Posts by Hardy

    Hallo Matthias,

    ich rede auch immer mit meiner Frau an ihrem Grab, erzähle ihr was ich im Garten, am Haus, welche Blumen ich neu auf ihrem Grab gemacht habe, ich hoffe sieh schaut mir von oben zu zu und freut sich. Es ist ein gutes Gefühl zu reden auch wenn niemand mehr da ist, aber irgendwo da oben ist sie. Der Donnerstag, Tag der Beerdigung und Freitag der Todestag sind für mich die schlimmsten Tage geworden, höre ich bestimmte Musik die ihr auch gefallen hat, fange ich an zu weinen, das ist mir die letzten Wochen schon aufgefallen. Im Wohnzimmer wo sie gestorben ist sitze ich überhaupt nicht mehr, es ist schlimm.

    Hallo zusammen,

    meine Frau ist nun seit über 4 Wochen nicht mehr bei mir, jeden Tag bin ich an ihrem Grab, das Haus ist leer, fühle mich einsam. Ich versuche mich zu beschäftigen, habe heute bisschen Musik gehört auf der Terrasse, da hatte ich ihre Lieblingslieder zu laufen und mir liefen die Tränen, man wie soll man das nur aushalten. Der Blumenschmuck ist immer noch in Ordnung, meine Tochter und ich haben oft mal was erneuert, paar neue Rosen, Gerbera und Tulpen rein und es sieht wieder schön aus, die Gärtnerei hat das echt super gemacht. Meine Gedanken sind bei ihr, ich vermisse sie. Kann es immer noch nicht verstehen, warum so schnell, Fragen über Fragen. Wie kommt man damit klar ?

    Hallo zusammen,

    also der Arzttermin heute war gut, ich musste meiner neuen Ärztin alles erzählen und sie hat zugehört und kann meine Situation auch verstehen, ich musste beim Erzählen wieder weinen weil alles so traurig ist. Ich habe am 07. April wieder einen Termin und bekomme eine Überweisung zum Psychologen der mich später weiter arbeitsunfähig schreiben kann. Ich will diese Arbeitsstätte die diese Situation in meinen Augen ausgelöst hat nicht mehr betreten, ich habe jahrelang um Unterstützung gebeten was von Seiten des Betriebes auch möglich gewesen wäre aber nichts getan wurde, das menschliche existiert dort nicht mehr, nur noch Geld, Umsatz das ist wichtig.

    Hallo zusammen,

    gestern haben wir den Blumenschmuck auf dem Grab etwas erneuert, wieder mit ihren Lieblingsblumen, alte Blumen raus neue rein, sieht jetzt wieder ordentlich aus. Immer wieder sitze ich lange irgendwo rum und denke an sie, sie fehlt mir, ich kann es nicht verarbeiten warum das so schnell ging, ich saß ja noch neben ihr.

    Morgen muss ich zu meiner neuen Ärztin, habe Angst davor ihr meine Situation zu schildern da ich eine AU brauche, ich kann im Moment hier nicht weg, kann sie nicht alleine lassen. Das wird wieder ein schwieriger Tag für mich, ich berichte morgen dann wieder.

    Einen schönen Abend Euch allen.

    Guten Morgen zusammen,

    mal eine kurze Zusammenfassung von mir, am Montag nächster Woche habe ich einen Termin bei meiner neuen Hausärztin, hoffe das sie mein seelisches Problem erkennt und ernst nimmt und ich weiterhin eine AU bekomme.

    Meine Tochter ist heute früh ins Krankenhaus wegen der OP, vorhin schrieb sie mir das die OP abgesagt ist wegen zu vieler Notfälle, nächste Woche Mittwoch ist der neue Termin. Sie ist natürlich etwas wütend weil si noch eine Woche später arbeiten gehen kann und der Arm immer noch ohne Bewegung und auch ohne Physiotherapie ist.

    Sie hat sich entschlossen wieder zu mir zu kommen diesmal ohne Beerdigung. Ich finde es super, sie hat ein bisschen Ruhe und ich bin nicht allein.

    Gestern bekam ich von meiner Bestatterin die Unterlagen zur Beantragung der Witwenrente da sie diesen einreicht. Was soll ich sagen, wer lässt sich einen Fragebogen mit 19 Seiten einfallen. Dank der Hilfe meiner Nachbarin werden wir das auch schaffen, ist aber wieder typisch Deutschland diese Bürokratie.

    Ich werde mich die nächsten Tage ein wenig im Garten beschäftigen, ablenken bei dem schönem Wetter.

    Bis bald.

    Ich und meine Tochter waren jetzt jeden Tag an ihrem Grab, es sind jedes mal traurige Minuten mit vielen Fragen warum so schnell. Meine Tochter muss heute Mittag wieder nach Augsburg zurück da Mittwoch ihre OP an der Schulter ist, sie würde so gern noch bleiben. Ich bin dann mit unserem kleinen Yorki wieder alleine.

    Es ist so schwierig diese ganze Situation, immer wieder solche Momente wo ich sehr nachdenklich und traurig bin. Sie ist jetzt an einem schönen Platz gleich in der Nähe, nur 5 Minuten von ihrem ehemaligen Zuhause entfernt, ein schöner sonniger Platz in der Nähe der kleinen Dorfkirche.

    Wie soll ich nur mit dieser seelischen Quälerei fertig werden, ich hoffe das mich nächste Woche meine neue Hausärztin auf dieses Problem hin krank schreibt, ich will auf keinen Fall an meinen Arbeitsplatz zurückkehren, ich werde wohl mit 63 zum Ende des Jahres in Rente gehen, hab ich eben 13,2% Abzug. Die Mietwohnung in Augsburg muss ich auch in diesem Jahr leerräumen und übergeben, das Thema hat sich auch noch im Kopf breitgemacht.

    Wir fahren nachher vor dem Bahnhof noch mal bei ihr am Grab vorbei, ich werde dann auch jeden Tag wieder zu ihr gehen. Es tut alles so weh.

    Liebe Funny, danke für die tröstenden Worte. Ich glaube Dir wenn Du schreibst die Angst davor ist schlimmer als das Ereignis dann selbst.

    Ich war gerade bei meinen Nachbarn die morgen nach der Trauerfeier Kaffee und Kuchen bereitstellen und etwas warmes aus der Suppenküche. Sie geben sich sehr viel Mühe und ich schätze das wirklich sehr so liebe Nachbarn zu haben.

    Ich habe meiner Tochter immer wieder geschrieben und gesagt das sie hier nicht alleine ist, glaub das wird ihr auch gut tun.

    jetzt rückt der Tag des endgültigen Abschieds immer näher, meine Tochter ist gerade nur noch am Heulen, sie hat Angst davor das morgen bei der Beerdigung noch mehr negatives mit ihrer Psyche passiert da sie im Moment sehr emotional gestresst ist, keiner ist bei ihr und hilft ihr mit ihrer kaputten Schulter und nun müsste sie in einer halben Stunde im Zug sitzen und herfahren, erstmal Augsburg - Berlin dann von Berlin 2 Stunden bis zu mir, sieh packt gerade das Ganze nicht mehr. Warum passiert auch alles auf einmal. Die Angst davor morgen das zu sehen ist für sie sehr schlimm.

    ich glaube auch das sie von oben auf uns runter schaut. Ich rede auch viel mit ihr, vielleicht hört sie mich ja. Ja meine Tochter hat letztens auch gesagt, weil wir noch einiges im Haus umbauen wollten, " Papa du musst jetzt sehen wie es für Dich richtig ist, wie Du damit klar kommst, egal ob Küche, Bad, Wohnzimmer, Du musst jetzt da leben". Ja sie hat recht, ich kann und muss jetzt vieles anders machen, ist schwierig aber irgendwann werde ich damit klar kommen müssen.

    Ja zu meiner Tochter, sie ist ziemlich betrübt wegen ihrem Unfall, hat Angst wegen ihrem Beruf, sie ist die Frau die im Führerstand eines ICE sitzt und viele Leute von A nach B fährt, aber das wird auch werden. Der Tod ihrer Mutter belastet sie zusätzlich.

    Wir müssen jetzt nach vorne blicken, das Leben muss ja weiter gehen.

    Ich danke Dir für die schönen Worte.

    Meine Tochter hat es z.Z. auch nicht leicht, sie hatte eine Woche vorher einen Unfall auf dem Nachhauseweg von der Arbeit, Schultergelenk war draußen, obwohl aber alles über die Berufsgenossenschaft läuft eineinhalb Wochen bis zum MRT, nochmal drei Tage bis zur Besprechung, dann sollte sie diese Woche operiert werden da etwas an der Kapsel ? kaputt ist, tja nun ist aber diese Woche die Beerdigung ihrer Mutter, also nächste Woche OP. Warum dauert das gerade bei einem Wegeunfall so lange ?

    Das und der Tod ihrer Mutter hängt ihr jetzt auch noch an. Ich leide auch auch mit ihr.

    Ich bin jetzt nochmal zwei Wochen krank wegen meinem Rücken, die Ärztin die zum 21.3. aufhört hat aber eine zusätzliche Diagnose F43.8 G (Reaktionen auf schwere Belastungen) auf die Krankmeldung dazugeschrieben so das die neue Ärztin da weitermachen kann.

    Ich versuche mir jeden Tag etwas vorzunehmen, sitze aber viel da und starre vor mich hin. Je näher der Tag der Beerdigung rückt desto unwohler wird mir. Ich habe aber alle ihre Wünsche was die Beerdigung angeht erfüllt, eine Erdbestattung, ein schöner Sarg, ihre Lieblingsblumen auf dem Sarg, ein Kranz von mir und unserer Tochter in Herzform, ich denke ihr würde es freuen. Es hat sich auf einmal soviel verändert, ich werde aber vieles in ihrem Sinne weiterführen.

    Guten Morgen zusammen,

    ich habe mich hier angemeldet um mit anderen Betroffenen über den Verlust eines lieben Menschen zu reden.

    Am 28.2.25 verstarb meine Frau plötzlich und unerwartet mit 62 Jahren.

    Ich möchte kurz erklären wie die Lebenssituation in den letzten Jahren war. 2016 erbte meine Frau das Grundstück ihrer Eltern in Brandenburg, 1991 nach der Wende zogen wir nach Bayern um dort zu arbeiten, was ich heute immer noch mache, also dort arbeiten. 2019 meldeten wir in Brandenburg unseren Hauptwohnsitz an um von den steuerlichen Vorteilen der doppelten Haushaltsführung zu profitieren. Meine Frau wohnte bis jetzt in dem Haus ihrer Eltern, ich war jeden Monat ein bis zweimal bei ihr, mal eine Woche, mal ein paar Tage. In den Jahren 2023/24 war ich oft mit Gelenkproblemen krankgeschrieben und war deshalb oft bei ihr. Ende letzten Jahres hatte sie öfters mal eine Erkältung, mit Medikamenten aus der Apotheke war das wieder auskuriert. Jetzt Ende Februar war die Erkältung auch wieder sehr schlimm, sie hatte wenig Schlaf, hatte auch immer wieder Rückenschmerzen. Ich wollte Tage zuvor einen Arzt rufen, sie meinte nein das ist so wie letztes Jahr, geht schon wieder. Nun ging es eben nicht mehr, sie saß im Sessel und wollte ein bisschen schlafen, nach einer kurzen Zeit hörte ich das sie nicht atmet, habe sofort die 112 gerufen und nach Anweisung des Retters am Telefon mit den Wiederbelegungsmaßnahmen begonnen, die Feuerwehr war kurz darauf da, später der Notarzt, man konnte ihr nicht mehr helfen.

    Nun sitze ich hier, bin momentan noch wegen Rückenschmerzen krankgeschrieben, weis nicht richtig wie es weitergehen soll. Am Donnerstag ist die Beerdigung, das wird der schlimmste Tag in meinem Leben. Morgen kommt meine Tochter aus Augsburg für ein paar Tage. Einziger Trost, sie ist friedlich eingeschlafen, nicht wie ihre Eltern im Krankenhaus an Geräten.

    Am Abend als sie verstarb haben mich meine Nachbarn zu sich genommen damit ich nicht alleine bin. Auch die letzten Tage war ich viel bei Ihnen um zu reden, auch die andere Nachbarschaft hat mir Hilfe und Unterstützung zu gesagt. Die Formalitäten beim Bestsatter und im Blumengeschäft wegen dem Grabschmuck da waren sie mit dabei. Alleine hätte ich das alles nicht geschafft. Ich bin so dankbar für diese Hilfe.

    Bei mir geht gerade alles im Kopf durcheinander, kann nicht klar denken, leichte Übelkeit, einfach schlimm.

    Ich wollte Ende diesen Jahres vorzeitig in Rente gehen, also noch knapp 10 Monate arbeiten, ich kann das im Moment überhaupt nicht da ich dazu nach Augsburg fahren müsste, ich traue mich nicht 650 km auf der Autobahn zu verbringen.

    Dann ruft gestern Abend noch mein Abteilungsleiter an ob sie was für mich tun können und wann ich denke wieder arbeiten zu können. Meine Frau ist noch nicht mal beerdigt da fragt er wann ich arbeiten komme. Mir hat man 2020 als Corona begann eine andere minderwertige Arbeit auferlegt, für die Arbeit bin ich zu überqualifiziert, ich will dort am besten nie wieder hin.

    Der Tod meiner Frau setzt mich ziemlich außer Gefecht, wie soll man damit zurechtkommen. Ich denke mir Ablenkung wäre gut, aber hat man eine Beschäftigung im Kopf und möchte was tun ist eine halbe Stunde später wieder Schluss damit, es ist alles so schwierig.