Woran Denkt ihr gerade so?

  • Liebe Frieda, danke für deine tröstenden Worte. Es tut mir gut zu wissen, dass meine Liebe immer bei mir ist und dass es noch Menschen gibt, denen ich sie schenken kann. Ich werde weiterhin offen sein für die Menschen um mich herum und hoffe, dass ich eines Tages den "Richtigen" finde. Ich werde nicht aufgeben. Danke.


    AL,

    Trauernde2.0

  • Post by FrankThiel ().

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  • Aber ja lieber Frank - das werde ich tun, sowas von gerne,

    Wie immer das auch funktionieren wird, ich denke aber es braucht irgendeine Verbindung und auch eine Offenheit - so wie ein Sender nur einen empfangsbereiten Empfänger braucht *denk*


    Ich las vor Jahren mal ein Buch über Engel und darin hieß es man kann einen Engel nur wahrnehmen wenn man dazu bereit ist.

    Welch ein Blödsinn wie ich erst dachte aber ist es nicht auch mit Wundern so - die einen sehen als soches wenn es einem begegnet für andere wird es stets nur ein Zufall oder Glück sein.


    Oh welch ein Thema *lächel* so vielfältigt um stundenlang darüber zu reden oder eben auch es nur kurz zu belächeln.


    Mit einer lieben Umärmelung,

    Funny.

  • Liebe Trauernde,


    da bin ich ganz bei Frieda, sei froh, dass du lieben kannst... Liebe, die man für jemand empfindet ist ein großes Gefühl - wunderbar ist dann, wenn jemand dich liebt, wie du ihn liebst...

    im Laufe des Lebes geschieht es nicht selten, dass du jemanden liebst, der jemand anders liebt - oder dich liebt jemand, dem du die gleichen Gefühle nicht entgegen bringst.

    Darum einfach Augen und Herz offen halten, dann erkennst du auch den richtigen. Du bist noch sehr jung, halte doch erst mal Ausschau nach guten Freund*innen, denn die können einem viel geben, wenn man Liebeskummer zu verkraften hat oder wie jetzt den Verlust eines geliebten Menschen - dein Ex gehört jedenfalls nicht dazu.


    Alles Liebe und Gute dir weiterhin

    AnHe

  • Liebe Frieda, danke für deine tröstenden Worte. Es tut mir gut zu wissen, dass meine Liebe immer bei mir ist und dass es noch Menschen gibt, denen ich sie schenken kann. Ich werde weiterhin offen sein für die Menschen um mich herum und hoffe, dass ich eines Tages den "Richtigen" finde. Ich werde nicht aufgeben. Danke.


    AL,

    Trauernde2.0

    Liebe Trauernde,


    da ich nicht umgeblättert hatte, hatte ich diesen Eintrag von dir vor meiner Antwort noch nicht gelesen. Es war also etwas doppelt gemoppelt, aber wie schön, dass du Friedas Rat so annehmen kannst:)


    Liebe Grüße noch einmal AnHe

  • Am 17.05.1943, heute vor 81 Jahren wurde u.a. die Möhne-Staumauer von der Royal Air Force bombardiert. Der Angriff forderte 1250 zivile Todesopfer. Die Familie meiner Großmutter väterlicherseits wurde dabei fast vollständig ausgelöscht. Nur meine Großmutter und eine Großtante überlebten, weil sie nach auswärts geheiratet hatten. Es war ein Kriegsverbrechen. Das Familienfoto der getöteten Familie meiner Großmutter hat mein Vater aufgehängt und es hängt immer noch in meiner Küche.


    Heute um 15 Uhr wurde auf der Möhne-Staumauer (lt. Artikel im Soester Anzeiger vom 16.05.2024) den 54 Gefallenen der Operation Chastise der Royal Air Force gedacht. Organisiert von einer britischen Privatperson, unterstützt von den Bürgermeistern der angrenzenden Gemeinden und Reservistenkameradschaften von Bundeswehr und britischer Armee, mit hochrangigen Gästen aus GB und Kanada. Mein Vater dreht sich gerade im Grab um, ich fühle das.


    Ich stelle mir vor, ich würde nach Wolgograd reisen und an der Mutter-Heimat-Statue den Gefallenen der deutschen Wehrmacht gedenken, ohne die 27 Mio. Gefallenen der Roten Armee nur mit einem Wort zu erwähnen. Was dann los wäre. Und das mit Recht!


    Niemals hätte mein Vater eine solche Veranstaltung besucht und ich weigere mich ebenfalls, das zu tun! Ich habe den heutigen Tag an dem Ort verbracht, an dem meine Vorfahren jämmerlich nachts in den Fluten ertrunken sind.

  • Ralf:

    Da stimme ich dir zu. Trotz der von Hitler-Deutschland begangenen enormen Verbrechen sollte man nicht übersehen, dass auch die Handlungen der Alliierten teilweise Kriegsverbrechen gewesen sind. Diese Tatsache wird allerdings gerne verschwiegen. Sowie auch in der DDR die Kriegsverbrechen der Sowjets bewusst verschwiegen worden sind.

  • Post by Emmi ().

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    Hallo liebe Emmi,


    das Forum hat sich verändert ... das Forum war am Ende ... und langsam langsam kommt es wieder!


    Jedenfalls hast du eines ganz und gar nicht mitbekommen: dieses Forum hier ist kein "rein kirchliches Forum" ... !

  • Liebe Emmi,


    Ich denke gerade daran, wie sehr sich dieses Forum in meinen Augen verändert hat. Es war für mich eine Heimat für Trauernde in ihrem großen Schmerz auf der Suche nach Verständnis und etwas Halt. Jetzt habe ich den Eindruck, daß es immer öfter als Bühne zur Verbreitung eigener Ansichten genutzt wird. Wobei man sich gelegentlich auch mal gerne über andere erhebt. Bei dem Thema Tod bleiben religiöse Sichtweisen nicht aus. Diese standen aber nie im Mittelpunkt, sondern die Trauer und der gegenseitige Beistand. Nicht gläubig sein bedeutet für mich, daß ich an keine überirdische Macht jenseits der Naturgesetze glaube. Deshalb kann ich trotzdem sehr tief fühlen, habe eine rege Phantasie, viel Vorstellungsvermögen, Ideale und kann durchaus Dinge empfinden, die ich weder fühlen noch anfassen kann. Missionieren ist für mich der Versuch, das Denken, Handeln und Fühlen anderer beeinflussen zu wollen. Das übernehme ich bei mir lieber selber, hinterfrage gern. In den Kreisen, in denen ich verkehre, wurden bisher die religiösenGefühle des Gegenüber immer respektiert, egal wie man selber darüber denkt. Das würde ich mir auch umgekehrt wünschen. Vielleicht habe ich aber auch etwas nicht mitgekommen und das ist hier ein rein kirchliches Forum.

    L.G.Emmi

    Liebe Emmi,


    mir ist nicht ganz klar, auf welche Entwicklung Du dich beziehst. Ich möchte gerne einige Aussagen von Dir kommentieren. Ich habe Deine Aussagen in Anführungszeichen gesetzt und meine Antworten darunter geschrieben:


    "Jetzt habe ich den Eindruck, daß es immer öfter als Bühne zur Verbreitung eigener Ansichten genutzt wird"


    Was unterscheidet denn ein Internetforum von einer "Bühne zur Verbreitung eigener Ansichten"? Es gibt hier ein klares Thema, an das sich nach meinem Eindruck alle halten aber wir sind hier im Bereich "Woran denkt ihr alle so?". Könntest Du mir mal erklären, wo es eine Überschreitung des Themas gegeben hat? Ich verstehe das nicht.


    "Nicht gläubig sein bedeutet für mich, daß ich an keine überirdische Macht jenseits der Naturgesetze glaube. Deshalb kann ich trotzdem sehr tief fühlen"


    Hat das irgendjemand hier bestritten?


    "Missionieren ist für mich der Versuch, das Denken, Handeln und Fühlen anderer beeinflussen zu wollen."


    Das ist korrekt, aber das ist trivial. Das kommt in beinahe JEDER Diskussion vor. Würdest Du mir zustimmen, daß die Lösung für dieses Problem darin besteht, daß man einfach zu seiner eigenen Meinung steht?


    "In den Kreisen, in denen ich verkehre, wurden bisher die religiösen Gefühle des Gegenüber immer respektiert, egal wie man selber darüber denkt. Das würde ich mir auch umgekehrt wünschen."


    In den Kreisen, in denen ich verkehre, ist das auch so. Ich bin fast ausschließlich mit Nichtgläubigen zusammen, aber es hat sich noch nie jemand über meinen Glauben beschwert. Bist Du der Meinung, daß Deine negative Einstellung zur Religiösität hier nicht respektiert wird? Könntest Du dafür Beispiele nennen? Mir ist hier keine Äußerung bekannt, in der die Abwesenheit von religiösen Gefühlen nicht akzeptiert wurden.


    "Vielleicht habe ich aber auch etwas nicht mitgekommen und das ist hier ein rein kirchliches Forum."


    Das kann ich nicht nachvollziehen. Ist jedes Forum, in dem sich jemand so äußert, daß er gläubig ist, ein "kirchliches Forum"? Oder wie kommst Du zu dieser Einschätzung? Und wenn das hier so sein sollte, dann die Frage, von welcher Kirche? Ich bin selbst gläubiger Christ, gehöre aber keiner Kirche an. Oder möchtest Du hier vielmehr das Forum rein säkulär und frei von Spiritualität, Transzendenz und Religiösität halten?


    Ich wäre da mal gespannt auf Deine Antworten.


    Liebe Grüße

    Ralf

  • Post by Emmi ().

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  • Liebe Emmi,


    vielen Dank für deine Antworten. Offenbar hast du recht darin, daß wir in der Art und Weise, wie wir uns jeweils dieses Forum vorstellen, wenig gemeinsam haben. Ich habe wenig Erfahrung mit Trauerforen allgemein, ich bin mit Lebenshilfe-Foren vertraut, da war ich schon zweitweise aktiv, aber ein Trauer-Forum ist nochmal eine ganz eigene Kategorie, weil verschiedene Menschen ganz verschiedene Herangehensweisen haben, mit dem Schicksal umzugehen.


    Ich habe früher einmal gedacht, analog zu Lebenshilfe-Foren, daß Menschen, die jahrelang einen lieben Menschen betrauern, es einfach nur nicht schaffen, aus der Trauersituation herauszukommen und man diesen Menschen vielleicht helfen kann mit neuen Denkanstößen. Ich habe jetzt gelernt, daß es zumindest z.T. Menschen sind, die gar nicht aus der Trauer heraus wollen. Gut, das kann jeder selbst entscheiden. Ich für meinen Teil wollte immer heraus, zurück ins Leben. Und ich habe keinen Zweifel daran, daß auch mein Vater das immer gewollt hat, daß ich nach seinem Tod zurück ins Leben finde. Und dafür bin ich ihm dankbar. Er war der beste Vater, den ich mir wünschen konnte! Ich empfinde heute überwiegend Dankbarkeit und weniger Trauer.


    Ich habe selbst keinen Thread hier über meine Geschichte. Diese befindet sich verstreut über mehrere Antworten. Ich habe damals erklärt, warum ich das so gemacht habe. Ironischerweise deshalb, weil ich (damals auch selbst noch in der frischen Trauer) einige Antworten eher unsensibel fand. Mit dem Wissen von heute räume ich ein, daß diese Antworten schon irgendwo ihre Berechtigung hatten. Aber wenn der Trauernde nichts an seiner Situation ändern möchte, wäre ich der Letzte, der ihm das Recht dazu nicht zugestehen will.


    Ich telefoniere regelmäßig mit der besten Freundin meiner Eltern, sie lebt nicht mehr hier am Ort, wir beiden sind die letzten Überlebenden aus dem Kreis unserer Familie und Freunden und sie ist so um die 90. Das ist etwas, das mich enorm weitergebracht hat. Wir kennen uns mein ganzes Leben lang, sie hat selbst auch ihren Mann letztes Jahr beerdigen müssen, wir sind nicht in allem einer Meinung, gläubig ist sie genauso wenig wie mein Vater, aber es gibt eine gesunde Basis und wir stützen uns gegenseitig.


    Atheisten Gefühle abzusprechen ist natürlich Unsinn. Ich kenne solche Posts nicht und kann sie nicht beurteilen. Was ich allerdings schon bedenklich finde, sich von lieb gemeintem Zureden von Trauergästen verletzt zu fühlen. Ein psychisch gesunder Mensch würde zumindest die gute Absicht erkennen, glaube ich, auch wenn ihm das Gesagte nicht weiterhilft. Wenn nicht einmal das möglich ist, würde ich mir um diesen Menschen schon Sorgen machen, schon aus meiner Erfahrung aus dem Lebenshilfe-Forum.


    Was ich ebenso wenig nachvollziehen kann, ist, daß man sich von "Werbung" für die Bibel getriggert fühlen kann. Ich hatte über weite Strecken meines Lebens immer mit den Zeugen Jehovas an meiner Haustür zu tun, das war lästig, wenn ich den wechselnden Missionaren immer dasselbe erklären mußte. Aber ich habe das ausgehalten und den Menschen geduldig immer erklärt, daß ich keinen Bedarf an einer Mitgliedschaft in einer Glaubensgemeinde habe. Aber das waren freundliche Menschen und sie haben es verdient, daß man sie ebenso freundlich und respektvoll behandelt. Wer halbwegs in seiner Mitte ist, der schafft das und das schaffe ich auch heute noch.


    Wohin dieses Forum in Zukunft geht, entscheidet in letzter Konsequenz der Betreiber. Angesichts der aktuellen Differenzen würde ich mich zurücknehmen und lieber die Menschen entscheiden lassen, die vielleicht schon länger hier sind und hier eine Heimat gefunden haben und die auch in der Form behalten möchten. Ich würde dem nicht im Weg stehen wollen.


    Liebe Grüße

    Ralf

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