde ich zur Gefahr für meine Umwelt, Kippen hab ich schon extrem minimiert na ja und Schoki ist mir nicht so wichtig....Alkohol trinke ich sowieso nicht viel ( ca alle 6 Monate mal ) tja und ansonsten fällt mir da nicht viel ein...... :/
      oh je, dann müsste ich wahrscheinlich meinen laptop die nächsten wochen zugeklappt lassen. ist mir extrem wichtig. praktisch mein tor zur außenwelt, zu allen menschen, die mir wichtig sind, aber zu weit weg. mein freizeitprogramm am abend, wenn ich zuhause sitze. nee danke, das käme never infrage. aber ich muss ja gottseidank auch nicht.
      Erinnerungen sind kleine Sterne, die tröstend in das Dunkel unserer Trauer leuchten

      Die Erinnerung ist ein Fenster, durch das wir dich jederzeit sehen können
      Ach, ihr Lieben heute habe ich das Haus überhaupt nicht verlassen.>Mein Gemütszustand ist nicht der Beste.
      Habe den ganzen Tag nur im Sessel verbracht und in die Klotze gestarrt,und mich selbst bemittleidet.
      Was auch immer das war,ich hoffe morgen ist das wieder besser.Aber man hat manchmal solche Tage da kommt man mit der Welt nicht zurecht.An solchen Tagen fehlt mir mein Mann sehr.Aber er wird mich nicht mehr trösten können ich muß da allein zurecht kommen.

      LG Christine
      Liebe Christine,
      diese Tage kenne ich auch, selbst nach 2 1/2 Jahren gibt es immer noch Momente voller Schwere und Trauer und Antriebslosigkeit. Ich versuche dass dann zu akzeptieren und hinzunehmen. Der nächste Tag ist wieder besser sage ich mir dann, und das stimmt auch eigentlich immer.
      Das wünsche ich Dir auch für morgen!
      Liebe Grüsse
      Lieber Heiko,

      das Zitat finde ich wunderschön. Und das Schönste daran ist, dass es wohl auch wahr ist. Nachdem ich in den ersten Wochen nach dem Tod meiner Mutter zunächst überhaupt keinen Lebenssinn mehr sah und mir auch nicht vorstellen konnte, jemals noch einen zu finden, kann ich nun nach vier Monaten tatsächlich sagen, dass der Schmerz langsam nachlässt, aber die Liebe und die tiefe innere Verbundenheit zu meiner lieben Mutter doch unvermindert bestehen bleiben. Und tatsächlich kann ich ihr den Frieden, den sie nun gefunden hat, zunehmend auch gönnen, ohne immer nur daran zu denken, dass ich nun ziemlich blöde allein zurückgeblieben bin und einen Haufen Probleme am Hals habe. Denn das Leben meiner Mutter war aufgrund ihrer schweren gesundheitlichen Einschränkungen in den letzten Jahren und Monaten wirklich nicht besonders angenehm für sie und sie hat oft gesagt, dass sie auf keinen Fall noch viel älter werden will. Je mehr ich nun darüber nachdenke, umso mehr habe ich einen riesigen Respekt davor, was sie alles relativ klaglos und geduldig ertragen hat.
      Jetzt ist es eben meine Aufgabe, in dankbarer Erinnerung an sie aus dem mir verbleibenden Rest des Lebens das Beste zu machen. Ich denke, das sind wir unseren lieben Verstorbenen einfach schuldig, dass wir versuchen, in ihrem Sinne unser Leben weiterzuleben und es im Rahmen unserer Möglichkeiten positiv zu gestalten.
      Und bitte weiter Daumen drücken im Hinblick auf die Wohnung. Es zeichnet sich nämlich momentan etwas ab. :)

      LG
      Marion

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Marion68“ ()

      Ich weiß zwar nicht was genau mit deiner Wohnung ist aber ich vermute mal du bist auf der Suche nach einer neuen. Egal.......ich drücke dir die Daumen.
      Um nochmal auf mein letztes Posting zurückzukommen......ich verzichte jetzt auf Süßes und auf Alkohol. Beidem war ich in letzter Zeit zu sehr zugetan und Beides ist wohl der "Situation" geschuldet. Ich möchte aber weder meine Gefühle mit Alkohol noch mit Süßigkeiten betäuben deswegen denke ich, dass das genau der richtige Verzicht für die Fastenzeit ist. Und ich muss zugeben daß mir dieser Verzicht gut tut.
      Ansonsten liege ich gerade mit dem Wauzel zusammen auf der Couch, gucke "Undercover Boss", trinke Ingwertee und treibe mich ein wenig hier im Forum rum.
      LG
      allesanders

      Es gibt Menschen, die wir in der Erde begraben; aber andere, die wir besonders zärtlich lieben, sind in unser Herz gebettet. Die Erinnerung an sie mischt sich täglich in unser Tun und Trachten, wir denken an sie, wie wir atmen, sie haben in unserer Seele eine neue Gestalt angenommen, nachdem zarten Gesetz der Seelenwanderung das im Reich der Liebe herrscht.

      Honoré de Balzac


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