Kaffeehaus

      Bevor ich mit meinem Liebsten zusammenkam, war ich ein paar Jahre Single. Ich bin in dieser Zeit mehrere Male mit Wikinger Reisen gereist (Andalusien, Kykladen Mallorca, Kroatien). Obwohl ich alles andere als ein Gruppenmensch bin, haben mir alle Reisen sehr, sehr gut gefallen! Die Gruppen waren immer sehr unterschiedlich - von mitteljung bis ins Seniorenalter, Frauen meist eindeutig in der Überzahl. Es war immer supernett. Meist gab es eine einzelne Nervensäge, aber die Gruppen waren insgesamt super. Ich denke das liegt daran, dass einen die gleichen Interessen verbinden. Die meisten Reisen waren Wanderreisen bzw. kombinierte Wander- und Kulturreisen. Die Organisation hat immer perfekt geklappt, die Unterkünfte waren super und das Kulturprogramm und die Wanderungen sehr interessant. Die Reisen waren damals schon kein Schnäppchen und sind es heute leider noch weniger, wie ich gerade gesehen habe. Davon abgesehen, kann ich diese Reisen aber voll und ganz empfehlen ... und das wie gesagt, obwohl ich überhaupt kein Freund von Gruppenreisen bin! LG Susanne
      Mein Mann und ich haben wunderbare Urlaube gemeinsam
      erlebt, die ich niemals missen möchte.

      Ich reiste jedoch auch sehr oft alleine, bevor ich verheiratet war.
      Wenn man ein wenig aufgeschlossen und kontaktfreudig ist,
      kann man mit sehr netten Menschen, egal ob mit Paaren oder
      Singles eine wunderschöne Zeit verbringen.
      Cluburlaube sind ebenfalls sehr empfehlenswert, denn man kann
      sich alleine beschäftigen und wenn man Gesellschaft
      bevorzugt, gibt es viele Alleinreisende, denen man
      sich ungezwungen anschließen kann.
      Ich habe letztes Jahr eine organisierte Rundreise mit einer Gruppe
      von ca. 25 Personen durch Südafrika vom Kruger Nationalpark
      bis zum Kap der guten Hoffnung gemacht. Es waren überwiegend Paare,
      jedoch waren die Gemeinschaft und die Gespräche
      während der Reise bereichernd und ganz einfach nur toll.
      Ich konnte seit langer, langer Zeit wieder so richtig herzhaft lachen.

      Total gestrafftes Programm, anstrengend, aber so positiv,
      dass ich immer wieder eine mit Guide organisierte
      Gruppen-Rundreise in solchen Ländern bevorzuge.
      Es bestand z.B. in wenigen Städten, in welchen man nicht nur
      eine Übernachtung hatte, die Möglichkeit, an Programmpunkten
      nicht teilzunehmen, wenn man nicht interessiert
      war und somit hatte ich auch ein wenig Freizeit, die
      ich so gestaltete, wie ich es liebe.
      Ein Nachmittag an der Waterfront in einem Cafe
      mit Cappuccino bei strahlendem Sonnenschein
      das Umfeld zu genießen und ein wenig zu shoppen...........
      Es war eine der schönsten Reisen, die ich erleben durfte.

      Dasselbe gilt für Städtereisen, die ich ebenfalls
      nur organisiert mit Guide mache, weil ich viel über
      die Stadt, die Historie, die Sehenswürdigkeiten
      und die Menschen erfahren möchte.

      Ich fliege jetzt im April für 2 Wochen in die Sonne.
      Baden, sonnen und Seele baumeln lassen.
      Dieses Reiseziel habe ich schon mehrmals mit meinem Mann
      zusammen besucht. Es werden wehmütige Gedanken dabei sein,
      Erinnerungen geweckt werden, aber diese sind so unendlich schön,
      dass ich mich wahnsinnig darauf freue..............

      Was ich damit zum Ausdruck bringen möchte; es gibt unendlich viele
      Möglichkeiten. All dies ist eine Frage der persönlichen
      Interessen und natürlich auch der finanziellen Möglichkeiten.

      Es gibt kein Patentrezept, aber meist wird man mutiger,
      wenn man positiv eingestellt ist und man eine schöne
      Reise erlebt hat. Es ist anders, als die gemeinsam
      verbrachten Urlaube.......................

      Deshalb wünsche ich Euch eine schöne Reise bzw.
      erholsame Tage mit positiven Erlebnissen, ganz egal
      welches Reiseziel Ihr anstrebt.
      Lasst Euch die Zeit, die Ihr benötigt, um dies zu planen
      und durchzuführen

      In diesem Sinne wünsche ich allen ein angenehmes Wochenende
      bei diesem vorausgesagten "Shit-Winterwetter", aber der Frühling
      kommt...............

      Ganz liebe Grüße Regine
      Je schöner und voller die Erinnerung, desto schwerer die Trennung.
      Aber die Dankbarkeit verwandelt die Erinnerung in eine stille Freude.
      Man trägt die Erinnerung wie ein kostbares Geschenk in sich.
      Spatzerl, ich liebe Dich unendlich und vergesse Dich nie.
      Guten Abend ihr Lieben!
      Bin durch Zufall ins Cafe gekommen und freue mich,dass ihr schon da seid!
      Zu Wanderungen kann ich mich gar nicht aufraffen obwohl mir das gut tun würde
      Die ersten Wochen nach Mamas Tod hab ich abgenommen und nun sehe ich bald aus wie ein Otter:)
      Esse viel Süsskram ,kann mich nicht aufraffen kochen ,lohnt nicht für mich alleine!
      Oh ja, liebe Marion.
      In der allerersten und schlimmsten Zeit, haben mich nach Arbeit, Umzug und Behördengänge die Abende, Nächte und Wochenenden verrückt gemacht. Die alleresten "Techniken" waren Ablenkungsmanöver. Um überhaupt einschlafen zu können, habe ich "Schäfchen gezählt", 21 22 23, immer und immer wieder, nur um mein Gehirn auszuschalten und die schlimmen Gedanken zu verbannen. Damit ich endlich einschlafen konnte. An den Abenden fühlte ich mich so leer, dass ich nicht mal fernsehen konnte. Stattdessen habe ich das Internet nach Themen zu Trauer durchforstet und am Computer wie eine Süchtige Spiele gespielt. Das habe ich vorher nicht gemacht und heute mache ich das auch nicht. Zum Glück bin ich dabei auf dieses Forum gestoßen. Vor Trauer und Schmerz war ich aber nicht in der Lage, mich schriftlich zu artikulieren. Nicht einmal um Hilfe konnte ich bitten. Ich war einfach nur sprachlos. Deshalb habe ich lange Zeit nur mitgelesen und in Gedanken mit dem Kopf genickt, wenn jemand Gedanken und Emotionen aufgeschrieben hat, die ich auch hatte.
      An den Wochenenden habe ich mich offenen Wandergruppen angeschlossen und tatsächlich an frischer Luft und Natur für kurze Zeit einen freien Kopf bekommen.
      Also in der ersten akuten und sehr langen Phase, habe ich tatsächlich immer nur das Gleiche getan: Internet, Forum, Spielen, Schlafen, Wandern. Das war wie ein Ritual oder eine Droge. Wenn ich es mir genau überlege, waren diese eintönigen Beschäftigungen die Ablenkung für die Vergrößerung der Abstände zwischen meinen Weinkrämpfen. Unterstützend habe ich Baldrian- und Johanniskrautdragees genommen. Nur um Ruhe zu finden. Tja, so sahen meine ersten Wochen und Monate aus. Dieses Ritual war mein erster persönlicher "Trick" oder Krücke, um das Gedankenkarussell zu unterbrechen. Zu mehr war ich auch nicht in der Lage oder bereit.
      AL Syli

      PS: Wenn der Mensch wochen- und monatelang immer nur das Gleiche macht, kommt irgendwann der Wunsch nach etwas Anderem. Und damit begann bei mir die nächste Stufe zur Bewältigung des schlimmen Ereignisses.

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von „Syli“ ()

      Den Appetit hat es mir ja nie so richtig verschlagen, muss ich sagen ... Habe nur abgenommen, weil ich auf einmal so viel in der Gegend herumrennen musste (Behördengänge etc.) Und gekocht habe ich eigentlich auch fast immer ... Natürlich fand ich es nicht so witzig, mein Essen dann neben dem leeren Sessel meiner Mutter einzunehmen ... War am Anfang sehr schwer ... Und besonders an den Feiertagen ist das immer noch schwer ... Wenn ich umziehe, werde ich mich von diesem Sessel trennen ... Das fällt mir einerseits nicht leicht, weil der Sessel und meine Mutter zuletzt irgendwie miteinander verwachsen waren, so dass es mir beinahe scheint, ich würde mit dem Sessel auch meine Mutter zurücklassen, aber es muss nun einmal sein, um einen Neuanfang zu haben und nicht dauerhaft zu sehr auf die Vergangenheit fixiert zu sein. Ich sage mir dann auch, das Leben meiner Mutter ist viel mehr gewesen als diese letzten Jahre, in denen sie an diesen Sessel gefesselt war, und ich möchte mich an sie auch wieder in anderer Form erinnern, als sie noch nicht pflegebedürftig war, sondern Reisen mit mir gemacht hat usw.
      Hallo Ihr Lieben,
      ich gehe jetzt schlafen. Der Job ...
      Komme morgen wieder ins Kaffeehaus und berichte Euch, wie es weiterging.
      Ich muss allerdings nochmal darüber nachdenken, wann ich was gemacht habe.
      Die Zeit war für mich stehen geblieben bzw, hatte sich verzerrt. .

      Ich wünsche Euch eine ruhige Nacht.

      AL Syli
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      Beitrag von „MS-Rolli“ ()

      Dieser Beitrag wurde vom Autor gelöscht ().
      @Marion
      @Syli
      @Rolli
      Der Sessel...
      Die Zeit verzerrt...
      Brot in kleine Stücke schneiden...
      kenne ich alles und wieder überrollt mich die Sehnsucht ,die kaum auzuhalten ist!
      Morgens ist es besonders schlimm...Mama braucht nichts mehr...keinen Sessel ,kein Brot....nichts.

      Das Leben ist grausam und von Gott so gewollt...versteh ich nicht!!!!!
      Grüsse
      Olga
      Guten Morgen,
      ein kurzer Gruß und ein schneller Kaffee...ich muss gleich los zur Arbeit.... :( keine Lust, aber dort sind wenigstens ein paar Menschen...
      Ich hoffe ihr hattet eine gute Nacht, ich selbst habe wieder sehr wenig geschlafen, trotz Bachblüten und pflanzlicher Beruhigungstabletten....Ich kann einfach nicht abschalten...
      Auch mich schmerzt, dass meine Mama nun nichts mehr braucht...vieles was sie gerne gegessen hat bringe ich z. Z. nicht runter...
      kochen macht keinen Sinn mehr, für wen....alleine essen?
      ich muss los....
      Ich wünsche euch einen guten Tag, ein kleines Lächeln, dass die Erinnerungen in liebevolle Gedanken wechseln.
      So sollten die Gedanken an die Mutter nicht auf einen Sessel reduziert werden, der deswegen mitgenommen werden muss, egal wohin man der Weg führt, die Mama sitzt fest im Herzen.

      Sollte man aber dennoch liebgewordene Rituale nicht verbannen, auch wenn sie manchmal ein Tränchen hervorrufen, es war ja nicht alles schlecht, wenn auch manchmal/ immer wieder mühsam und traurig.
      Da ist das eigene Leben, das noch gelebt werden will, muss, egal wie schwer, und mühsam, es wurde uns geschenkt, manchmal aber muss selbst ich daran erinnert werden und gebe es ebenso gerne weiter.

      Nun ben schnell den Frühling hier hineinlassen, dem es in diesem Jahr auch schwerer fällt den Weg zu finden.
      Ich bin anders als vermutet, selten wie erwartet und erst recht nicht wie es andere gerne hätten.


      Licht und Liebe, sind stärker als Tod und Schatten



      Liebe Judith!
      Wenn ich das richtig verstehe,lebst (wenn man es leben nennen kann)du jetzt auch alleine!?
      Hast du mit Mama in der gleuchen Wohnung gewohnt,so wie ich das habe?
      Dann ist es besonders schlimm!
      Jedes mal ,wenn ich einkaufen war und zurück kam,hörte ich sie rufen:"Bist du da?"
      Nun höre ich nichts mehr,wenn ich die Tür aufschließe....es ist totenstill!Trotzdem renne ich an die Türe und sage:"Mama ich bin wieder da"!
      Musste
      Ich weiss ,dass ist schon krankhaft und ich brauche wohl Hilfe von aussen!
      Mama und ich waren praktisch 65 Jahre zusammen!
      Wir haben natürlich auch gestritten und ich war als Jugendliche sehr anstrengend für sie,da sie mich alleine grossgezogen hat ,in einer schweren Zeit!
      Sie hat schwer gearbeitet um mir alles bieten zu können!
      Ich habe nichts vermisst,sie gab mir all ihre Liebe!
      Danke fürs lesen!
      Olga!
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      Beitrag von „MS-Rolli“ ()

      Dieser Beitrag wurde vom Autor gelöscht ().

      Olga schrieb:

      Liebe Judith!
      Jedes mal ,wenn ich einkaufen war und zurück kam,hörte ich sie rufen:"Bist du da?"
      Nun höre ich nichts mehr,wenn ich die Tür aufschließe....es ist totenstill!Trotzdem renne ich an die Türe und sage:"Mama ich bin wieder da"!
      Ich weiss ,dass ist schon krankhaft und ich brauche wohl Hilfe von aussen!
      Olga!


      Liebe Olga,

      mein Gott, kommt mir das bekannt vor!!! Aber mach dir keine Sorgen. Genau so ging es mir auch in den ersten Wochen nach dem Tod meiner Mama! Immer wenn ich vom Einkaufen nach Hause kam, rief ich ins Wohnzimmer rein, wo sie früher in ihrem Sessel saß: "Oma, bin wieder da!"
      (Oma hab ich sie in höherem Alter scherzhaft genannt, obwohl sie nie Oma wurde, ein wenig auch in Bezug auf unsere Katze ...)
      Und ich habe stundenlang mit ihr geredet und geredet und viel dabei geweint. Habe mich auch gefragt, ob das eigentlich noch normal ist, ob ich nicht einen an der Waffel habe und ob es irgendwann mal wieder anders wird.
      MIttlerweile rede ich zwar auch noch mit ihr, aber es hat sich wieder auf ein normales Maß eingependelt. Sage eben morgens immer "Guten Morgen, liebe Oma" zu ihrem Foto auf meinem Schreibtisch und erzähle ihr mal dies oder jenes.
      Also ich würde mal sagen, krankhaft ist da gar nichts, sondern das ist alles Teil des normalen Trauerprozesses. Wenn man so lange mit jemandem Tag für Tag zusammen war, kann man sich eben nicht vom einen Tag auf den anderen auf die neue Situation umstellen - das dauert schon eine ganze Weile ...

      LG
      Habe auch gedacht ich bin völlig krank. Habe 3 Nächte auf der Wolldecke meines Schatz geschlafen auf der er wochenlang gelegen und gestorben ist ( Natürlich 2x auf 60 Grad gewaschen ) !! Fand mich erst abartig, aber das war alles was mir blieb und ich fühlte mich gut dabei. Jetzt ist die Wolldecke im großen roten Koffer und ich habe kein Bedürfnis sie wieder vorzuholen... !!!
      Ich rede jeden Tag mit ihm und es tut mir gut und ich habe nicht das Gefühl ich wäre krank, außer das ich in tiefer Trauer bin.
      Als du gegangen bist, hast du die Farben mitgenommen.
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      Beitrag von „MS-Rolli“ ()

      Dieser Beitrag wurde vom Autor gelöscht ().
      Lieber Heiko,
      Mittlerweile finde ich alles gut und wichtig was hilft !
      Dachte Anfangs nur das sowas niemand macht. Nach dem Motto : Igitt, sowas wirft man doch in den Müll .. !!
      NEIN, ich hatte nur diese Wolldecke und ich bin nicht gestorben daran. Ich finde es super das du dieses T-Shirt hast von deiner lieben Frau und du glücklich bist, völlig egal ob Unisex oder nicht !!
      Als du gegangen bist, hast du die Farben mitgenommen.
      Falls das denn doch einer für krank halten sollte, geselle ich mich gerne dazu.
      Habe den letzten Schlafanzug meines Sohnes ins Gesicht gedrückt, wieder und wieder, den dann in einem Beutel verwahrt damit sein Duft länger hält.
      Den Beutel habe genau so lange behalten bis ich ihn nicht mehr brauchte, das kam von ganz allein.

      Seine letzte Hose, sein ganzer Stolz, hängt heute noch in meinem Schrank, dazu ein TShirt, das meine Tochter lange immer wieder noch als Nachthemd getragen hat, hatte es ihr gegeben als das Vermissen soooo groß war - hätte ich auch wohl, wenn es denn gepasst hätte.
      Irgendwann bekam ich das Shirt dann aber zurück,
      Wegwerfen wollte sie es dann doch nicht, könnte ich ja tragen ,sollte ich denn mal auf Diät kommen *lächel*

      So habe ich schon viele Geschichten gelesen, da hat man aus Kleidungstücken, Kissen oder ganze Patschworkdecken genäht.
      Eine tolle Idee finde ich noch immer.
      Ich bin anders als vermutet, selten wie erwartet und erst recht nicht wie es andere gerne hätten.


      Licht und Liebe, sind stärker als Tod und Schatten



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