Posts by Uli

    Den Spruch von Nietzsche könnte man auch wie folgt umformulieren:


    "Es kommt nicht so sehr darauf an, was man durchmacht, sondern WIE man das Was durchmacht."

    Liebe Funny, beim Lesen deiner wieder einmal interessanten Zeilen musste ich an ein chinesisches Sprichwort denken:"Schaue nicht auf den, dem es besser geht, sondern schaue auf den, dem es schlechter geht."


    Liebe Grüße


    Uli

    Hallo Funny, es ist immer wieder erbauend, deine Zeilen zu lesen! Du hättest Schriftstellerin werden können. (Ist nicht ironisch gemeint.)


    Im Übrigen gilt für mich folgender Satz eines Philosophen: "Wie du denkst, fühlst und handelst, das entspricht deinem ureigenen Wesen." -


    Alles weitere ist nach meiner Auffassung Schicksal.


    Das kann ich auch bestätigen. Mein Cousin (wohnt 200 km weit weg) hat mir auch auf der Beerdigung seine Hilfe angeboten, ich könne ihn anrufen, wann immer ich wolle. Dann schrieb er mir kurz vor Weihnachten eine Weihnachtskarte mit der Frage, wie es mir gehe und ich habe in darauf hin angerufen zu einer normalen Zeit am Donnerstag gegen 18:30 Uhr, um mich dafür zu bedanken und hätte auch gerne noch ein wenig geredet, aber ich hatte von Anfang an (von der Begrüßung an eigentlich) das Gefühl, ich komme ungelegen und nach 10 Minuten Gespräch sagte er mir, er hätte einen Kollegen im Zoom und er könne ihn nicht so lange warten lassen. Er werde mich über die Weihnachtstage zurückrufen. So sind wir verblieben und ich habe seitdem nichts mehr von ihm gehört.


    So ist das leider.

    Tja Ralf, so ist das mit der Verwandschaft: Entweder ist sie nervig, insbesondere die angeheiratete Verwandschaft, oder man sieht sie nur selten trotz anfänglicher Versprechungen.

    allesanders:


    Für mich kann ich nur noch einmal feststellen, dass Weihnachten für mich am schönsten war, als ich noch ein Kind war und als meine Omi noch gelebt hatte. So etwas kommt nicht wieder und mir gefällt das auch nicht. Aber es bleibt mir nichts anderes übrig, als das zu akzeptieren.


    Liebe Grüße


    Uli

    Matthias zeigt es auch im neuen Jahr: Jede/r ist sich selbst die/der Nächste und jede/r geht mit der Trauer anders um. Zwar bin ich mir dessen bewusst, dass sich das sehr nüchtern liest, aber so ist es nun einmal.

    Es gibt ein Weihnachtslied, das wie folgt lautet: "Es ist für uns eine Zeit angekommen, die bringt uns eine große Freud."


    Für mich hat Weihnachten schon lange keine "große Freude" mehr gebracht. Wie viele Familien war auch ich oft gestresst und habe oft an die Weihnachten denken müssen, als ich noch ein Kind war und meine Omi noch gelebt hat. Ich schreibe es wie Ralf: "Es ist eine Zeit zu Ende gegangen, die nicht wiederkehren wird." Was uns bleibt, ist die Hoffnung, dass wir gesund bleiben und dass wir nur abwarten können, was uns das neue Jahr persönlich, aber auch innen- und außenpolitisch bringen wird. Hoffen wir das Beste!

    Diese Gedanken passen zugegebenermaßen eigentlich nicht in die Adventszeit und wohl auch nicht in dieses Forum. Aber irgendwie passt es doch nie, oder??

    Wenn ich hier vielfach lese, wie sehr hier noch einige ihre Eltern betrauern, dann erkenne ich, dass ich um meine Eltern nie wirklich getrauert habe. Sicherlich bin ich meinen Eltern für einiges dankbar, allerdings haben sie mir manchmal auch geschadet. Letzteres mache ich ihnen nicht zum Vorwurf, zumal einiges sicherlich gut gemeint war. Zum Vorwurf mache ich meinen Eltern allerdings ihren Standesdünkel bzw. ihr Prestigedenken, denn das hatte sich einfach nicht gehört, weil sie im völligem Gegensatz dazu nämlich nicht besonders lebenstüchtig gewesen sind.

    Sollten mir all diese Gedanken auch auf meinem Sterbebett durch den Kopf gehen, dann wünsche ich mir, möglichst rasch in den Dämmerungszustand überzugehen.

    Aber da habe ich unter Anderem noch das "Gedanken-Licht", das mir mein verstorbenes Patenkind hinterlassen hatte, nämlich die Anregung, die kleinen Dinge des Alltags zu genießen, anstatt sie zu übersehen. Und das gelingt mir gut und fängt schon bei der morgendlichen Tasse Kaffee an. Dafür werde ich meinem Patenkind ewig dankbar sein!

    Weihnachten ohne einen verstorbenen Angehörigen verbringen zu müssen ist immer schlimm. Ein Bekannter von uns, dessen Frau 2022 verstorben ist, flieht vor Weihnachten, indem er nächste Woche eine Busreise macht und erst Anfang Januar zurückkommt. Er möchte auch niemandem zur Last fallen. Eine andere Bekannte, seit 12 Jahren Witwe, sagte einmal, dass man die Weihnachtstage sozusagen planen müsse. Sie könne nicht darauf warten, dass andere auf sie zukommen, sondern man müsse selbst aktiv werden, um diese Tage überstehen zu können. Sicherlich von Beiden eine gute Lösung bzw. Entscheidung, doch ich weis auch, dass das nicht jede/r so einfach kann.