InaMarianne Anfänger

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  • Mitglied seit 8. März 2020
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    InaMarianne -

    Guten Abend zusammen, ich lese hier schon einige Zeit still mit und habe mich jetzt entschlossen, auch zu schreiben. Am 31.1.2020 habe ich meinen über alles geliebten Mann verloren. Obwohl wir schon eine längere Krankengeschichte hatten, habe ich damit überhaupt nicht gerechnet. Ich befinde mich in einem Alptraum. Ende November wurde bei einem Routinecheck der Halswirbelsäule eine Metastase festgestellt. Es erfolgte eine OP und dann die Suche nach dem Primärtumor. Anfang Dezember kam die Diagnose Nierenkarzinom. Es erfolgte die Entfernung der Niere und dann sollte eine Bestrahlung folgen.....Alles sah gut aus...am 27.01.20 wurde die Bestrahlung besprochen...am 30.01.20 kam er ins Hospiz und am 31.1.20 ist er in meinen und den Armen unserer Kinder eingeschlafen..mit 53 Jahren!!! Ich begreife das Alles nicht...Es ging so schnell...Und ich weiß nicht, wie ich weiter leben soll...Wir hatten so eine glückliche Zeit...38 Jahre!! Eine Ehe voller Liebe, Vertrautheit und Zärtlichkeit...zwei wundervolle Kinder und drei reizende Enkel...wir waren so glücklich...und jetzt bin ich allein...sitze hier in unserem Haus und weiß nicht, wie ich den Verlust ertragen soll. Ich habe wunderbare Freunde und Geschwister, die sich alle rühremd kümmern...aber mir fehlt Eines- mein Mann...jede Sekunde...alles was ich ansehe oder berühre- er ist dabei...der Traum vom zusammen alt werden ist geplatzt- wir hatten noch soviele Wünsche und Träume..ein Leben ohne ihn..unvorstellbar...immer wieder kommen diese Trauerwellen..ich heule und heule. ich werde auch wütend, dass er mich verlassen hat....aber viel schlimmer ist die Gewissheit, dass er nie mehr da sein wird...er war ein Mann, der mich getragen und gestützt hat, der immer nur wollte, dass ich glücklich bin...ich habe eine ganz große Liebe verloren...Entschuldigt, wenn ich etwas durcheinander schreibe..es muß einfach mal raus....Ich weiß, dass es Vielen so geht...aber vielleicht hilft mir der Austausch hier, einen Weg für mich zu finden, der alles etwas erträglicher macht...LG Ina

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      Ena -

      Liebe InaMarianne, zunächst mein tiefstes Mitgefühl - ich kann so gut nachfühlen, wie es Dir geht. Die Geschichte meines Mannes und mir ist ähnlich, man denkt, man hat den Krebs im Griff, es geht weiter, und plötzlich schlagen diese entarteten Zellen dermaßen zu, dass es kein Halten mehr gibt. Der ganze Kampf, die ganzen Behandlungen, die Schmerzen, das Hoffen und Bangen - auf einmal alles vorbei. Mein Mann war 52, als er starb. Wir waren "nur" 23 Jahre zusammen, aber ja, das war mein halbes Leben... Und so fühle ich mich jetzt auch im übertragenen Sinn - die Hälfte meines Lebens fehlt und kommt nie wieder. Das ist jetzt 2 Jahre her und ich kann es immer noch nicht fassen. Ich bin damals aus unserer gemeinsamen Wohnung ausgezogen, weil ich ihn in jedem Winkel gesehen und gespürt habe. Der Wohnungswechsel war ganz gut, zumindest habe ich keine "Geister" mehr gesehen. Wir hatten auch noch so viel vor. Wir waren so fit, begeisterte Motorradfahrer, und unser Rententraum war, ab auf die Bikes, nach Südamerika und die Panamerica abfahren. Genießen, was wir uns mit jahrzehntelanger Arbeit verdient haben. Nichts war's... Fühl Dich umarmt. Ganz liebe Grüße, Ena -

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      InaMarianne -

      Liebe Ena, danke für deine Zeilen. Genau wie du beschreibst, so fühle ich mich..mir fehlt eine Hälfte. Am Tag, wenn ich arbeiten gehe ist soweit alles ganz gut. Aber abends ist es kaum zum Aushalten. Wir haben immer so viel geredet, zusammen soviel gelacht, alles gemeinsam gemacht...am 1.Advent planten wir zusammen eine Schiffsreise und dann beginnt dieser Alptraum. Selbst am 21.1.20 redeten wir noch von unserer Reise und dann geht es so plötzlich bergab. Kein Arzt hat mich darauf vorbereitet, was passieren könnte..alle machten uns Mut...die letzten 3 Tage seines Lebens hab ich wie einen bösen Film in Erinnerung. Das Einzige wofür ich dankbar bin, ist das er noch ins Hospiz kam und wir bei ihm waren. Wir konnten auch zusammen bewusst keinen Abschied nehmen, weil er von jetzt auf gleich nicht mehr ansprechbar war. Und das belastet mich sehr. Ich weiß nichts von seinen Gedanken, ob er gemerkt hat, dass er es nicht schafft. Ich hoffe nur , dass er gefühlt hat, dass ich an seiner Seite war..bis zum Schluß.Aus dem Haus ausziehen, schaffe ich nicht. Wir haben es mit eigenen Händen aufgebaut. Aber ich werde renovieren, denn das wollten wir zusammen sowieso diesen Sommer. Es tröstet mich nur der Gedanke, dass er jetzt nicht mehr leiden muß....Ich schicke dir auch eine feste Umarmung...Liebe Grüße Ina

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      Funny -

      Ein trauriges aber liebes Willkommen hier bei uns - vielleicht solltest du deinen Text ins Forum schreiben, hier geht es sehr schnell unter. Mit einer lieben Umärmelung,

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