Posts by m-m-chen

    Liebe Oodenson,


    es tut mir leid, dass dein Vater gehen musste. Ich lese deine Zeilen und weiß genau, wie du dich fühlst. Man kann sich auf diesen Moment nie vorbereiten und auch wenn man weiß, dass unsere Zeit hier auf Erden endlich ist und wir irgendwann gehen müssen bzw. einen lieben Menschen gehen lassen müssen, macht es alles nicht einfacher. Ich könnte dir hier so viel schreiben, wie es mir ging und geht und dass es so viele Parallelen zu allem gibt, was du hier schreibst, aber das möchte ich nicht, denn du leidest wegen deines Verlustes und dein Herz ist eh schon schwer genug.


    Daher möchte ich dir auf diesem Weg ganz viel Kraft wünschen, schicke dir einen festen Drücker und wenn du magst, darfst du mir gerne schreiben.


    Alles Liebe
    m-m-chen

    Liebe Schneeflocke,


    diese Leere, ja, die kenne ich auch. Als mein Vati ging, ging ein Teil meines Herzens und noch so viel mehr mit. Diese Fröhlichkeit und Leichtigkeit, die das Leben lebenswert machen, suche ich ganz oft. Es ist nichts mehr wie es war und das wird es auch nicht mehr. Man weiß, man ist nur Gast auf Erden, aber egal wann man einen geliebten Menschen gehen lassen muss, man ist darauf nicht vorbereitet und es tut weh, jeden Tag aufs Neue. Die Trauer und dann das schreckliche Vermissen machen alles nicht wirklich einfacher. Die Erde dreht sich weiter, die Zeit vergeht irgendwie, und alles fühlt sich für mich immer noch unwirklich an. Aber sein Platz ist und bleibt leer und das bringt mich immer wieder zum Weinen. Mir fehlt mein Vati so sehr und ich weiß wie du dich fühlst.


    Ich schicke dir viel Kraft und liebe Grüße und drück dich


    m-m-chen


    PS. Schnubselchen, mir geht es wie dir. Ich drück dich auch.

    Lieber Kevin,


    es geht noch grausamer - hier spreche ich für mich (aber es gibt bestimmt noch andere Eltern, die das kennen). Leider habe ich auch ein Sternchen und als ich mein Kind hergeben musste durfte ich es noch nicht mal beerdigen. Ein kurzer Abschied, um den ich fast noch kämpfen musste, mehr nicht. Einfach zu leicht und zu klein und noch nicht lebensfähig, aber ein kleiner Mensch und dennoch einfach ausgelöscht, als hätte es ihn nie gegeben. Natürlich bleibt mein Kind ein Teil meines Herzens, aber es macht mich immer wieder traurig und begleitet mich mein ganzes Leben.


    Aber zum Glück soll das inzwischen für Sternenkinder-Eltern anders geregelt sein.


    Traurige Grüße


    m-m-chen

    Liebe black-holly, liebe theri,


    egal, wie viel Zeit vergeht - obwohl doch die Zeit angeblich Wunden heilen soll - es wird nicht wirklich besser. Das Vermissen wird von Tag zu Tag mehr, dass alles nicht mehr ist, wie es einmal war, das bestätigt sich jeden Tag aufs Neue. Es geht weiter, es muss, aber wie? Ich habe keine Geschwister, aber letztendlich ist auf Geschwister auch nicht immer Verlass. Auch angebliche "Freunde" lernte ich in meinem Leben schon zur Genüge kennen und es gibt sie nicht wirklich, zumindest nicht in meinem Leben. Dennoch habe ich das Glück, meine kleine Familie zu haben. Meinen Vati habe ich hier bei mir auf Erden leider nicht mehr, aber meine Mutti (um die ich seit ihrer Erkrankung jeden Tag bangen muss), meinen Sohn (der meinem Leben den Sinn gibt jeden Morgen aufzustehen) und meinen Mann (der mich unterstützt, aber seine Eltern noch haben darf und diesen Verlust noch nicht so richtig nachvollziehen kann). Wie ihr seht, noch nicht mal so viel wie Finger an einer Hand, aber ich bin dankbar dafür. Aber dafür ist die Lücke, die Vati hinterlassen hat, umso größer. Und dieser Tag des letzten Atemzuges hat sich in mein Gedächtnis gebrannt. Wenn ich im Bett liege sage ich mir immer, dass ich nicht nachdenken möchte, denn diese Gedanken lassen mich nicht zur Ruhe kommen. Ich drehe mich Kreise und es ändert nichts an der Tatsache, im Leben loslassen zu müssen. Und der Gedanke ans "Gehen" macht wir Angst. Hoffen auf ein Wiedersehen lässt mich manchmal den nächsten Tag überstehen, aber es ist und bleibt schwer. Klar hätte Vati nicht gewollt, dass es uns so ergeht, aber ich glaube, nein ich weiß eigentlich, er hat es geahnt.


    Und nicht mit jedem Menschen kann man darüber reden, auch Menschen, die solch ein Schicksal schon erlebt haben. Manche kommen damit besser zurecht und so zieht man sich zurück und versucht zu funktionieren. Bis irgendwann unser Moment kommen wird. Und dafür wünsche ich mir wenigstens - auch wenn ich es nicht in der Hand habe - dass mein Sohn auch seine eigene kleine Familie haben wird, die ihn auffangen kann. Ach je, jetzt heule ich gleich los und mag gar nicht daran denken. Sorry dafür.


    Tja, und das Vertrauen zu Ärzten habe ich auch schon lange verloren.


    Ich drück euch auch und schicke liebe Grüße


    m-m-chen

    Liebe Martina,


    es tut mir leid, dass du deine Mama gehen lassen musstest. Ich kann dich sehr gut verstehen. Es ist wichtig und richtig sich alles von der Seele zu schreiben. Auch ich habe einen Ort gesucht, an dem es Menschen gibt, die das gleiche Schicksal teilen, ohne auf einen bestimmten Tag und eine bestimmte Uhrzeit warten zu müssen, wenn man evtl. eine Trauergruppe außerhalb der eigenen vier Wände gefunden hat. Die Gedanken, die Gefühle, die Trauer, der Schmerz kennen keine Uhrzeit, sie kommen unerwartet und sind meistens unser ständiger Begleiter. Auch ich komme nicht wirklich damit zurecht, meinen Vati nicht mehr bei mir zu haben, es tut so weh nicht in sein Gesicht schauen zu können, ihn nicht einfach mal in den Arm nehmen zu können, sein Lächeln fehlt, seine Stimme einfach mal zu hören, es ist so viel mit ihm gegangen und ich vermisse ihn täglich mehr. Man bleibt doch einfach auch Kind. Dann ist es wie bei dir, ein Elternteil muss dem anderen ins Grab schauen. Meine Mutti ist da, hat ihren Mann nach Jahrzehnten nicht mehr an ihrer Seite und leidet sehr. Sie ist nun auch sehr krank und ich weiß manchmal gar nicht, wie ich den nächsten Tag überstehe. Man tauscht irgendwann die Rollen und übernimmt einen großen Teil der Verantwortung. Und auch wenn man weiß, dass der Tag kommen wird, weil wir nur Gast auf Erden sind, ist es dennoch unendlich schwer und traurig Abschied nehmen zu müssen.


    Ich wünsche dir weiterhin viel Kraft und schicke dir liebe Grüße


    m-m-chen

    Liebe Judith,


    genau das, was du schreibst, war und ist bei mir auch. Nie hätte ich daran gedacht, dass Vati den letzten KH-Aufenthalt nicht überlebt. Genau wie du denke ich oft, was hätte ich anders/besser machen können. Damit komme ich auch überhaupt nicht klar. Und auch wenn man weiß, dass man nur Gast auf Erden ist, so schiebt man diesen Gedanken doch ganz weit vor sich her. Bis man auf den Boden der Tatsachen geholt wird - mit voller Wucht. Es tut mir so leid, dass du deinen Vater schon vor vielen Jahren hergeben musstest und jetzt auch deine Mutter - man bleibt doch immer das Kind seiner Eltern.


    Mich tröstet irgendwie gar nichts, ich hadere oft und zweifle und muss aufpassen, nicht zu verzweifeln, weil meine Mutti mich braucht. Ich bin zum Glück nicht ganz alleine, habe meine kleine Familie, die nun noch aus meiner Mutti, meinem Mann und meinem Sohn an meiner Seite besteht. Klein aber fein, aber nun nicht mehr komplett :( Meine Eltern waren schon viel früher als ich ohne ihre Eltern, eigentlich müsste ich dankbar sein - was ich natürlich auch einerseits bin. Aber es gibt eben noch andere "Kinder", die ihre Eltern noch länger haben dürfen. Und das macht mich dann wieder noch trauriger. Und da das nicht viele Menschen verstehen ist es schön, hier Menschen zu treffen, bei denen man sich nicht rechtfertigen muss, was man und wie man fühlt.


    Danke dafür...


    Sonnige Grüße


    m-m-chen

    Ja, genau so geht es mir auch...die Zeit arbeitet nicht wirklich für einen, zumindest für mich nicht, denke ich immer. Es ist nicht mehr wie es war und wird auch nie mehr so sein. Manchmal kann ich nicht glauben, dass die Zeit wirklich vergeht, dann frage ich mich, wie überhaupt ein Tag vergehen konnte und dann fühlt es sich an wie eine Ewigkeit, seit ich das letzte Mal hier auf Erden meinen geliebten Vater im Arm halten durfte. Mir fehlt er so sehr, dass ich es kaum beschreiben kann und nachdem ich noch nicht mal damit umgehen kann, einen meiner beiden Elternteile verloren zu haben, kämpfe ich mit Mutti um ihr Leben und versuche irgendwie zu funktionieren. Sie vermisst meinen Vater auch so sehr und muss nun auch noch selbst so großes Leid ertragen. Ich frage mich ganz oft nach dem Sinn des Lebens :(


    Ich drück dich


    m-m-chen

    Hallo,


    fühl dich erst mal gedrückt. Es tut mir leid, dass du deine Mama verloren hast. Als ich meinen geliebten Vati verloren habe, geriet meine kleine heile Welt von einem auf den andern Moment völlig aus den Fugen. Bis heute dreht sich die Erde zwar weiter, aber für mich nicht mehr wie zuvor. Zum Glück bin ich nicht ganz alleine, aber dennoch ist ein Teil von mir mitgegangen und die Lücke, die entstanden ist, bleibt. Auch ich habe nach Menschen gesucht, mit denen man darüber reden kann und sich nicht rechtfertigen muss, warum man so fühlt. Deshalb schreib dir immer alles von der Seele, was dich belastet, hier darf man das. Für mich ist diese Endgültigkeit schrecklich und ich vermisse ihn sehr. Aber wie Olga schreibt halte auch ich an der Hoffnung auf ein Wiedersehen fest, damit dieser Verlust irgendwie erträglich wird.


    Liebe Grüße


    m-m-chen

    Liebe Ellimu,


    es tut mir sehr leid, dass dein Mann gehen musste. Diese Tage - sei es eine Zahl oder eine andere Verbindung zu diesen Tagen - sind die, die es noch schwerer machen, als es eh schon alles ist. Und dieser verdammte heimtückische Krebs, mit dem ein Betroffener zu kämpfen hat und uns Angehörige so hilflos macht, lässt einen nicht los. Ich habe das mit meinem Vati erlebt, den ich hergeben musste - ein Weg mit Höhen und Tiefen und zwischen Hoffen und Bangen und dann die Kraft, die weniger wird bis zu dem Tag, an dem man loslassen muss, ob man will oder nicht. Die Leidensgeschichte, die ich bis heute nicht verarbeitet habe und sich nach ein paar Monaten nun bei meiner Mutti wiederholt. Ich kann so gut nachempfinden, was du schreibst. Was habe ich schon im Internet nach Hilfe gesucht, nach einem Weg, meine Lieben retten zu können, bei Vati habe ich das Gefühl versagt zu haben und nun bin ich bei Mutti mittendrin und weiß nicht, ob und wie es weitergeht.


    Und dann die Sache mit den Ärzten, wem kann man vertrauen, wer kann helfen, die Medizin und die Technik sollte doch so weit sein, zu erkennen und zu helfen, aber auch wenn es Fälle gibt, bei denen das anscheinend funktioniert (hat), es gibt noch so viele, die ihr Leben lassen müssen.


    Ich wünsche dir und deiner Familie viel Kraft und schicke dir liebe Grüße


    m-m-chen

    Liebe Jeanne88,


    es tut mir leid, dass auch dein Vater gehen musste. Es ist schwer, unendlich schwer. Bei dir ist noch alles frisch, aber auch bei mir heilte bis jetzt die Zeit nicht alle Wunden. Das wird auch sicher nie so sein. Ich lese deine Worte und fühle so sehr mit dir. Auch mein Vati war mein Held und auch er hatte für alles immer eine himmlische Geduld und eine Lösung. Er fehlt mir genau wie dir dein Vater und wie oft wünsche ich mir die Zeit zurück, in der ich ein kleines Mädchen war und die Welt irgendwie noch in Ordnung. War sie es nicht, waren meine Eltern da und alles war wieder gut. Nun bin ich wirklich dankbar für die Zeit, die wir zusammen hatten, aber was ist schon Zeit. Es ist immer zu früh loslassen zu müssen, gerade wenn eine so große Verbindung da ist. Man ist nie darauf vorbereitet und ich fahre immer wieder heulend im Auto durch die Gegend. Das kann nur jemand verstehen, der genauso fühlt und deswegen habe auch ich den Weg hierher gefunden. Ja, die Zeit...sie vergeht, obwohl ich dachte, die Welt müsse stehen bleiben. Es kommt mir vor wie gestern, dieser letzte Moment und dann fühlt es sich an wie eine Ewigkeit, so sehr vermisse ich ihn. Ich hoffe auf ein Wiedersehen, denn oft ist die Verzweiflung sehr schlimm.


    Ich drück dich und schicke dir liebe Grüße


    m-m-chen

    Liebe Paula,


    es tut mir leid, dass du deinen Papa verloren hast. Ich verstehe dich nur zu gut. Mir geht es genauso. Es ist einfach nicht mehr wie es war und wird auch nie mehr so werden. Darum bin auch ich hier. Es tut gut mit Menschen, die das gleiche Schicksal teilen, darüber reden zu können. Alles ist doch eh schon schlimm genug, aber man erträgt es alleine einfach nicht.


    Ich wünsche dir weiterhin jede Menge Kraft und alles erdenklich Gute.


    Liebe Grüße


    m-m-chen

    Liebe Belinda,


    es tut mir leid, dass du deinen Mann verloren hast und nun allein zu Hause bist. Wie lernt man wieder alleine zu sein...ich weiß es nicht. Ich hoffe, du findest einen Weg für dich, der es dich alleine aushalten lässt.


    Ich habe meinen Vati an Heiligabend verloren und bin seitdem auch irgendwie ständig auf der Flucht, obwohl ich nicht alleine bin. Und ich weiß auch nicht, wie ich damit klarkommen soll. Ich weiß, dass diesen Weg vor mir schon viele gehen mussten, aber wenn ich unterwegs bin, mag ich oft gar nicht mehr nach Hause, weil ich weiß, er ist nicht mehr da. Manchmal ist es kaum zu ertragen. Auch ich hoffe, dass es irgendwann leichter werden wird, aber wann, das frage ich mich jeden Tag aufs Neue. Diese Endgültigkeit macht mich unheimlich traurig. Ein geliebter Mensch ist auf einmal weg und die Erde dreht sich weiter...nur nicht mehr so wie zuvor.


    Ich schicke dir viel Kraft und wünsche dir alles erdenklich Gute.


    m-m-chen

    Liebe HauiMaedchen,


    es tut mir leid, dass auch du einen lieben Menschen hast gehen lassen müssen.


    Genau wie dich plagen mich Schuldgefühle, dass ich meinen Vati am Ende nicht retten konnte. Nicht immer von den richtigen Ärzten und Co umgeben zu sein macht das ganze Elend nicht besser. Es hat mal jemand gesagt, für die einen ist es Beruf, für die anderen Berufung. Leider gibt es von Letzteren wirklich nicht viele. Wir haben da auch so einiges erlebt und immer wieder quält man sich mit den Fragen, was man hätte besser/anders machen können und doch bringt uns das unsere geliebten Menschen nicht mehr zurück. Und diese Erkenntnis tut dann noch mehr weh und alles ist nicht mehr wie es war.


    Es tut aber gut, hier Menschen mit gleichen Schicksalen zu treffen, auch wenn es auf der einen Seite traurig ist. Doch es hilft ein wenig, die Last gemeinsam zu tragen und einfach mal schreiben zu können, was einen belastet, ohne sich dafür gleich wieder entschuldigen zu müssen, weil das Gegenüber im wahren Leben oftmals kein Verständnis dafür hat. Ich wünsche dir auf diesem Weg viel Kraft sowie alles erdenklich Liebe und Gute...


    m-m-chen

    Liebe Clea,


    wenn das alles so einfach wäre...aber was ist schon einfach. Vati hat gesund gelebt, immer im Garten Obst und Gemüse angepflanzt und natürlich auch gegessen, hat nicht geraucht, war immer draußen an der frischen Luft und hat immer auf sein Gewicht geachtet. Es gibt Menschen, die treiben Schindluder mit ihrem Leben und werden steinalt.


    Aber wenn du dich wohler fühlst, dann ist das für dich richtig und gut. Meine Mutti war bei der Einschulung meines Sohnes auch nicht dabei, weil sie - obwohl sie vorher nie im KH war - kurz vorm Einschulungstermin mit Verdacht auf Schlaganfall eingewiesen werden musste. Damals war es schon schlimm für uns, aber es war erträglich, weil wir wussten, dass sie noch da ist. Meinen Sohn hielten keine 10 Pferde und er wollte nach dem offiziellen Teil unbedingt mit Schulranzen und Schultüte sofort zu seiner Oma. Sie war ganz gerührt und einige, die uns sahen, fanden das so toll. Vati war an diesem Tag zum Glück bei der Einschulung dabei, er und mein Sohn waren ein Herz und eine Seele. So lese ich das auch bei euch und gerade jetzt hat deine Mama natürlich erst recht gefehlt.


    Wir als Eltern hoffen natürlich, dass wir unsere Kinder noch sehr lange auf ihrem Lebensweg begleiten dürfen, gerade weil wir doch jetzt hautnah erleben mussten, einen geliebten Elternteil zu verlieren.


    Alles Liebe


    m-m-chen