Posts by Nafus

    Hallo zusammen,


    die Zeit verfliegt und lässt einen ratlos zurück. Die Welt dreht sich weiter ohne das man mehr mitkommt. Es fühlt sich alles so trostlos und leer an. Zumindest meinen Zustand würde ich so gerade beschreiben. Etwas Linderung ( falls es das ist ) bringt der Hund meiner Mutter. Tiere sind etwas schönes und ich glaube das Tiere auch einen verstehen , zumindest halten Sie zu dir wenn sich Menschen schon lange abgewendet haben. Ein Zustand der für mich schwer zu begreifen ist. Ich lebe ... aber für was einfach Tag ein Tag aus Aufgaben zu erfüllen , sich an die Situation anzupassen und allen zu signalisieren das es einem besser geht , nur um nicht den anderen noch mehr Sorgen und Ängste zu bereiten.


    Ich finde das Leben als nicht fair. Aber wem sag ich das , bei euch war es sicherlich anderes auch wenn das Ziel vorher schon feststand. Nur wie wir dahin kommen macht den Weg aus , glaube ich.


    Hilfe anzunehmen ist mir schwer gefallen, komme mir auch jetzt komisch vor das mein Papa verstorben ist. Es passiert jedem irgendwann einmal. Möchte das einer ...Nein , aber dennoch ist so das Leben. Ich blicke zurück auf die schöne Zeit mit Ihm und kann mir eine Zukunft ohne Ihn nicht vorstellen. Als Sonderling sehe ich mich dabei. Wieso passiert mir immer so etwas ? Warum jetzt und nicht viel später. Da ist Sie wieder diese unfairnis in meinem Leben. Ich habe so viel im Leben wohl falsch gemacht und muss "die Suppe" jetzt auslöffeln.


    Liebe Funny ,


    deine Antwort hat mich sehr berührt. Ich stehe aber erst am Anfang meiner Trauer und der Weg wird lang sein. Ob ich das Ziel erreiche weiß ich nicht , vielleicht bleibe ich einfach nur auf dem Weg stehen und schaue nur in die Vergangenheit , wie schön mein einfaches Leben doch einfach gewesen ist und selbst das konnte ich nicht noch eine paar Jahre mit den liebsten verbringen. Das Gefäß ist zerbrochen und liegt mir vor den Füßen. Das ich wieder lachen kann und ein frohes Leben führen kann , sehe ich nicht , vielleicht will ich es auch nicht sehen , wie vieles sehe ich auch dieses nicht. Ich gehe diesen schmerzhaften Weg weiter der mich bis jetzt nur gezeigt hat das es im für mich zumindest nicht mehr im Leben gibt was mich leben lässt. Aktuelle überlebe ich nur noch und lebe nicht . Mir fehlt mein Papa auch Matthias , jeden Tag aufs neue werde ich daran erinnert wenn ich wach werde das es ein Tag ist wo der liebste nicht mehr diesen Lebensweg zusammen mit dir gehen kann. Das stimmt mich traurig und ich fühle mich niedergeschlagen. Versuche mich abzulenken, mal besser mal weniger gut. Es kostet Kraft , jeden Tag auf neue zu erleben das die Person nicht mehr an deinem Leben teilnehmen wird.



    MfG


    Nafus

    Hallo Frieda ,

    keine Ahnung ob ich die Trauer verstehen werde. Trauer ist ja etwas auf das der Körper reagiert.

    Sich hinein zu begeben , ich glaube das kann ich nur wenig bis gar nicht steuern. Die Wellen kommen , bleiben und gehen auch wieder. Das schöne Leben hatte ich halt nur mit meinen Eltern und jetzt wo ein Teil nicht mehr da ist , ist für mich etwas völlig neues . Ich kenne halt nur das ( jeder von außen sagt dann bestimmt , oh der Lebt immer noch alleine mit/bei seinen Eltern , hat nicht gelernt aus eigenen Füssen zu stehen , usw. ) Für mich war das vertraut.

    Beständigkeit ist für mich wohl sehr wichtig , sagt man mir zumindest. Leider etwas heutzutage nur sehr schwer bis gar nicht zu erreichen ist. Ich versuche halt etwas Beständigkeit zu erreichen , glaube aber das es mir nicht gelingt .

    Jeder möchte sich doch etwas aufbauen im Leben mit Menschen die einem wichtig sind , bei mir sind es halt die Eltern gewesen.

    Ich glaube ich stehe nicht im Hier und Jetzt . Schaue ängstlich in die Zukunft ( was wäre wenn ) , blicke zurück auf meine schönen Dinge im Leben , aber sehe das hier und jetzt nicht.

    Lachen ...worüber sollte man lachen in der Zeit , glaube das sich die Depression da ganz großen Anteil dran hat das meine Gefühle so durchmischt , verstärkt, anders sind,


    Ich bin dankbar meine Mama noch zu haben , mich macht es aber jetzt schon ängstlich das ich auch da der Tag kommen wird , wo Sie auch gehen wird. So richtig alleine war ich in meinem Leben wohl noch nie.

    Wie kann man daran nicht denken was eines Tages passiert , es wird halt passieren ob ich will oder nicht , es passiert.


    Das ich eines auf gehen werde finde ich nicht schlimm, aktuell finde ich den Gedanken dann wieder mit den anderen zusammen zu sein , sehr schön. Möchte den Prozess aktuell nicht beschleunigen aber wenn keiner mehr da ist dann könnte ich mir auch so ein Weg vorstellen.

    Frage ich mich immer noch für was ich das ganze mache ...in meiner Zukunft wird es nur noch mehr schmerzen , Ängste und Dunkelheit geben.


    Ich erlaube mir zu trauern , möchte aber das hier und jetzt sehen ...sehe ich aber nicht nur die dunkle Zukunft und die schöne Zeit vor dem Verlust...das jetzige bleibt mir verschlossen und das finde ich dann ebenfalls traurig.


    Nafus

    Es ist weiterhin schwer für mich das alles zu verstehen , jeder sagt es wird sich wandeln und der schmerz wird sich ändern , nur merke ich davon nichts. Ja ich bin zu ungeduldig ( wer ist das nicht ) . Für mich ist es so verdammt schwer das auszuhalten und zu wissen das ich Ihn nicht wieder sehen kann.

    Wie soll ich damit bloß umgehen ? Manchmal würde ich gerne bei Ihm sein ...keine Probleme oder sorgen zu haben fühlt sich für mich angenehm an,

    Für Mama darf ich diesen Weg nicht gehen , aber wenn Sie dann auch nicht mehr da ist , hab ich im Leben keinen halt mehr.


    Ich wundere mich immer wie andere damit zurecht kommen , was ich nicht schaffe , kriegen andere wohl besser hin. Klar die Alltagsmaske die man draußen an hat hilft, den das Umfeld erwartet mehr als ich geben kann. Wie geht es nur weiter ...Tag ein Tag aus . An Abgrund zu stehen und den geliebte Mensch ist auf der anderen Seite ist ein unbeschreibliches gefühl.

    Wie habt Ihr das geschafft bzw. was hat euch geholfen dabei ?

    Nafus

    Hallo zusammen ,

    vielen Dank für eure Antworten.


    Es braucht Zeit aber keiner kann einem sagen wie lange es dauern kann. Diese Ungewissheit ist schwierig für mich , ich glaube für jeden oder ?

    Die letzten Wochen waren ein auf und ab. Es gab Zeiten wo es besser ging und dann wieder , wo es schlechter für mich ist. Es ist wie in Wellen die unterschiedlich hoch sind . Man ist dem hilflos ausgeliefert und auch hier braucht es Zeit um zu merken das die nächste Welle kommt oder geht.

    Fühle mich wie ein Fremdkörper in meinem Leben. Wie kann man damit weiterleben mit dem Verlust des Vaters und bald auch der Mutter ?


    Das Leben fühlt sich einfach falsch an , klar man funktioniert , aber man lebt doch dann nicht mehr oder ?


    Wie kann man das für den Rest seines Leben nur ertragen...

    Aktuell geht es nur Tag für Tag , man wacht morgens auf und fühlt sich traurig und niedergeschlagen.


    Wird es besser ? glaube ich nicht, nur anders das glaube ich zumindest.


    Wie ist es bei euch gewesen oder zur Zeit ?


    MfG

    Nafus

    Hallo zusammen,

    ich bin erstaunt wie schnell die Zeit vergeht in der Trauer , war das bei euch genau so ? Ja das Leben ist nicht planbar Frank , dennoch wäre es so schön gewesen. Ich schmerzt mit dem Verlust zu leben , weiterleben zu müssen mit dem was jetzt ist , fühlt sich nicht richtig an. Wie kann man das nur , jeder spricht von Zeit ...und es dauert so lange es dauert , aber wie weiß ich das es besser wird. Auch habe ich Angst Ihn zu verlieren und keine Erinnerungen zu haben , mir fallen auch keine neue Erinnerungen mehr ein. Das Tagebuch hilft mir nicht noch mehr zu vergessen. Um meine Seele mache ich mir keine Sorgen sondern um meine Gedanken , die Kreisen wenn ich ins Bett gehe , kreisen wenn ich aufwache und nur bzw. mit dem Verlust klar kommen muss. Andere kommen damit besser klar als ich. Ich spiele dann immer das es mir besser geht , aber tief in mir glaube ich selbst nicht. Wie schaffen andere das ? Wie schafft Ihr das ? Was hat euch noch geholfen in der Zeit ?


    MtG

    Nafus

    Hallo Alina ,

    willkommen hier im Forum . Leider findet man dieses wenn was schlimmes passiert ist. Jeder hier hat Verlust erleiden müssen. Ich glaube deine Mama wollte dich schützen, oder Sie konnte es nicht. Ich habe auch gemerkt das es fast unmöglich ist über dieses Thema zu sprechen. Es ist was niemand war haben will und doch jeden betrifft. Mein Beileid zu deinem Verlust ... es ist schwer ( so ist es zumindest für mich ) sich damit auseinander zu setzen. Ich habe mir Hilfe gesucht und versuche nicht dem zu stellen, es wird ein langer Weg das weiß ich schon.

    Bitte suche dir Hilfe , die Seelsorge bietet Hilfe an , die ich auch in Anspruch nehme z.Zt. Es wird dauert , aber man muss sich die Zeit dafür nehmen. Ich schreibe viel in mein Tagesbuch den ich seit dem Verlust begonnen habe.


    Schreibe dir alles von der Seele


    MtG

    Nafus

    Hallo zusammen,


    die Zeit vergeht so schnell , das man es nicht wahr haben will. Wieder eine Woche wo ich ohne meinen Papa durch mein "neues" Leben gehe. Es ist nicht mehr das selbe , wie sollte es auch es ist schließlich nicht mehr so wie es war. Das geht ja auch nicht , da der geliebte Mensch nicht mehr da ist.

    Seit 3-4 Tage ist mir bewusst geworden das ich gegen das was jetzt ist , gar nichts machen kann , Ich kann ihn nicht mehr wieder holen , oder die Zeit zurück drehen , ich kann nichts machen um diesen Zustand zu ändern. Und weil ich es nicht ändern kann , muss ich im jetzt weiter machen.

    Es ist ein anderes "Jetzt" ein "neues" jetzt im Leben , ich glaube ich habe es akzeptiert und muss weiter machen, ob ich will oder nicht.

    Hallo Frank ,

    ja die Gewohnheiten die man hat , und die man auch lieb gewonnen hat , wie das gemeinsame Essen oder die Unterhaltung oder das zudecken diese Fehlen einem schon sehr. Ich war immer glücklich wo ich war,

    klar hatte man auch seine Probleme aber zusammen haben wir immer alles hinbekommen , und dieser Rückhalt , Zuspruch oder bessere Idee ist jetzt nicht mehr da und kommt so auch nicht wieder. Genau das

    ist es Frank , jeder geht damit anders um , und was für den einen wichtig erscheint ist für den anderen nicht so wichtig für seine Trauer bzw. deren Verarbeitung. Ich komme mir manchmal wie ein Fremder vor der nicht weiß was er will. Ich möchte nicht vergessen ich möchte es am liebsten wie früher haben , wo ( für mich zumindest ) alles noch schön war, wo man in seiner kleinen Welt mit den Eltern , man geht der Arbeit nach , unterstützt seine Eltern macht zusammen Sachen , repariert Dinge , lacht zusammen und jetzt geht das nicht mehr...

    Ja ich habe noch meine Mutter , die auch noch fit ist , nur das war mein Vater aus. Und es kann von jetzt auf gleich anders sein. Ich gehe vielleicht gleich runter und wer weiß vielleicht liegt Sie da auf dem Sofa wie mein Papa "Die Decke bis knapp unter die Nase gezogen und sieht schlafend aus" Diese Gewissheit zu haben das es passieren wird und dann mein "Trauerrad" sich wieder von neuem Dreht ist für mich nur schwer auszuhalten.

    Ich habe gestern mit meinem Bruder gesprochen , ich glaube durch seine Lebenserfahrungen ( 2 x verlassen zu werden ) und meine Mutter ( die ihre Eltern auch schon verloren hat ) , das die so blöd das klingen mag gewisse Erfahrungen auf diesem Gebiet gesammelt haben. Durch meine Nicht Beziehungen habe ich diese Erfahrung nie erworben. Für mich ist quasi diese Lage Neuland und ich weiß nicht wie ich mich verhalten soll. Meine Komfortzone ist seit dem Tod meines Vaters nicht mehr vorhanden , da ich mich damit auseinander setzen muss ob ich will oder nicht , und dieses NICHT...wahrhaben wollen das alles vorbei ist für mich noch sehr groß und nicht überwindbar.

    Ja es gibt für mich schlechte und ganz schlechte Tage ...einen guten Tag habe ich seit dem Zeitpunkt noch nicht erlebt. Ich lese viel und versuche mir Infos zu holen, aber wirklich weiter befinde ich mich gefühlt nicht.


    Hallo Ralf,

    ja die Schwankungen machen mir auch zu schaffen, heute morgen ging es und wurde über den Tag schlimmer ( wenn das Forum bzw. der Austausch nicht wäre hätte ich mich wieder ins Bett gelegt ). Sobald es um eine "bewusste Handlung" ( Papierkram ) komme ich besser zurecht als z.B. Sachen wegzuräumen oder auszusortieren. Ich könnte dir/euch Sachen wegen eines Brandschadens erzählen der und ereilt hat und das in Deutschland ...einfach Wahnsinn . Aber da sind wir auch zusammen durchgegangen und haben es schafft, aber jetzt in der schwersten Krise meines Leben ( bis jetzt ) geht es leider nicht mehr. Wenn der Tag kommt und er wird kommen , habe ich auch diese Aufgabe vor mir und aktuell könnte ich mich von gar nichts trennen , weil so glaube ich jedes Stück eine Erinnerung hat und eine kleine Geschichte erzählt. Das Haus würde ich nie und nimmer verkaufen, schließlich habe ich auch gekauft für meine Eltern als Altersruhesitz. Wenn ich im Dorf mich umschaue haben einige mit den Treppen so ihre Probleme , das wollte ich meinen Eltern ersparen.

    Bin früher viel Rad gefahren ( MTB ) habe es aber nur als Hobby gemacht und habe hin und wieder an Rennen teilgenommen, auch da habe ich gelernt seine Kräfte einzuteilen und einen Plan zu machen, okay das hat auch nicht oft funktioniert aber ich habe es in Ziel geschafft und war nicht letzter. Ja das Vertrauen in das "neue" Leben ohne den Vater muss ich lernen um meine Mutter willen, es wird ein harter Weg werden und viel Kraft kosten , aktuell mehr Kraft als ich habe fürchte ich. Ich habe wie du wahrscheinlich auch Ralf viele schöne Erinnerungen an das Haus, und nur du kannst es so schätzen wie sonst kein anderer. Aber genauso wie du werde auch ich dann alleine im Haus sein und mich Erinnern an eine schönere Zeit die ich mal hatte.

    Das mit dem Vertrauen ist bei mir so eine Sache ...ich war immer zu gutgläubig und das wurde ausgenutzt , sei es in der Schule , Lehre , Arbeit , Hobby ...Man wollte eigentlich Leuten nur helfen und hat seine Unterstützung angeboten und wurde ent bzw. getäuscht, daher habe ich nur noch wenig vertrauen übrig. Ja der Umgang mit der Trauer ist mit bis zu dem Zeitpunkt fremd gewesen. Habe auch schon Kollegen zu Grabe tragen müssen aber den eigenen Vater zu verlieren war für mich bedeutend schlimmer bzw. ist schlimm und wird auch immer schlimm bleiben.


    Ich hoffe nur das sich diese Gefühle irgendwann wandeln und die Liebe zum Verstorbenen zum Vorschein kommt und alles überstahlt. Das würde ich mir für alle wünschen


    MtG

    Nafus

    Hallo zusammen,

    die Tage ziehen ins Land , es ist weiterhin ein auf und ab , vor oder zurück , besser bzw. schlechter . Diese Wellen machen mir echt zu schaffen. Klar die "hochs" sind erträglicher und man kann den Eindruck gewinnen das es mir fast "normal" geht . Aber zu anderen Zeiten sind gar nicht schön. Die Zeit ist schon was komisches entweder geht sie nicht schnell genug , dann möchte man jede Sekunde bewusst genießen. Das Leben ist ein ständiger Wandel , wie soll man vernünftig durch sein Leben gehen , mit der Gewissheit das man da nicht lebend raus kommt.

    Einfach zu leben ist so leicht gesagt , mit Menschen die einem was bedeuten ist das Leben ja sinnvoll , wenn diese aber nicht mehr da sind , fühle ich mich hilflos im Leben . Und ich frage mich , habe ich alles richtig gemacht, hätte ich besser es anders gemacht ? Ginge es vielleicht noch besser für einen oder viel schlimmer. ? Das weiß ich natürlich nicht , aber woher weiß man denn das es richtig macht bzw. gemacht hat.


    Hattet Ihr auch solche Gedanken / Überlegungen zu dem / zu eurem Leben im Leben ?

    MtG

    Nafus

    Hallo Sabine ,
    ja ablenkung ist auch für mich gut . Zumindest wenn ich auf der Arbeit bin geht es etwas besser weil man andere Aufgaben hat als zu Hause. Habe nur Angst das ich dadurch verdränge und das soll ja viel schlimmer sein als die normale Trauer ? Angehörige können ( müssen aber nicht ) eine wichtige Stütze sein. Ich möchte aber meiner Mutter ( die ja schließlich Ihren Ehemann nach über 52 Jahren Ehe verloren hat ) nicht meine Probleme auch noch draufpacken. Sie macht sich sowieso schon genug sorgen . Zumindest geht Sie mit der Trauer anders um als ich. Spreche hin und wieder mit meinem Bruder aber der hat schließlich eine eigene Familie und hat dort natürlich genug zu tun. Also bleibe nur ich für mich in diesem Fall , aber das Forum hilft zumindes das man dort Verstanden wird und sich nicht erklären muss, es braucht Zeit das zu verarbeiten/ bearbeiten usw. Die Zeit kann man aber nicht beeinflussen. z.Zt wünsche ich mir das Sie schneller für mich geht damit diese Schmerzen in mir milder werden, zum anderen würde ich aber dann noch weniger zeit mit meiner Mama haben wenn ich das Leben "vorspulen" könnte... warum ist das Leben soll , warum bringt es einem soviel Leid und Ohnmachtsgefühle ....ich weiß es nicht.

    Hallo Ralf, Sabine und Frieda ,

    vielen Dank für euch antworten. Ich bin erleichtert das ich diesen Weg nicht alleine gehen muss. Ihr und die anderen hier seit für mich da , auch wenn es nur in Wort und Schrift ist.

    Meine Trauerwelle dauert jetzt schon seit über eine Woche an. Es war eine Erinnerung die diese Welle wahrscheinlich ausgelöst hat und wo ich gerade durchgehe.

    Zum Glück musste ich arbeiten gehen und konnte so etwas Ablenkung erfahren.

    Ich habe mir über die Seelsorge ( Mail ) einen Kontakt hergestellt wo man mich auch etwas unterstützt , aber es ist für mich weiterhin sehr schwer durch den Tag zu kommen.

    Es braucht Zeit da durchzugehen habt Ihr geschrieben , hatte ihr den diesen Zeitraum auch solche Probleme den Alltag überhaupt zu schaffen ? Mir kommt das so schwer vor , was

    früher mir leicht fiel, kostet mich heute so große Mühe und Überwindung das ich es fast nicht mehr schaffe. Die "MUSS" aufgaben wie z.b das Arbeiten mach ich ( und bin auch aktuell froh darüber ) ,

    aber die "Kann oder Sollte" Aufgaben kann ich nur sehr schwer angehen.

    Finde nur selten Ruhe vor den Gedanken die in meinem Kopf kreisen... schade das es da gegen kein Medikament gibt, wie lange ich das aushalten kann weiß ich aber nicht. Lebe von Tag zu Tag ..aber für was ?


    Werde euch auf dem Laufenden halten und bin weiter über jeden Tipp dankbar den ich versuchen könnte.


    MtG


    Nafus

    Hallo Matthias ,

    ja Trost zu finden in dieser Zeit ist nicht einfach, hast du schon mal an ein Haustier gedacht ? Ich habe immer Katzen toll gefunden. Habe auch die Katze von meinem Bruder etwas gepflegt die letzten Wochen.

    Leider musste diese am Freitag eingeschläfert werden, die Verletzung die Sie erlitten hatte war doch zu groß..

    Kannst du deiner Cousine nicht einen netten Brief schreiben oder eine Mail ? Ich stehe aktuell mit der Seelsorge über Mail in Kontakt ( Chat ist wohl auch möglich ) und über die via-Trauerbegleitung , versuchen kann

    man es zumindest würde ich sagen. Ich bin allerdings erst am Anfang von meinem Prozess , daher kann ich dir nicht sagen ob es etwas bringt oder nicht.


    MtG

    Nafus

    Hallo Sabine ,


    danke für die Antwort, ich werde auch wieder öfters das Gespräch mit meinem Bruder suchen. Das mit dem "natürlichen Lauf der Zeit" stört mich auch etwas dabei. Bin ich weniger wert nur weil ich meinen Vater verloren habe und meine Mutter Ihren Ehemann ? Es ist hart das auszuhalten so teilweise gesehen zu werden selbst von nahen Angehörigen. Dadurch fühlt man sich irgentwie weniger Wert ( so fühle ich mich zumindest ). Aber jeder trauert anders und es gibt kein richtig oder falsch...aber woher weiß ich dann das es nicht zu mir passt wenn es kein falsch gibt. Das ist für mich schwierig zu verstehen .

    Habe zumindest etwas mehr klarheit wie meine Mama trauert , dort ist die Wut wohl ein Schlüssel. Wenn ihr ein trauriger Gedanke kommt dann denkt Sie an die Ehe zurück wo mein Papa auch Fehler gemacht hat und dann geht es Ihr dadurch besser. Aber ich das wirklich besser so zu verfahren ? Ich habe solche Momente nicht gehabt die mich so geprägt haben bzw. die in Erinnerungen geblieben sind.

    Mimi : Werden den die schmerzen , das Gefühl der Niedergeschlagenheit oder die tiefe Traurigkeit irgentwann abnehmen?


    Ich habe das Gefühl das ich nach 3 Monaten Trauer wieder am Anfang stehe , oder bin ich garnicht los gegangen um den Weg zu beschreiten ? Immer nur Fragen ....

    Es ist für mich nicht einfach in meiner Zeit , die Trauer überlagert alles und jedes , sebst einen Postiven Gedanken kann ich nicht fassen, die Gedanken kreisen und kreisen wie ich das alles schaffen soll. Gibt es solche Phasen in der Trauer wo alles wieder hochkommt ? Habe das nur von "Besonderen Tagen" gelesen aber z.Zt ist nicht so ein Zeitraum. Vielleicht auch wegen Karneval ...gefühlt ist jeder Glücklich nur wir / besonders ich bin es nicht. Diese Situation noch Jahre auszuhalten ist ein schrecklicher Gedanke der aber auch immer wieder im Kopf "anklopft" .

    Ich weiß was euch hilft / geholfen hat muss nicht mir helfen aber vielleicht hilft es mir ein bisschen. Hattet Ihr solche Abschnitte auch 3 Monate nachdem eine geliebte Person gestorben ist ? und was hat euch dabei Unterstützt durch diese Zeit zu kommen. Vielleicht mache ich auch nicht genug oder zu viel ...ich weiß es einfach nicht .....

    Hallo zusammen,

    seit dem Wochenende ist die tiefe Traurigkeit die Trauer und die Hoffnungslosigkeit wieder ganz stark zu spüren , fast so wie nur wenige Tage danach. Wenn ich alleine bin fließen die Tränen in strömen und die Gedanken kreisen um meinem lieben Papa. Es ist schwer das Auszuhalten und in Worte zu fassen. Nur unter Tränen kann ich aktuell schreiben. Alles fühlt sich so Trostlos und einfach nur leer an . Ich muss es aushalten wenn schon nicht für mich dann für meine Mama. Ich möchte für Sie stark sein , damit Sie sich nicht noch Sorgen um mich machen muss. Aber es ist sooooo schwer das auszuhalten...wie lange ich das ertragen kann weiß ich nicht. Und die Gedanken kreisen weiter und weiter "Nie wieder" werde ich Ihn sehen , wie soll ein Mensch nur damit klar kommen frage ich mich, und wozu überhaupt , wenn meine Mama nicht mehr da ist und dann nicht stark sein muss dann wüsste ich nicht mehr weiter in meinem Leben. Es ist dunkel um mich geworden seit diesem schrecklichem Tag ( 6.11.2023 ) 6 Tage vor seinen Geburtstag und 14 Tage nachdem wir den geliebten Hund von meinem Papa einschläfern mussten. Wie schafft man das nur alles auszuhalten. Ich kann es aktuell nicht und bin froh zumindest hier meine Gefühlslage beschreiben zu können...was habe ich falsch gemacht im Leben um so etwas erleben zu müssen. Wieso wird man als Mensch nicht darauf vorbereitet frage ich mich und wäre es dann ich so schlimm ? Ich weiß es nicht und was ist wenn das erst der Anfang gewesen ist und es noch schlimmer wird....

    Oh man schlimm ...echt schlimm


    MtG

    Nafus


    P.S.

    Hallo lieber mAtRiX ,

    ich bin zwar erst seit kurzen dabei , dennoch finde ich es wichtig das es so ein Forum gibt wo man sich austauschen kann.

    Ich hoffe das das Geld ( 164,32 Euro ) bei dir angekommen ist und du das Forum weiter führen kannst und willst.

    Für mich ist es zu einem wichtigem Ort geworden wo man als Mensch noch so gesehen wird wie man ist

    mit seinen Verlusten , Ängsten , Sorgen , Ungewissem usw.


    Forum Kosten.jpg

    Hallo lieber mAtRiX ,

    ich bin zwar erst seit kurzen dabei , dennoch finde ich es wichtig das es so ein Forum gibt wo man sich austauschen kann.

    Ich hoffe das das Geld ( 164,32 Euro ) bei dir angekommen ist und du das Forum weiter führen kannst und willst.

    Für mich ist es zu einem wichtigem Ort geworden wo man als Mensch noch so gesehen wird wie man ist

    mit seinen Verlusten , Ängsten , Sorgen , Ungewissem usw.


    MtG

    Nafus

    Hallo Ralf ,

    ja das stimmt leider ich konnte mich zwar mitteilen aber es war doch etwas anderes ( glaube ich zumindest ) wenn man "nur" seinen Papa verloren hat ( natürlicher Prozess ) oder seinen Ehemann ( ..bis das der Tod uns scheidet ).

    Jeder Mensch ist anders und jeder geht mit Themen auch anders um. Das viele reden vor Leuten mag ich zwar gar nicht aber da diese Fremden mich nicht kennen , fällt mir das ganze zumindest etwas leichter als bei Nachbarn oder die wenigen Freunde die ich habe ( die kannten ja mein Papa ). Gersten und Heute ist es wieder dunkel um mich geworden.

    Heute geht mir durch den Kopf "Nie wieder" werde ich Ihn sehen , mit Ihm sprechen , mit Ihm lachen. Natürlich hätte er nicht gewollt das ich mich so fühle , aber so ist es halt. Ich dachte wir hätte noch so Zeit gehabt und noch was zusammen schaffen können was man vornimmt ( Brennholz herstellen , das Haus im Schuss halten , den Hühnerauslauf verändern usw. Man nimmt sich ja soviel vor für den Sommer bzw. wenn die Tage besser werden. Ich wollte noch einen Schrank mit Ihm schleifen oder die Werkstatt richtig einrichten, mit dem Traktor mitfahren oder einfach nur für dich da sein und die Zeit genießen und jetzt ist alles anders und ich kann "Nie wieder" was mit dir machen und das schmerzt massiv und treibt mich seit gestern rum. Da wird das ganze Leben hinterfragt und ich frage mich ob ich ein guter Sohn gewesen bin und nicht zu egoistisch wenn ich mal keine Lust oder Zeit hatte etwas zu machen.

    Wie kann ich damit nur weiterleben in der Gewissheit das "Nie wieder" für den rest meines Leben bedeutet.


    MtG

    Nafus

    Hallo Funny hallo Sabine ,


    vielen Dank für eure Antworten. Ich habe begriffen das es Zeit braucht um das zu verarbeiten. Es wird noch lange dauern bin ich an euren Punkten im Leben bin. Ich versuche mir Unterstützung zu organisieren und war gestern bei einer offenen Trauergruppe. Ich kam mir erst etwas verloren vor das ich meinen Papa und die anderen Ihren Ehemann verloren haben. Auch war ein Altersunterschied erkennbar. Aber im Nachhinein war es nicht schlecht glaube ich zumindest. Ich kann sowas immer schlecht erkennen was mir hilft und was nicht . In der Trauer fühlt sich vieles anders bzw. schlechter an. Leider wollte meine Mama zur der Trauergruppe nicht mitkommen , auf meine Nachfrage wollte meine Mama das nicht , da würde Sie dann sehr schnell Kopfschmerzen bekommen.


    Für viele anderen geht das Leben normal weiter und da mitzuhalten ist sehr schwer für mich. Versuche auf mich zu achten aber das gelingt mir nur teilweise. Versuche auch meiner Mama die Zeit zu geben.


    MtG

    Nafus

    Hallo Funny und Sabine ,


    vielen Dank für eure Antworten , annehmen kann ich glaube ich zumindest auch wenn es nur Stück für Stück . Mir ist bewusst das er Tod ist und nicht mehr wieder kommt. Mir fehlt er weiterhin sehr in meinem Leben.

    Das Tagebuch wie ich Ihm berichte wie mein Tag gewesen ist hilft mit sehr. Auch Gespräche tun mir gut in dieser Zeit, sei es mit der Familie , Freunden und/oder Kollegen.

    Natürlich gibt es Momente wo die Trauer sehr intensiv ist und schmerzvoll ist. Aktuell kann ich damit umgehen. Das das ganze noch Zeit benötigen wird ist mir jetzt klar und man kann den Prozess nicht "abkürzen" das finde ich

    zumindest.

    Ein solchen Ort um Loszulassen muss ich noch suchen. Sicherlich gibt es viele Orte wo wir oft waren und geredet haben. Ich versuche das Vermächtnis meinen Vaters fortzuführen , alleine schon wegen meiner Mama und es gibt immer was am Haus zu machen. Das finde ich als eine Art Zufriedenheit zu wissen das Papa das auch gewollt hätte.

    Ich habe begriffen das man sich zeit lassen muss für die Trauerarbeit. Sorge mich um meine Mama die zwar oft Spazieren geht aber mit mir nicht aktiv über Ihre Trauer spricht. Zumindest macht Sie es nicht mit mir , und hat Angst wenn ich aus dem Haus gehe um zu arbeiten. Besonders die Nachtschichten ist für Sie aktuell schlimm glaube ich. Da ist Sie dann alleine im Haus und schließt sich ein wenn ich zur Arbeit muss. Sie schläft dann sehr unruhig , das sagt Sie mit zumindest.


    Wie schaffe ich es denn es anzunehmen bzw. wie weiß ich das ich es angenommen habe ?


    MtG


    Nafus