Posts by Mimi

    hallo,

    jetzt musste ich schlucken bei Deinem Text. Meine Mama ist vor 6 Jahren verstorben und man hat die Urne in ein falsches Grab gelegt. Und wir waren so geschockt das wir nichtmal was gesagt haben, erst kurz danach. Ich habe ein Jahr ein ganzes Jahr auf eine Entschuldigung gewartet. Die kam auch aber nur weil ich keine Ruhe gab. Scheint ja öfter zu passieren.

    Ich bin 68 und fühle mich in manchen Situationen immer noch hilflos und das dauert leider noch eine Zeit. Richtig helfen kann man da leider nicht, man kann es ja nicht auf Knopfdruck ausschalten. Halte einfach jeden Tag irgendwie durch und irgendwann wird es leichter, mehr kann ich leider nicht empfehlen. Ich bin die erste Zeit oft am Grab gewesen, das tat auch ganz gut. Ich habe aber auch eine Schwester mit der ich immer reden konnte.


    hast Du denn Menschen mit denen Du drüber reden kannst? Hilft auch etwas, gemeinsame Erinnerungen austauschen usw. Hier schreiben hilft übrigens auch. Oder vielleicht eine Trauergruppe?


    ich wünsch Dir auf jeden Fall alles Gute


    LG

    Sabine

    .

    hallo ralf,

    jetzt nach Deinem Text hab ich ein Deja-vu........ als mein Papa schon fast im sterben lag wollte man ihn noch zur Dialyse schicken. Er hatte überall offene Wunden vom liegen, hatte Schmerzen. Wir - meine Schwester und ich - haben das abgelehnt, es war vorauszusehen das er nicht mehr lange zu leben hat. Man kann sich nicht vorstellen was wir uns alles anhören mussten, das war für uns ganz schlimm und kurzzeitig kam das schlechte Gewissen hoch. Heute sind wir froh so entschieden zu haben, 2 Tage später ist er ganz friedlich zuhause eingeschlafen.

    Deine Geschichte hat mich jetzt daran erinnert und Du hast Recht, ich seh das genauso.


    LG

    Sabine

    hallo Nina,

    ja, auch ich hätte sovieles nicht gedacht. Ich habe auch so einige Probleme mit dem Tod. Als ich elf war ist mein Bruder verstorben, unsere Eltern haben meine Schwester und mich einfach mitgenommen um ihn nochmal zu sehen. So völlig unvorbereitet. Das hat mein Leben enorm geprägt, ich kann bis heute nicht im dunklen Zimmer schlafen und sowas. Ich habe mir meine Verwandten die dann iwann starben nie mehr angeguckt.

    Bis.................. mein Papa starb, er war mein Herzensmensch und es war ganz normal das ich ihn mir angeguckt habe. Heute wüsste ich nicht was ich bei anderen machen würde.


    vielleicht hat Dir das am Sarg gutgetan?


    LG

    Sabine

    hallo Nina,


    wer erzählt seinen Kindern schon alles, die haben ihre eigenen Probleme. So meinte ich das auch nicht, im Allgemeinen wissen meine Kinder alles von mir, aber so das ein oder andere gibt es halt doch noch, aber das hat mit Krankheit nichts zu tun. Ich hab z.B. Diabetes und dadurch Polyneuropathie, d.h. meine Füße sind betroffen und manchen Tag kann ich nicht lange laufen. Wenn ich dann mit meiner Tochter unterwegs bin heisst es immer: Mama, ich geh da rein, ich hol das für Dich da raus usw. usw. Das geht mir auf die Nerven, ich bin kein Krüppel und das geht mir auf die Nerven.

    Aber das ist meckern auf hohem Niveau.


    versuch*s doch einfach bei Deiner Freundin, wenn Du dann nicht mehr kannst oder willst dann wird sie das sicher verstehen wenn Du gehen möchtest. Versuch es..........


    LG

    Sabine

    hallo Nina

    es tut mir sehr leid das zu lesen. Ich selber bin bald 68 und erwische mich auch immer öfter dabei meinen Kindern nicht alles zu erzählen. Es gibt halt Menschen die lieber alles mit sich selber ausmachen und das ist dann halt ihr Weg, jeder so wie er mag oder kann.

    Hadert nicht zu lange, glaube mir, Deiner Mama war das bewusst das sie anders hätte handeln "können". Vorwürfe Euch selber gegenüber nützen keinem was.

    Aus all diesen Gründen habe ich meinen Kindern jedem einen Brief geschrieben der solange verwahrt wird bis ich mal nicht mehr bin, da kann man ihnen alles sagen was man IM Leben wohl vergessen hat.


    LG

    Sabine

    liebe Sarah,

    auch ich kann Dich nicht trösten aber vielleicht tut irgendwann ein bisschen Zuspruch gut. An sowas mag man gar nicht denken und irgendwie wirst Du es schaffen (müssen). Ich hoffe Du hast Familie, Freunde usw. mit denen Du vielleicht reden kannst?

    Du hast gesagt Du hast 2 Hunde, die werden Dich zumindest etwas ablenken.Im Moment ist alles in Dir einfach nur schrecklich und das braucht seine Zeit (auch eine Floskel aber so ist es), Ich glaube drüber hinweg kommt man nie richtig.


    alles Liebe

    Sabine

    ach Funny, das kommt weil ich den Winter so gar nicht mag. Ich bin ein Frühlings- u. Sommerkind, Sonne und Wärme brauch ich, keinen Schnee.......... unsere Katze macht auch Probleme, die hat chronischen Schnupfen und hatte von Anfang an ein "schlimmes" Auge. Bis jetzt immer hingekriegt mit Tropfen und so, aber jetzt wird es schlimmer und irgendwann müssen wir überlegen was wir dann tun. Sie ist 11, absolut freiheitsliebend, ist auch im Winter nachts draußen (Garten eingenetzt), Die mit Trichter? Geht durch keine Klappe so ein Ding, mal abwarten.... Und unsere direkten Nachbarn sind einfach nur das "Böse", beide um die 90 aber noch relativ fit. Wenn da mal ein Grashalm von uns hinweht ist Staatstrauer, einfach nur schlimm.


    na ja, so ist es halt manchmal........


    LG

    Sabine

    ach Funny, das kommt mir so bekannt vor, auch ich habe seit Neujahr nur Pech, es fängt wieder gut an das neue Jahr. Gleich am ersten Tag beim Einkaufen, ich an der Kasse mit vollem Wagen, will mit Karte zahlen, Karte abgelaufen. Ich will meinen Mann zum "Auslösen" anrufen, Handy zuhause liegenlassen, durfte ich wieder nach Hause fahren Geld holen. Bei meinem Auto waren gestern die Scheiben so zugefroren das es fast einen halben Tag gedauert hat bis die wieder rauf- und runtergingen. Immer schön wenn man Termine hat. Unsere Post verschwindet ständig, die landet ständig irgendwo in der Straße bei Nachbarn, kriegen die Postboten nicht hin, zigmal beschwert, nü´tzt gar nix. Und unsere direkten Nachbarn werfen die einfach in den Müll, u.a. auch meine neue Bankkarte. Ein Hundi in unserer Familie musste notoperiert werden und der Gehörgang wurde entfernt, schlimme Entzündung die schon fast den Knochen angefressen hatte. Mal kurz 3000,00 Euro dafür.

    Reicht jetzt, ich weiss schon warum ich den Winter nicht mag.


    LG

    Sabine

    hallo,

    weiß jemand wie ich gucken kann welche Antworten ich hier oder woanders bekommen habe? Habe alles aktiviert aber es geht nicht, ich kann keine Reaktionen mehr lesen, bekomme einfach nichts.


    kann also nur hier lesen.


    LG

    Sabine

    hallo,

    ein schwieriges Thema, man weiss nie wer was erzählt hat. Ich würde ihr einfach einen Brief schreiben, keine Vorwürfe und so, einfach schreiben das sie Dir fehlt und Du sie gerne wiedersehen würdest.

    Verlieren kannst Du nichts, hast ja jetzt auch keinen Kontakt. Wenn nichts zurückkommt dann denk daran das sie anscheinend glücklich ist und aufzwingen kannst Du ihr ja nichts.

    Versuch macht klug!!!


    LG

    Sabine

    hallo WaSuSa,

    ich kann Dich so gut verstehen, mein Sohn hat auch einen Suizid"versuch" gehabt. Wir haben ihn gefunden und es hat 3 Tage gebraucht bis wir wussten ob er das überlebt oder nicht. Anschliessend musste er 2 Wochen in eine psychiatrische Klinik und musste dann noch 4 Wochen bei uns leben, er durfte nicht alleine in seine Wohnung zurück, er war da schon 23.

    Wir haben jetzt Glück gehabt, wussten aber auch nicht ob er irgendwelche Schäden zurückbehält, dem war zum Glück nicht so. Heute ist er glücklicher Familienvater, selber drüber geredet hat er nie.


    Ich habe damals Familie um mich gehabt, das viele reden hat mir sehr geholfen. Die Kirche eher nicht, aber das muss auch jeder selber entscheiden. Jeder trauert auf seine Art, da gibt es wohl kein Patentrezept.


    LG

    Sabine

    das tut mir leid für Euch, aber vielleicht der bessere Weg. Ich hab meinen Papa ein paar Jahre gesehen wie er so dahinvegetierte und glaub mir, das ist nicht schön. Wie oft hab ich mir gewünscht er möge endlich seinen Frieden finden aber das Herz war zu stark. Er ist dann friedlich zu Hause eingeschlafen und wir konnten uns in Ruhe verabschieden. Meine Schwester und ich waren beide Papa-Kinder aber er hätte es nicht gewollt so weiterzuleben.


    LG

    Sabine

    hallo,

    ich kann mir so gut vorstellen wie es Dir geht, war bei meiner Mama ähnlich, nur sie war um vieles älter. Es schockt mich ein wenig denn ich bin genauso alt wie Deine Mama. Ich kann nur von mir reden und ich wollte so nicht "weiterleben" an ihrer Stelle, deshalb habe ich auch eine Patientenverfügung parat.


    aber entscheiden könnt nur Dein Bruder und Du das, so schwer das ist. Wir standen (meine Schwester und ich) vor derselben Situation, innerhalb einer Woche 3 Schlaganfälle und dann noch aus dem Bett gefallen. Meine Mama ist nicht mehr aufgewacht, sie hat nur noch mit offenen Augen dagelegen, so ein Leben hätten wir ihr auf jeden Fall erspart. Eine ganz schwere Entscheidung und man kann nur hoffen das die Ärzte einem alles sagen.


    ich wünsch Euch ganz viel Kraft dafür


    LG

    Sabine

    hallo Roger,

    auch von mir mein Beileid. Auch ich habe mit 13 Jahren meinen großen Bruder verloren und erinnere mich noch heute daran wie schlimm es war.

    Hast Du nicht irgend jemanden mit dem Du mal richtig reden kannst? Der Dir zuhört? Wo Du Deine Gedanken mal rauslassen kannst? Wenn nicht dann vielleicht einfach aufschreiben was Dich so bewegt?


    ich wünsch Dir alles Gute

    LG

    Sabine

    hallo,

    für mich hört sich das auch sehr schön an, das Glück hat nicht jeder. Mein Papa z.B lag schon monatelang im Bett, komplett dement, er wollte dann nichts mehr essen und wir haben uns am Bett abgewechselt damit er nicht alleine ist. In dem Moment wo meine Schwester mal auf Toi ging ist er leise davongeschlichen. Er wollte Zeit seines Lebens nie Aufsehen um sich selber haben und er hat es geschafft. Aber er ist zuhause gestorben, die ganze Familie konnte um ihn herumsitzen und von ihm erzählen und DAS hab ich in so schöner Erinnerung und bin dankbar dafür.


    mein Beileid und man muss es schaffen.


    LG

    Sabine

    liebe Funny,

    dann muss ich wohl auch zu den "schwarzen" gehören. Ich kriege schon mein Leben lang zu hören das mir die Sonne aus dem A...... scheint und das ich ein Glückskind bin. Das ich aber meiner kpl. Familie immer aushelfe mit Geld, das wird dann schnell mal vergessen. Ich kann nichts dafür, ich bin aber auch immer mit dem Kopf durch die Wand gegangen, ein "geht nicht" gabs bei mir nicht. Ein bisschen muss man auch schon selber beitragen zu allem, nicht immer nur auf Andere verlassen.

    Ich bin relativ ärmlich aufgewachsen, hatte aber eine tolle Kindheit und hab mich später da rausgeboxt. Ich habe dann einen Mann geheiratet der selbstständig ist und der bis heute noch arbeitet. Ich muss also nicht unbedingt auf jeden Cent gucken, aber selbst wenn, ich käme auch damit klar. Ein sicheres gutes Einkommen garantiert auch nicht für Glück, oder? Ich könnte auch mit weniger auskommen wenns sein müsste, da gibts ganz andere Leute. Und wenn man krank wird oder ist, nützt auch Geld nichts, oder? Ich habe Diabetes und dadurch Polyneuropathie, da sterben mit der Zeit immer mehr Nerven ab (bei mir schon 2 Finger und 2 Zehen) und es kann sein das ich irgendwann mal gar nicht mehr laufen kann. Aber ich muss auch zugeben das ich Beamtin war und eine super Rente bekomme, also wieder Glückskind.


    auch ein bisschen abgeschweift mit meinen Gedanken


    LG

    Sabine

    hallo Kristin,

    das tut mir sehr leid. Ich kenne das auch, meine Mama ist aus dem Bett gefallen und musste operiert werden. Sie war zwar etwas dement aber sie nahm noch am Leben teil. Irgendwas muss während der OP passiert sein, als sie aufwachte war sie ein kpl. anderer Mensch, ist nur noch dahingesiecht und nach 3 Wochen verstorben. Das im Nachhinein Schlimme für mich ist das man an keine Akten oder Berichte drankommt, die sind dann urplötzlich "verschwunden". Fertig bin ich bis heute nicht damit, man kann und will es dann nicht verstehen. Und mein Papa war auch schon vorher verstorben.

    Für mich ein Trost ist das ich meine Eltern lange gehabt habe (bin 67), aber mit 28 kann man davon ja auch nicht reden.


    ich wünsche Dir alles Gute, hast Du gute Freunde mit denen Du darüber reden kannst? Ich hab eine Schwester und es hat uns sehr geholfen das wir einander hatten.


    LG

    Sabine

    mein Papa ist jetzt schon 4 Jahre tot und ich werde immer um ihn trauern. Er war so krank das ich es ihm gewünscht habe das er loslassen kann und genau das hat er morgens um halb 7 gemacht an dem Tag wo ich morgens eh gekommen wäre. Er war und ist mein Lieblingsmensch und ich werde immer um ihn trauern.


    LG

    Sabine