Meine Mama ist am 20.11.2025 unerwartet verstorben sie fehlt mir so sehr

  • Am 20.11.2025 habe ich meine Mama unerwartet verloren …. Sie wurde nur 67 Jahre alt .

    Ich bin so verzweifelt weil meine Mama der wichtigste Anker in meinem Leben war , sie war immer für mich da … hat mir die schönste Kindheit geschenkt …. Ohne sie bin ich so verloren. Zumindest fühlt es sich so an . Es waren auch noch sehr viele Vorfälle zudem passiert, meine Mama wurde noch vertauscht was mir dann aufgefallen war am Tag der Verabschiedung am offenen Sarg , einfach alles grausam…( war auch im Januar überall in den Medien ) bis heute hab ich das ganze noch nicht verarbeitet. Bin 35 und fühle mich so hilflos…

  • hallo,

    jetzt musste ich schlucken bei Deinem Text. Meine Mama ist vor 6 Jahren verstorben und man hat die Urne in ein falsches Grab gelegt. Und wir waren so geschockt das wir nichtmal was gesagt haben, erst kurz danach. Ich habe ein Jahr ein ganzes Jahr auf eine Entschuldigung gewartet. Die kam auch aber nur weil ich keine Ruhe gab. Scheint ja öfter zu passieren.

    Ich bin 68 und fühle mich in manchen Situationen immer noch hilflos und das dauert leider noch eine Zeit. Richtig helfen kann man da leider nicht, man kann es ja nicht auf Knopfdruck ausschalten. Halte einfach jeden Tag irgendwie durch und irgendwann wird es leichter, mehr kann ich leider nicht empfehlen. Ich bin die erste Zeit oft am Grab gewesen, das tat auch ganz gut. Ich habe aber auch eine Schwester mit der ich immer reden konnte.


    hast Du denn Menschen mit denen Du drüber reden kannst? Hilft auch etwas, gemeinsame Erinnerungen austauschen usw. Hier schreiben hilft übrigens auch. Oder vielleicht eine Trauergruppe?


    ich wünsch Dir auf jeden Fall alles Gute


    LG

    Sabine

    .

  • Hallo,

    danke dir von Herzen für deine offenen und ehrlichen Worte. Es tut mir sehr leid, das du das mit deiner Mama ebenfalls erleben musstest .


    Auf eine Entschuldigung warte ich auch bis heute noch ….ich denke auch nicht das da noch eine kommen wird :( das schlimmste ist auch einfach hätte ich Mama nicht noch einmal sehen können oder wollen , hätte ich tatsächlich eine fremde Dame beerdigt das nimmt einem zu der Trauer auch noch sehr mit

    .

    Ich habe aktuell das Gefühl es hilft nichts so richtig …. Gehe auch öfter zum Grab und es tut gut aber gleichzeitig so weh .

    Ich habe zum Glück eine kleine Tochter die mich weiter funktionieren lässt , und auch einen Partner mit dem ich reden kann …


    Ich dachte vielleicht hilft es mir mit Leuten mich auszutauschen den es ähnlich geht wie mir , weil ich denke diese Menschen verstehen einen einfach mehr .


    Eine Trauergruppe habe ich einmal besucht , aber ich glaube der Zeitpunkt war nicht richtig war 3 Wochen nach Mama verstorben ist , habe da nur geweint ….


    Vielen lieben Dank für deine lieben Worte ❤️

  • Ein liebes Willkommen bei uns liebe Alena, heftig das so zu lesen was ja kaum für möglich hält und doch viel zu oft passiert.

    Schön aber das du mit deinem Mann reden kannst und deine kleine Tochter dich vor einem Rückzug bewahrt, viele sind allein und wissen mit sich nirgends wohin, ziehen sich komplett zurück und ertrinken an nicht geweinten Tränen und unausgesprochenen Worten.

    So eine Trauergruppe kann schon hilfreich sein und ich glaube sogar den richtigen Zeitpunkt gibt es gar nicht wirklich dafür.

    Was will man auch erwarten außer seinen Tränen freien Lauf zu lassen und Worte los zu werden sie man seinem Partner nicht zumuten möchte.

    Vielleicht probierst du es irgnedwann einfach noch einmal denn ich weiß wie wichtig ein Austausch unter Wissenden sein kan bzw ist.

    Sie verstehen anders, sie wissen aus erleben und nicht nur aus : ich denke mal.


    Ich wünsche dir diesen Austausch und die Stärke die so eine Trauer fordert und alles was es sonst gerade für dich braucht.


    Mit ienr lieben Umärmelung,

    Funny.

  • Liebe Funny,

    danke dir von Herzen für deine so lieben und mitfühlenden Worte. Es tut wirklich gut, so verstanden zu werden.

    Du hast so recht – vieles fühlt sich einfach unwirklich an, und gleichzeitig ist es doch Realität. Umso dankbarer bin ich, dass ich meinen Mann und meine Tochter habe, die mich ein Stück tragen.

    Deine Worte zur Trauergruppe haben mich auch sehr berührt. Vielleicht war ich noch nicht so weit – aber ich nehme mir deine Gedanken mit und werde es bestimmt irgendwann noch einmal versuchen.

    Es hilft sehr, sich mit Menschen auszutauschen, die wirklich wissen, wovon sie sprechen. Danke, dass du mir genau dieses Gefühl gegeben hast.

    Fühl dich ebenfalls lieb umarmt,

    Alena

  • Schön wenn ich für dich die richtigen Worte gefunden habe - ist nicht immer so leicht weil man sich ja eigentlich nicht kennt.

    Was man kennt aber ist dieser Schmerz, diese Hilflosigkeit - das Gefühl sich selbst zu verlieren und selbst nicht mehr zu verstehen scheint.

    Worte und Taten die man für sich für undenkbar gehalten hat - so viele Gedanken die man nicht wirklich einordnen kann.


    Dann die Suche nach irgendetwas das helfen könnte, am liebsten ein Zurück dahin wo noch alles gut war.

    Es gibt leider kein zurück, aber es gibt ein es kann anders gut werden - schau deine Tochter an und sieh da die Zukunft, das Leben, für das es lohnt durchzuhalten.

    Versuche deinen Frieden zu machen auch wenn das dauert , auch wenn es erst einmal ein alles über haupt verstehen können heißt.


    Ich bin über die Jahre stolze Oma geworden und wenn ich heute eines weiß - es wäre mir so viel Gutes entgangen wenn ich mich nicht über den Weg gekämpft hätte - diesen Verdammten Weg den man am liebsten verlassen und sich vergraben hätte - vergraben in dieses Trauerloch das ein ganzes Leben aus den Fugen haut.


    Mit einer lieben Umärmelung,

    Funny.

  • Liebe Funny,

    danke für deinen Antwort,Du hast vieles so beschrieben, wie es sich wirklich anfühlt ,dieses Durcheinander im Kopf, die Gedanken, die man selbst nicht mehr einordnen kann, und dieses Gefühl, sich irgendwie zu verlieren. Es tut gut zu lesen, dass man damit nicht allein ist.

    Auch wenn es schwer ist, fand ich deinen Gedanken sehr ehrlich, dass es kein „Zurück“ gibt. Aber gleichzeitig macht es Hoffnung, dass es irgendwann einfach anders wieder gut werden kann, auch wenn man sich das am Anfang kaum vorstellen kann.

    Dass du heute sagen kannst, dass es sich gelohnt hat, weiterzugehen, gibt einem irgendwie Mut. Gerade wenn man selbst noch mittendrin steckt und alles so schwer wirkt.

    Danke, dass du das so offen geteilt hast.

    Liebe Grüße

    Alena

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