Liebe Biene,
ich habe auch meinen Vater verloren, zwar war er 95 Jahre alt, aber er war schon der zweite Verlust innerhalb von 3,5 Jahren nach dem Tod meiner Partnerin.
Mein Vater war mir Ablenkung in meiner Trauer um meine Partnerin Dorit, habe ihn in seinen letzten 1,5 Jahren jeden Tag im Pflegeheim besucht und mit dem
Rollstuhl ausgefahren.
Vor etwas mehr als 3 Jahren hab ich ihn tot in seinem Pflegeheimbett liegen sehen, erst jetzt habe ich vor 2 Tagen den 3.Jahrestag seiner Beisetzung auf dem
Friedhof, eigentlich sogar auf 2 Friedhöfen begangen, bin zwischen dem Friedhof wo die Trauerhalle sich befindet, in welcher vor 3 Jahren und 2 Tagen die
Trauerveranstaltung stattfand und dem Friedhof, wo er beigesetzt wurde, mit dem Bus gefahren.
Ich stelle jedes Jahr eine Tafel zum Gedenken an seinen Tod her und bringe diese an seine Grabstelle.
Als ich dort bei trauriger Musik sass und an meinen Vater zurückdachte, da sind mir auch nach 3 Jahren wieder sehr die Tränen gekommen.
Ich weiss, wie man sich in Trauer fühlt.
Wünsche Dir trotzdem viel Trost und Kraft, die beiden Steine, die mein Trauerbegleiter mir aufs Grab meines Vaters, meiner Mutter und meiner Partnerin hingelegt
hat.
Matthias