Posts by Sascha

    Ja, zu Weihnachten merkt man besonders, dass jemand fehlt. Ich schmücke auch nicht so festlich wie als Ralf noch da war. Auf den Baum verzichte ich, dafür hab ich Ralf heute an seinem Baum im Wald besucht. Wir haben uns ein bisschen an früher erinnert. Schön, wenn man zum Nachdenken kommt.


    Aber einen Adventskranz habe ich auch dieses Jahr wieder. Kerzen dazu, seine Sticksi, seine Cola, Weihnachtssüßkram für mich, tagsüber Klassikradio.

    Es ist natürlich nicht das selbe das es einmal war.


    Ich wünsche euch allen viele gute Erinnerungen und natürlich Frohe Weihnachten!

    Diese Schuldgefühle sind wohl irgendwie ein schwieriger, bei vielen kaum zu beseitigender Teil der Trauer. Mir geht es eigentlich gerade ganz gut, ich bin im Urlaub in Bayern, wandere umher und so, habe auch immer Ralfs Bild mit dabei und die ganze Zeit fühle ich mich wohl.

    Doch plötzlich fällt mir irgendeine kleine Bemerkung ein, die ich mal gesagt habe und die vielleicht verletzend war. Und schon ist die ganze Trauer wieder da. Weil man diese Dinge nicht mehr reparieren kann, weil man mit dem Menschen eben (im herkömmlichen Sinne) nicht mehr sprechen kann. Also grübelt man selbst darüber nach, was es natürlich noch intensiver macht.

    Als Ralf krank wurde, habe ich in den ersten Monaten immer gedacht, es wird schon nicht so schlimm sein. Man ist eben einfach nicht von jetzt auf gleich bereit für solche Dinge. Ihr beiden musstet in kürzester Zeit etwas bewerten, was jeden Menschen, wenn er kein medizinischer Spezialist ist, überfordert, nicht nur fachlich, sondern vor allem psychisch.

    Was die Dinge angeht, zu denen man sich im Nachhinein einbildet, man hätte sie besser machen können: Ich weiß, ich kann manche Dinge nicht mehr ändern. Ich weiß aber auch, dass solche Dinge nichts an unserem grundsätzlichen Miteinander geändert haben. Dass wir, so gut wir es konnten, füreinander da waren. Und wir dadurch miteinander verbunden waren, und irgendwie weiterhin sind.


    Liebe Grüße

    Sascha

    Ich weiß auch nicht genau, ob das Trauern früher leichter oder auch anders war. Vielleicht haben haben die Leute auch eher im Stillen für sich getrauert. Ich habe als Kind auch relativ wenig davon mitbekommen. Meine Mutter hat diese Dinge schon immer sehr nüchtern behandelt. Sie hat sich sehr engagiert um meine Oma gekümmert, hat aber auch gesagt, wenn sie irgendwann nicht mehr da ist, wird sie sie nicht am Grab besuchen oder ähnliches. Weil das für sie einfach keinen praktischen Zweck hat.

    Ganz früher war die Mehrheit der Leute ja noch religiöser. Vielleicht haben sie darüber ihre Trauer bearbeitet. Es war dann zumindest ein Anlass. Heutzutage vermeiden Außenstehende ja oft, das Thema verstorbene Person auch nur zu berühren, weil sie glauben, das wäre unangenehm. Ich habe früher auch so gedacht. Seit dem Tod meines Freundes Ralf weiß ich, dass das Unsinn ist. Ich freue mich darüber, wenn Leute mich auf ihn ansprechen, weil das bedeutet, dass er auch durch sie irgendwie gedanklich weiterexistiert. Aber das merkt man wohl erst, wenn man selber betroffen ist.


    Und, was vielleicht noch anders als früher ist, dass man heute oft isolierter lebt. Die Verwandten wohnen häufig relativ weit auseinander. Da ist man schnell mal mit seiner Trauer allein, die sich dann steigern kann. Früher reichte vielleicht schon ein verstehender Blick oder ein Wort von Angehörigen, die da waren, dass man wusste, dass man mit der Trauer nicht allein war.


    Was am Ende stimmt, weiß ich auch nicht. Es waren mal so ein paar Gedanken von mir. Milac, ich hoffe, du hast oder findest Leute, mit denen du reden kannst. Und wenn erstmal nicht, vielleicht hilft es ja, dann eben gedanklich mit deiner Mama zu reden. Wenn´s mir nicht gut geht, hilft es mir auch oft, hier einfach zu lesen oder ab und zu auch was zu schreiben. Wie jetzt gerade.


    Liebe Grüße

    Sascha

    Dankeschön euch! :) Ich hab versucht, Ralfs Wesen so gerecht zu werden, wie es in einer Anzeige eben geht.


    Die Anzeige seiner Firma hätte Ralf wohl gefreut, diese Anerkennung hätte er sicher gern vorher intensiver verspürt. Leider verpasst man im Alltag oft, sich gegenseitig zu stützen. Aber das geht vielleicht den meisten so.


    Schön aber, dass wir uns hier gegenseitig von unseren Leuten erzählen.

    Liebe Leute,


    heute vor einem Jahr wurde mein Lebensgefährte Ralf im Ruheforst bestattet.

    Falls ihr mal möchtet, könnt ihr gern seine Andenkenseite besuchen, und z.B. sehen, wie sich sein Ahornbaum, unter den seine Urne gesetzt wurde, entwickelt.


    trauer.tagesspiegel.de / traueranzeige/ralf-peter-bastian (die Lücken in der Mitte schließen)


    Liebe Grüße an euch

    Sascha

    Liebe Pauline,

    einen Gruß auch von mir in dieser für dich sicher schweren Zeit. Viele hier haben ja einen großen Verlust erlitten. Ich auch. Ich habe meinen Lebensgefährten vor gut einem Jahr verloren. Heute vor einem Jahr war die Beerdigung. Ich hoffe, ihr habt gestern eine gute, auch fröhliche Bestattung durchgeführt und du konntest Kraft aus der Anteilnahme der Gäste schöpfen.


    Wie Funny schon gesagt hat, geht es bei der Trauer auf und ab. Ich für mich habe mitbekommen, wie wichtig es war und immer noch ist, die Trauer, wenn sie kommt, zuzulassen. Sich einen Ort und den (auch langen) Moment zu nehmen und einfach uneingeschränkt zu trauern, zu weinen oder was immer man macht. Ich habe das auch irgendwie immer als eine Reinigung der Seele empfunden.


    Was ich mir sicher nicht richtig vorstellen kann ist, wie es sich anfühlt, wenn die eigenen noch kleinen Kinder auch diesen großen Verlust erlitten haben. Du bist selbst in Trauer, musst aber zusätzlich möglicherweise auch die Trauer der Kinder auffangen, wenn ich deine Situation richtig verstehe. Vielleicht entwickelst du mit deinen Kindern ja mit der Zeit kleine Rituale der gemeinsamen Erinnerung.


    Ich wünsche dir ganz viel Kraft und den Beistand, den du brauchst.

    Sascha

    Solange du dir den Kaffee nur aufs Kleid kippst, geh ruhig weiter zu den Bekannten, auch vor dem Einkauf. Ihr hattet was zum Zeit gemeinsam verbringen und die Leute im Laden hatten was zum Schmunzeln und Staunen. Gut so :)

    Hallo Kate,

    wie dein Vater hatte auch mein Freund Krebs. Festgestellt wurde es im Sommer 2023. Gestorben ist Ralf, so sein Name, im April 2024. Es ist einfach so schlimm, wenn man nichts mehr tun kann. Ich habe in meinem Faden "Trauer um meinen Lebensgefährten" aufgeschrieben, wie es in der Zeit ablief. Und das es dann eben noch schneller ging als sowieso befürchtet. Das einfach keine Zeit mehr blieb. Nicht einmal die Zeit, um sich irgendwie darauf einzustellen, dass es irgendwann vorbei sein würde.

    Und deshalb kenne ich auch das Gefühl, Angst zu haben, ihn enttäuscht zu haben. Bei mir auf die Art, dass ich nicht bei ihm war, als er starb. An einem Dienstag hatte Ralf das Bewusstsein verloren, am Freitag darauf verstarb er. Ich weiß, objektiv betrachtet muss ich mir wahrscheinlich keinen Vorwurf machen. Ich war immer wieder bei ihm gewesen, habe mein Bestes gegeben, was mir in dieser Situation möglich war. Aber dieser Gedanke, dass er sich möglicherweise in seinem letzten Moment allein fühlte, ist immer ein bisschen da. Aber wahrscheinlich kann das gar nicht anders sein. Das Sterben eines Menschen wird immer traurig sein, egal wie es dazu kommt. Und danach gibt es weltlich eben keine Möglichkeit, nochmal etwas gutes gemeinsames zu ergänzen.


    Trauere, wann immer du das Bedürfnis danach hast, und weine, wenn dir danach zumute ist, denke an deinen Vater! Höre ein bisschen die Musik, die er vielleicht gehört hätte! Gucke die Sendung, die er vielleicht geguckt hätte! Erinnere dich an ihn, wie es für dich eben passt! Vielleicht gibt es ja Eigenschaften, die er hatte, die du dir zum Vorbild nimmst. Dadurch wird er immer ein bisschen noch da sein. Und dich auf welche Weise auch immer begleiten in deine Zukunft.


    Liebe Grüße

    Sascha

    Liebe Kate,

    in dem, was du geschrieben hast, habe ich mich ähnlich auch wiedergefunden. Dieser Gedanke, dass der Mensch für immer weg sein soll, hat mich auch schon sehr beschäftigt. Gerade dann, wenn der Mensch sonst immer da war, man mit ihm zusammen lebte oder eben sehr verbunden war, glaube ich. Ich konnte das auch nicht fassen, als mein Freund nicht mehr da war und kann es bis jetzt nicht. Ich glaube, weil es einfach so total ist, so unwiderbringlich, dass man das einfach nicht fassen kann. Ich habe als Kind gelernt, dass das Weltall unendlich ist, aber dass man sich das als Mensch nicht vorstellen kann. Daran habe ich mich erinnert, als ich nicht fassen konnte, dass ich meinen Freund nie mehr auch nur 5 Minuten noch einmal sehen und mit ihm sprechen können werde.

    Ich war nie religiös, habe mich früher gewundert, wie Leute an diese Dinge glauben können. Jetzt wo mein Freund nicht mehr da ist, bin ich zwar auch nicht religiös, aber ich verstehe nun jeden Menschen, der es ist.


    Was mir hinsichtlich meines Freundes bleibt, und dir natürlich auch, deinen Vater betreffend, ist die Erinnerung an ihn. Jedes Erinnern vielleicht zu bestimmten Jahrestagen besonderer Erlebnisse; jeder kleine Beitrag hier, wo ich von Ralf was schreibe; jedes Gespräch, was ich in Gedanken mit ihm führe; jeder Besuch in seinem Ruheforst und die Bilder, die ich von seinem Baum, an dem er liegt, mache; jede Möglichkeit, wo ich anderen Leuten von ihm erzählen kann. Irgendwie gibt mir das ein Gefühl, ihn ein bisschen weiterleben zu lassen. Das, womit er die Welt geprägt hat, auch andere wissen zu lassen.


    Das ist nicht so stark, wie wenn er noch selbst richtig leben würde. Aber es gibt mir das Gefühl, sein Wesen existiert gewissermaßen weiter. Nicht bewusst aber irgendwie als Bestandteil eines Weltgedächtnis´ der Menschheit.

    Hat auch irgendwie fast was religiöses, aber ist doch irgendwie weltlich. Naja, so ist mein Weg. Ich wünsche dir von Herzen, dass du auch einen für dich passenden persönlichen Weg findest.


    Und wenn du möchtest und es dir hilft, erzähle uns hier von deinem Vater!


    Liebe Grüße

    Sascha

    Ich habe heute, ein Jahr danach, natürlich Ralf am Baum besucht. Es war ein bisschen schwierig, eine Brückenunterführung war gesperrt und deshalb musste ich kilometerweite Umwege gehen, kam nicht, wie ich es wollte, zur Todeszeit am Baum an. Ein bisschen wie letztes Jahr, als ich am Ende leider nicht "rechtzeitig" bei Ralf war. Aber eigentlich war es ein richtig schöner Gang durch den Wald. Man kann sehen, dass sich einiges tut. Es hat endlich wieder etwas länger geregnet, der Boden ist feucht, umgefallene Bäume liegen als Stämme auf dem Boden, bieten Platz und Raum für neues Leben. Eine Krähe begrüßte mich mit ihrem Rufen (Ralf hat früher am Fenster immer ein bisschen Kontakt zu den Krähen aufgenommen.) Und aus der Erde, wo seine Urne hineinkam, kommt nun auch das erste Frühlingsgrün durch das Laub. Genau so wie an den Zweigen seines Baumes.


    Du hast schon früher toll organisiert und angepackt. Und irgendwie machst du im Wald jetzt weiter. Ich vermisse dich. Aber das was du geprägt hast, das bleibt. Und damit, wenn auch anders, bleibst auch du <3


    Sascha

    Heute ...

    ... und viele andere Tage bist du hier immer ein bisschen für andere da, begrüßt Trauernde, findest liebe passende Worte, spendest Trost, so gut es geht, teilst Gedanken, Gefühle, Erlebnisse.


    Ein liebes Dankeschön dafür :) Wenn´s ok ist, hier mal auch eine liebe Umärmelung für dich, liebe Funny :knuddeln:

    Leider wird nichts den Schmerz ganz wegnehmen. Vielleicht ein kleines bisschen erträglicher machen. Ich kann nur das gleiche wie Funny empfehlen. Sei bei ihm und sprich mit ihm, so lange oder so oft es eben geht! Vielleicht können oder möchten die anderen in der Familie es auch tun. Vielleicht gibt es auch eine Musik, die du bei ihm abspielen kannst. Und was vielleicht noch wichtig ist: Lebe die Traurigkeit aus! Weine, wenn du weinen musst! Oder was auch immer du fühlst.


    Ganz viel Kraft

    Sascha

    Hallo Igelchen und Matthias,


    das was ihr andeutet, wenn ich euch richtig verstehe, habe ich inzwischen auch bemerkt. Es ist manchmal schwer zu ertragen, wenn man mit niemandem so richtig über den Verlust und die persönliche Trauer sprechen kann. Sei es, weil die Beziehungen zu Angehörigen es nicht möglich machen oder eben, weil niemand da ist, der es nachvollziehen kann. Man fühlt sich im Verlust dann ziemlich allein. Geht mir auch so. Igelchen, vielleicht hilft es manchmal ein bisschen, hier ein wenig von den Menschen zu erzählen.


    Liebe Grüße euch

    Sascha

    Hallo S-i-t-r,

    ein herzliches Beileid auch von mir.

    Ich habe die letzten Stunden meines Freundes leider nicht mit ihm verbracht. Er schlief ein, als ich gerade vom Krankenhaus nach Hause gefahren war, um Sachen zu holen um die nächsten Tage bei ihm im Zimmer übernachten zu können. Leider ging es schneller als erwartet oder erhofft. Auch später habe ich mir deswegen Vorwürfe gemacht, aber letztendlich war ich allein mit der Aufgabe, habe ich es nach bestem Wissen und Gewissen so gemacht, wie ich konnte.


    Ich glaube, du hast das auch so gemacht und bist ganz bestimmt kein Idiot. Du hast deine Mama sogar ganz zum Schluss angesehen, warst bei ihr. Und du erinnerst dich an die Zeit mit ihr, z.B. an eine schöne Kindheit, die sie dir ermöglicht hat. Das bleibt und lässt deine Mama in dir weiter sein.


    Liebe Grüße

    Sascha

    Tach Ihr,

    vor einigen Tagen ist mir etwas schönes passiert, ich habe einen Gruß von Ralf (meinem verstorbenen Freund) erhalten.

    Also ich glaube, es war wohl im Herbst vor eineinhalb, vielleicht auch zweieinhalb Jahren, als er unsere Balkonkästen (winterfest) bepflanzt hat. Genau weiß ich es nicht mehr, unsere Pflanzen waren eher sein Steckenpferd, ich habe mich gefreut, dass es schön aussah. Naja, nachdem er nicht mehr konnte, hat auch niemand mehr die Balkonpflanzen gepflegt. Und somit ist darin nicht viel passiert.


    Doch vor ein paar Tagen gucke ich zufällig rauf und sehe es darin grünen und blühen. Ein bisschen wild aber schön frühlingshaft. Ich war es nicht, na und sonst ist keiner da. Insofern ist es für mich Ralf gewesen, zusammen mit der Natur. Und es war ein richtig schöner Gruß von ihm. Irgendwie ist er eben doch noch da :)


    Frühlingshafte Grüße an euch

    Balkongrußcollage.png

    Danke Matthias,


    ich nutze seit einigen Tagen die Schuhe meines Freundes. Ich konnte meine etwas leichteren Schuhe für die warme Jahreszeit jetzt nicht mehr tragen. Wir haben ungefähr die gleiche Größe und naja, wenn er nicht mehr durch die Welt gehen darf, sollen es wenigstens seine Schuhe tun. Es geht immer irgendwie darum, noch irgendetwas in Benutzung zu behalten, was er eben auch benutzt hat. So wie du das mit dem Schreibordner tust. Ist ja auch dann eine gelebte Erinnerung.


    Liebe Grüße

    Sascha

    Ich weiß nicht, ob es diese Fragestellung hier schon irgendwo gegeben hat. Mir kam sie gerade in den Sinn, nachdem ich meinen Jahresurlaub planen musste. Man hat ja früher vielleicht besondere Dinge mit dem verlorenen Menschen unternommen. Und jetzt ist er nicht mehr da. Einiges kann man vielleicht mit Freunden machen, vielleicht sogar mehr als vorher. Aber nicht immer sind diese da. Und etwas allein zu unternehmen kommt einem vielleicht irgendwie komisch vor. Oder es kostet Überwindung, weil man sich denkt, was soll ich da allein.


    Auch ein bisschen auf die Frage gebracht hat mich Funny, mit ihrer "Heute"-Rubrik, die ich gern ab und zu lese. Danke dir dafür! :)


    Naja, jedenfalls bin ich Ende Oktober einfach so allein an die Ostsee gefahren, in Berlin in den Zug gesetzt und bin hoch nach Usedom. Ich bin auf die Seebrücke, bin lange am Strand spazieren gegangen, am Nachmittag in ein Restaurant usw. Ein Bild meines Freundes hatte ich natürlich auch dabei. Es war wirklich ein schöner Tagesausflug. Ich habe mich aber noch nicht getraut, mir ein Zimmer zu buchen und irgendwo zu übernachten. Für meinen nächsten Urlaub im neuen Jahr habe ich es mir aber vorgenommen.


    Allein in das Restaurant zu gehen, wo mein Freund und ich regelmäßig waren, kriege ich irgendwie nicht fertig. Ich bestelle ab und zu Essen von dort, lasse es mir liefern. Ich habe auch schon darüber nachgedacht, einfach mal allein ins Kino zu gehen. Naja, die Filme, die es heutzutage so gibt, motivieren mich meist nicht, mich zu überwinden, allein zu gehen.


    Ein kleines Ritual fällt mir noch ein, dass sich für mich ergeben hat. Ich habe ungefähr seit Beginn der Winterzeit jetzt immer eine Kerze draußen an. Mein Freund hätte es gar nicht gemocht, wenn ich sie nachts unbeaufsichtigt weiter brennen lassen würde.

    Wenn ich sie also vor dem Schlafengehen ausmache, sage ich damit auch meinem Freund Gute Nacht.


    Liebe Grüße an euch

    Sascha

    Hallo, ich guck mal wieder hier rein.

    Dieser Faden hier ist zwar schon alt, aber macht ja nichts. Er fiel mir gerade ins Auge.


    Tja, was mache ich mit den Dingen meines Freundes? Also bis jetzt bin ich da sehr zurückhaltend mit dem Entsorgen. Ich habe es ehrlich gesagt bis heute nicht fertig gebracht, seine Bettseite abzuziehen, wo er noch ein paar mal drin geschlafen hatte, bevor er dann wieder ins Krankenhaus musste. Auf einem Stuhl liegt immernoch ein benutzter Pullover und eine benutzte Haushose. Seine Jacke hängt immernoch am Haken. Das nur ein paar Beispiele.

    Ich habe Angst, dass wenn irgendwann alle Sachen weg wären, dann auch die Erinnerung verblassen würde.


    Liebe Grüße an euch

    Sascha