Kaffeehaus

      Guten Abend ihr Lieben!
      Bin durch Zufall ins Cafe gekommen und freue mich,dass ihr schon da seid!
      Zu Wanderungen kann ich mich gar nicht aufraffen obwohl mir das gut tun würde
      Die ersten Wochen nach Mamas Tod hab ich abgenommen und nun sehe ich bald aus wie ein Otter:)
      Esse viel Süsskram ,kann mich nicht aufraffen kochen ,lohnt nicht für mich alleine!
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      Beitrag von „Syli“ ()

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      Beitrag von „Syli“ ()

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      Den Appetit hat es mir ja nie so richtig verschlagen, muss ich sagen ... Habe nur abgenommen, weil ich auf einmal so viel in der Gegend herumrennen musste (Behördengänge etc.) Und gekocht habe ich eigentlich auch fast immer ... Natürlich fand ich es nicht so witzig, mein Essen dann neben dem leeren Sessel meiner Mutter einzunehmen ... War am Anfang sehr schwer ... Und besonders an den Feiertagen ist das immer noch schwer ... Wenn ich umziehe, werde ich mich von diesem Sessel trennen ... Das fällt mir einerseits nicht leicht, weil der Sessel und meine Mutter zuletzt irgendwie miteinander verwachsen waren, so dass es mir beinahe scheint, ich würde mit dem Sessel auch meine Mutter zurücklassen, aber es muss nun einmal sein, um einen Neuanfang zu haben und nicht dauerhaft zu sehr auf die Vergangenheit fixiert zu sein. Ich sage mir dann auch, das Leben meiner Mutter ist viel mehr gewesen als diese letzten Jahre, in denen sie an diesen Sessel gefesselt war, und ich möchte mich an sie auch wieder in anderer Form erinnern, als sie noch nicht pflegebedürftig war, sondern Reisen mit mir gemacht hat usw.
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      Beitrag von „Syli“ ()

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      @Marion
      @Syli
      @Rolli
      Der Sessel...
      Die Zeit verzerrt...
      Brot in kleine Stücke schneiden...
      kenne ich alles und wieder überrollt mich die Sehnsucht ,die kaum auzuhalten ist!
      Morgens ist es besonders schlimm...Mama braucht nichts mehr...keinen Sessel ,kein Brot....nichts.

      Das Leben ist grausam und von Gott so gewollt...versteh ich nicht!!!!!
      Grüsse
      Olga
      Guten Morgen,
      ein kurzer Gruß und ein schneller Kaffee...ich muss gleich los zur Arbeit.... :( keine Lust, aber dort sind wenigstens ein paar Menschen...
      Ich hoffe ihr hattet eine gute Nacht, ich selbst habe wieder sehr wenig geschlafen, trotz Bachblüten und pflanzlicher Beruhigungstabletten....Ich kann einfach nicht abschalten...
      Auch mich schmerzt, dass meine Mama nun nichts mehr braucht...vieles was sie gerne gegessen hat bringe ich z. Z. nicht runter...
      kochen macht keinen Sinn mehr, für wen....alleine essen?
      ich muss los....
      Ich wünsche euch einen guten Tag, ein kleines Lächeln, dass die Erinnerungen in liebevolle Gedanken wechseln.
      So sollten die Gedanken an die Mutter nicht auf einen Sessel reduziert werden, der deswegen mitgenommen werden muss, egal wohin man der Weg führt, die Mama sitzt fest im Herzen.

      Sollte man aber dennoch liebgewordene Rituale nicht verbannen, auch wenn sie manchmal ein Tränchen hervorrufen, es war ja nicht alles schlecht, wenn auch manchmal/ immer wieder mühsam und traurig.
      Da ist das eigene Leben, das noch gelebt werden will, muss, egal wie schwer, und mühsam, es wurde uns geschenkt, manchmal aber muss selbst ich daran erinnert werden und gebe es ebenso gerne weiter.

      Nun ben schnell den Frühling hier hineinlassen, dem es in diesem Jahr auch schwerer fällt den Weg zu finden.
      Ich bin anders als vermutet, selten wie erwartet und erst recht nicht wie es andere gerne hätten.


      Licht und Liebe, sind stärker als Tod und Schatten



      Liebe Judith!
      Wenn ich das richtig verstehe,lebst (wenn man es leben nennen kann)du jetzt auch alleine!?
      Hast du mit Mama in der gleuchen Wohnung gewohnt,so wie ich das habe?
      Dann ist es besonders schlimm!
      Jedes mal ,wenn ich einkaufen war und zurück kam,hörte ich sie rufen:"Bist du da?"
      Nun höre ich nichts mehr,wenn ich die Tür aufschließe....es ist totenstill!Trotzdem renne ich an die Türe und sage:"Mama ich bin wieder da"!
      Musste
      Ich weiss ,dass ist schon krankhaft und ich brauche wohl Hilfe von aussen!
      Mama und ich waren praktisch 65 Jahre zusammen!
      Wir haben natürlich auch gestritten und ich war als Jugendliche sehr anstrengend für sie,da sie mich alleine grossgezogen hat ,in einer schweren Zeit!
      Sie hat schwer gearbeitet um mir alles bieten zu können!
      Ich habe nichts vermisst,sie gab mir all ihre Liebe!
      Danke fürs lesen!
      Olga!

      Olga schrieb:

      Liebe Judith!
      Jedes mal ,wenn ich einkaufen war und zurück kam,hörte ich sie rufen:"Bist du da?"
      Nun höre ich nichts mehr,wenn ich die Tür aufschließe....es ist totenstill!Trotzdem renne ich an die Türe und sage:"Mama ich bin wieder da"!
      Ich weiss ,dass ist schon krankhaft und ich brauche wohl Hilfe von aussen!
      Olga!


      Liebe Olga,

      mein Gott, kommt mir das bekannt vor!!! Aber mach dir keine Sorgen. Genau so ging es mir auch in den ersten Wochen nach dem Tod meiner Mama! Immer wenn ich vom Einkaufen nach Hause kam, rief ich ins Wohnzimmer rein, wo sie früher in ihrem Sessel saß: "Oma, bin wieder da!"
      (Oma hab ich sie in höherem Alter scherzhaft genannt, obwohl sie nie Oma wurde, ein wenig auch in Bezug auf unsere Katze ...)
      Und ich habe stundenlang mit ihr geredet und geredet und viel dabei geweint. Habe mich auch gefragt, ob das eigentlich noch normal ist, ob ich nicht einen an der Waffel habe und ob es irgendwann mal wieder anders wird.
      MIttlerweile rede ich zwar auch noch mit ihr, aber es hat sich wieder auf ein normales Maß eingependelt. Sage eben morgens immer "Guten Morgen, liebe Oma" zu ihrem Foto auf meinem Schreibtisch und erzähle ihr mal dies oder jenes.
      Also ich würde mal sagen, krankhaft ist da gar nichts, sondern das ist alles Teil des normalen Trauerprozesses. Wenn man so lange mit jemandem Tag für Tag zusammen war, kann man sich eben nicht vom einen Tag auf den anderen auf die neue Situation umstellen - das dauert schon eine ganze Weile ...

      LG
      Habe auch gedacht ich bin völlig krank. Habe 3 Nächte auf der Wolldecke meines Schatz geschlafen auf der er wochenlang gelegen und gestorben ist ( Natürlich 2x auf 60 Grad gewaschen ) !! Fand mich erst abartig, aber das war alles was mir blieb und ich fühlte mich gut dabei. Jetzt ist die Wolldecke im großen roten Koffer und ich habe kein Bedürfnis sie wieder vorzuholen... !!!
      Ich rede jeden Tag mit ihm und es tut mir gut und ich habe nicht das Gefühl ich wäre krank, außer das ich in tiefer Trauer bin.
      Als du gegangen bist, hast du die Farben mitgenommen.
      Lieber Heiko,
      Mittlerweile finde ich alles gut und wichtig was hilft !
      Dachte Anfangs nur das sowas niemand macht. Nach dem Motto : Igitt, sowas wirft man doch in den Müll .. !!
      NEIN, ich hatte nur diese Wolldecke und ich bin nicht gestorben daran. Ich finde es super das du dieses T-Shirt hast von deiner lieben Frau und du glücklich bist, völlig egal ob Unisex oder nicht !!
      Als du gegangen bist, hast du die Farben mitgenommen.
      Falls das denn doch einer für krank halten sollte, geselle ich mich gerne dazu.
      Habe den letzten Schlafanzug meines Sohnes ins Gesicht gedrückt, wieder und wieder, den dann in einem Beutel verwahrt damit sein Duft länger hält.
      Den Beutel habe genau so lange behalten bis ich ihn nicht mehr brauchte, das kam von ganz allein.

      Seine letzte Hose, sein ganzer Stolz, hängt heute noch in meinem Schrank, dazu ein TShirt, das meine Tochter lange immer wieder noch als Nachthemd getragen hat, hatte es ihr gegeben als das Vermissen soooo groß war - hätte ich auch wohl, wenn es denn gepasst hätte.
      Irgendwann bekam ich das Shirt dann aber zurück,
      Wegwerfen wollte sie es dann doch nicht, könnte ich ja tragen ,sollte ich denn mal auf Diät kommen *lächel*

      So habe ich schon viele Geschichten gelesen, da hat man aus Kleidungstücken, Kissen oder ganze Patschworkdecken genäht.
      Eine tolle Idee finde ich noch immer.
      Ich bin anders als vermutet, selten wie erwartet und erst recht nicht wie es andere gerne hätten.


      Licht und Liebe, sind stärker als Tod und Schatten



      Ich denke für krank oder sonst wie Crazy halten es nur Menschen die nicht wissen wie sich ein Verlust durch den unwiderruflichen Tod anfühlt...
      schon als man Vater vor fast 13 Jahren starb, hab ich wochenlang seine zuletzt getragenen Sachen unter dem Kopfkissen gehabt....irgendwann war es dann ok, dass es weggepackt werden konnte (aufgehoben in einer Kiste)...
      Genauso liegt seit nun fast 11 Wochen der zuletzt von meiner Mama getragene Pulli unter meinem Kissen...ihren Schlafanzug aus dem Krankenhaus in dem sie auch gestorben ist bewahre ich in einem geschlossenen Beutel auf....am Wochenende war die Sehnsucht so groß, dass ich ihn kurz öffnen musste...
      ich denke wir brauchen das einfach in dieser schweren Zeit....
      verdammt jetzt heule ich schon wieder....
      vielleicht kennt ihr die Seite mapapu.de, dort kann man aus Kleidungstücken Erinnerungspuppen fertigen lassen...
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      Beitrag von „Syli“ ()

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      All die Dinge, welche mir "GUT TUN", die sind normal :thumbsup:
      Es ist mein Leben
      :!:

      Solange ich Niemanden damit verletze oder schädige, sind mir
      die Meinungen und Ratschläge von anderen Personen so etwas
      von egal.
      Leben und leben lassen.......................

      In diesem Sinne nähern wir uns einem Wochenende
      mit angesagtem Frühlingswetter in Deutschland
      und für mich meinem heiß ersehnten Urlaub mit Sonne,
      30 Grad, Meer, Strand und Palmen
      :D

      Ganz liebe Grüße Regine

      Je schöner und voller die Erinnerung, desto schwerer die Trennung.
      Aber die Dankbarkeit verwandelt die Erinnerung in eine stille Freude.
      Man trägt die Erinnerung wie ein kostbares Geschenk in sich.
      Spatzerl, ich liebe Dich unendlich und vergesse Dich nie.
      Liebe Judith :)
      und alle die mich noch verstehn können danke ich von Herzen !
      Es beruhigt mich ,dass es wohl "normal"ist!
      Ich dachte oft darüber nach ,ob ein Ortswechsel helfen würde,aber fühle mich zu alt um neu anzufangen!
      Werde wohl für den Rest meines Lebens in der Wohnung bleiben und wenn es mir besser geht ,ehrenamtlich im Tierheim arbeiten!
      Tierhaltung ist im Haus leider verboten!

      Ich bin sehr froh,dass ich hier im Forum verstanden werde und hoffe,wenn ich einigermaßen stabil bin,dann anderen Betroffenen helfen kann!
      Aber das kann wohl nich dauern,es sind ja erst 5,5 Monate seit meine heile Welt zusammengebrochen ist!
      Ich drück dich mal,liebe Judith und alle die mich so liebevoll unterstützen!
      Olga!
      @Heiko
      Auch dir lieben Dank für die Unterstützung!
      Es gibt mir das Gefühl in meiner Not nicht alleine zu sein und meine Trauer nicht pathologisch!
      Das mit dem T-Shirt ist ja auch völlig nachvollziehbar und man sollte wirklich das machen ,was einem im Moment hilft!
      Viel Kraft wünsch ich dir!
      Olga!
      Also da ticke ich persönlich etwas anders - das Nachthemd, in dem meine Mutter gestorben ist, habe ich zusammen mit ihrem Gebiss sofort entsorgt. Das hätte ich nicht mehr haben wollen. Auch die Bettwäsche, die sie zuletzt im Pflegebett hatte, musste weg. Alles, was in Verbindung mit ihrem Sterben und Tod stand, wollte ich nicht mehr haben.

      Bloß die Strickjacke und die T-Shirts, die sie in den letzten Jahren immer getragen hatte, waren mir kurz nach ihrem Tod ungemein wichtig. Hab tagelang sehr mit mir gerungen, ob ich diese Strickjacke dem Bestatter zum Anziehen für den Sarg mitgeben soll, und hab es dann nicht über mich gebracht, weil ich diese Jacke unbedingt für mich behalten wollte.

      Mittlerweile ist das alles nicht mehr so wichtig für mich. Habe zwar die Jacke und die T-Shirts noch und werde sie wohl auch behalten, könnte mich heute aber wohl auch davon trennen. Meine Mutter ist jetzt irgendwo anders - weder in der Jacke noch in den T-Shirts, weder im Sessel noch in der Urne im Grab ... Da muss ich mich an diesen Sachen nicht mehr so festklammern, weil ich meine Mutter in mir und um mich herum spüre ... Weil ich das Gefühl habe, dass sie mein weiteres Leben irgendwie von einer höheren Warte aus begleitet. Deshalb sind die Dinge, die mit ihrem körperlichen Dasein in Verbindung standen, etwas, was ich loslassen kann ...
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