Mein geliebter Ehemann

  • Hallo,

    ich habe meinen geliebten Ehemann am 23.1.26 verloren.

    Erst zwei Tage her.

    Er war erst 42 Jahre alt.Jetzt bin ich mit 37 Jahren Witwe.

    Mein Herz ist einfach nur gebrochen.

    Ich bin zutiefst fassungslos und geschockt.

    Ich habe nicht wirklich Jemanden mit dem ich reden kann.

    Unsere Tochter(13 Jahre) ist eben so fassungslos.

    Ich versuche stark zu sein für sie aber ich schaffe es nicht.

    Ich zerbreche gerade selber.

    Es war so plötzlich und unerwartet.

    Während eines Streits mit der Nachbarin.

    Die uns einfach fertig gemacht hat,kippt er plötzlich um.

    Ich habe versucht ihn zu reanimieren.

    Diese Bilder werde ich nicht vergessen.

    Nachbarn die geholfen haben.Nachbarn und Menschen die nur gucken wollten.

    Alle haben meinen Schatz angeschaut.

    Ich kann es nicht glauben.Ich will es nicht glauben.

    Ich habe doch gerade erst mit ihm geredet.

    Ich schaffe nichts.

    Ich esse nichts.Mir ist nur schlecht.


    Wir wollten im April gemeinsam in eine schöne neue Wohnung ziehen,weil unsere jetzige voll ist mit Schimmel.

    Wir haben zwei Junghunde die noch viel Zeit und Arbeit kosten.


    Mein Mann war immer der stärkere von uns beiden.Er hat mir soviel abgenommen.

    Jetzt muss ich alles alleine schaffen.

    Natürlich hilft meine Familie aber das ist nicht dasselbe.


    Wir haben noch einen gemeinsamen Embryo eingefroren weil wir uns nicht den Wunsch nach einem gemeinsamen Kind erfüllen konnten.


    Meine Tochter hat er geliebt wie seine eigene.


    Keiner kann meinen Schatz ersetzen.Und ich möchte ihm noch so viel sagen,weil auch nicht immer alles gut zwischen uns lief.Da mache ich mir fürchterliche Vorwürfe.


    Ich weiss nicht wie es weiter gehen soll.

    Ich habe Angst vor dem Tag und Angst vor der Nacht.


    Entschuldigt den langen Text

  • Liebe Sarah, so frisch so schlimm und es gibt einfach keine Worte die trösten könnten.

    Von einem auf den anderen Moment und nichts ist mehr wie es war, kann nicht mehr werden wie geplant.

    Allein und schutzlos egal wie viele Menschen man so an seiner Seite hat - erst einmal fühlt man nur den eigenen Schmerz auch wenn man stark sein will noch für andere - wie weenn die Kraft fehlt - einfach alles fehlt um sich selbst zu helfen.


    Reden aber kannst du noch immer mit ihm - natürlich anderes als es war aber ich für mich glaube daran das unsrere Lieben uns noch nah sind - nicht einfach nur weg.

    Da ist so viele ziwhscen Himmel und Erde das einfach nicht erklährbar ist.


    Ich wünsche dir erst einmal alles was es gerade für dich braucht - einen Schritt nach dem anderen - in deiner Zeit, in deinem Können.



    Mit einer lieben Umärmelung,

    Funny.

  • liebe Sarah,

    auch ich kann Dich nicht trösten aber vielleicht tut irgendwann ein bisschen Zuspruch gut. An sowas mag man gar nicht denken und irgendwie wirst Du es schaffen (müssen). Ich hoffe Du hast Familie, Freunde usw. mit denen Du vielleicht reden kannst?

    Du hast gesagt Du hast 2 Hunde, die werden Dich zumindest etwas ablenken.Im Moment ist alles in Dir einfach nur schrecklich und das braucht seine Zeit (auch eine Floskel aber so ist es), Ich glaube drüber hinweg kommt man nie richtig.


    alles Liebe

    Sabine

  • Ich weiß nicht recht, was ich sagen soll, außer dass das, was du durchmachst, unglaublich heftig ist… jemanden so plötzlich zu verlieren, mit so starken Bildern im Kopf, das erschüttert den ganzen Körper und das ganze Herz.

    Dass du nichts essen und nicht funktionieren kannst, ist leider etwas, das viele am Anfang durchmachen, der Schock ist noch da. Versuch einfach, dich an ganz kleine Dinge zu halten: Trink ein bisschen Wasser, atme, ruh dich aus, wenn du kannst, auch wenn es nur ein paar Minuten sind.

    Deine Tochter braucht keine perfekte und starke Person, die immer für sie da ist, sondern einfach nur ihre Mutter, auch wenn sie gerade zerbrechlich ist. Und auch du verdienst jemanden, mit dem du wirklich reden kannst, vielleicht einen Angehörigen oder sogar hier, wenn du dich damit wohlfühlst, einfach um mit all dem nicht allein zu bleiben.

    Manchmal können auch ganz kleine gemeinsame Momente ein bisschen Halt geben – selbst einfache Ideen für Zeit mit Kindern am Wochenende können helfen, wieder etwas Struktur zu finden.

    Viel Mut! Ein Tag nach dem anderen.

  • Liebe Sarah,

    ich weiß, dass es nie wieder dasselbe sein wird, und ich weiß, dass die Familie unterstützend ist. Aber sie wird deinen geliebten Mann nicht ersetzen. Es gibt keine Worte, die diesen starken, plötzlichen Verlust beschreiben könnten. Es ist das Schlimmste auf der Welt, einen geliebten Menschen zu verlieren; es ist so traurig, wenn jemand so jung von einem geht.

    Ich kann dir nur sagen, dass es mir geholfen hat, hier zu schreiben, und dass es mir geholfen hat, mit ihm in Gedanken oder laut zu reden. Daran zu glauben, dass er in meiner Nähe ist und alles hört, was ich ihm sage oder frage. Ja, ich habe meinen Vater und nicht meinen Mann verloren. Ich habe noch keinen Mann, aber ich glaube, es hilft etwas.

    Ich hoffe, du schaffst es irgendwann, besser damit klarzukommen. Ich sende dir alle Kraft dieser Welt.


    Alles liebe Kate

  • Liebe Sarah,


    es tut mir sehr leid für deinen Verlust. Ich habe vor 3 Wochen meine Mutter verloren (auch plötzlich und unerwartete verloren. Im Oktober letzten Jahres haben wir meinen Schwager mit 50 Jahren plötzlich an einem

    Herzinfarkt verloren, seine Frau war auch mit 47 Jahren plötzlich Witwe. Das Leben wie sie es kannte oder es sich vorgestellt hat, gab es plötzlich nicht mehr. Die Frage wie es weitergehen soll habe auch mir nach dem Tod meiner Mutter gestellt. Es ist immer noch schwer, aber ich habe geschworen nicht aufzugeben (habe 2 Kinder). Die Trauer kommt in Wellen, mal geht es ganz gut, aber dann erwischt es mich eiskalt. Gib nicht auf!


    VG Nina

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