Trauer um den geliebten Mann

      Bei mir sind es morgen 19 Wochen dass Tom gegangen ist und 12 Wochen dass mein Papa ihm gefolgt ist...
      träumen tu ich nach wie vor von allen beiden nicht obwohl ich es mir auch wünsche.
      Persönliche Briefe habe ich auch - nicht so viele, bei meinem Mann und mir waren es eher Mails und Whats app Nachrichten und Fotos - Fotos - Fotos... die sind größtenteils auf Tom's Rechner und im Winterhalbjahr wenn unsere Saison zu Ende ist werde ich mich daran machen sie zu sichten, zu sortieren, ein Fotobuch erstellen für seine Mutter vielleicht, mal sehen.
      Und ja, meine Trauer ändert sich definitiv, sie wird nicht weniger, aber irgendwie anders, milder? Meine beiden Lieblingsmänner sind ständig irgendwie präsent und es gibt kaum einen Moment an dem ich nicht an sie denke, aber ich denke mit Ruhe an sie, voll Dankbarkeit dass sie für mich da waren. Von dem einen habe ich alles gelernt was ich über Mathematik und Physik weiß und der andere war die letzten 20 Jahre nahezu ununterbrochen an meiner Seite - bedingt auch dadurch dass wir zusammen eine Firma aufgebaut haben und war mir immer eine große Stütze, ein großer Halt in jeder Lebenslage.
      @ Steffi ich denke dadurch dass du mit deinem Mann 40 Jahre zusammen warst wirst du vermutlich auch länger brauchen dass sich deine Trauer wandelt und Dankbarkeit ist ein guter Ansatz. Auch die verzweifelte Frage nach dem "warum" kann niemand beantworten... weil seine Sanduhr abgelaufen war? Damit ihm möglicherweise ein jahrelanges Krankenlager erspart bleibt? Die Antwort kann dir keiner sagen. EIn jeder zimmert sich nach seinem Glauben, seinen Vorstellungen und Temperament eine eigene Antwort zusammen mit dem er/sie (über-)leben kann.
      Fest steht - nichts ist mehr so wie früher und wird auch je wieder so werden, egal was wir tun oder nicht tun.
      Fest steht für mich auch dass meine beiden Lieblingsmänner gewollt hätten dass ich aufstehe, mein Krönchen richt und weiter mache - in ihrer beider Sinn.
      Und so fahre ich denn wie jeden Samstag morgen ganz früh nach B zu meiner Mama, einkaufen, klönen, trösten, Wäsche waschen... abends wieder zurück auf der Autobahn und nehme mir die Zeit über den Sinn und Irrsinn des Ganzen nachzudenken....Ohne greifbares Ergebnis... so wie die letzten Samstage auch...
      Liebe Grüße Euch allen
      Franzi <3
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      - Aufgeben ist keine Option -
      Hallo Regina,

      das kann ja wohl nicht wahr sein.... von wem musstest Du Dir das anhören?? Familie oder sogenannte Freunde??

      Ich finde es ziemlich daneben wenn sich andere aufregen dass z.B. ein Grab noch nicht fertig gestaltet ist oder - wie bei mir - meine Schwiegermutter sich aufregt dass es keine Trauerfeier gab ... mein Mann wollte ausdrücklich keine Trauerfeier, wir hatten das irgendwann mal besprochen....

      "Freunde" haben sich bei mir auch darüber mokiert dass meine Fenster dieses Jahr noch nicht geputzt worden sind - meine Einladung zu kommen und sie einfach zu putzen haben sie aber auch nicht angenommen....

      Ich finde es immer wieder erstaunlich was der Tod eines Menschen bei anderen Menschen auslöst, angefangen bei einer sich aufregenden Schwie-mu die vorher 2 x im Jahr mit ihrem Sohn telefoniert hat und jetzt untröstlich über eine nicht stattgefundene Trauerfeier ist bis hin zu Leuten die es für erwähnenswert finden dass meine Fenster nicht geputzt sind. Aber vielleicht bin ich auch nur dünnhäutiger geworden?!?

      Aber davon mal abgesehen liebe Regina, wie geht es Dir inzwischen? Bist du ein wenig zur Ruhe gekommen?

      Ich schicke Dir ganz liebe Grüße
      Franzi
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      - Aufgeben ist keine Option -
      Hallo Franzi,
      tja, die liebe Familie meines Mannes... Manche zerreißen sich eben über alles das Maul. Ich kann es nicht ändern. Mein Sonderwunsch brauchte halt seine Zeit...
      Meine Schwiegermutter hat sich auch über vieles aufgeregt, was mein Mann so bestimmt hatte, so haben wollte. Sie wollte z.B. unbedingt, dass er aufgebahrt wurde- entgegen seinem ausdrücklichen Wunsch. Ist das nicht furchtbar? Natürlich hab ich es nicht machen lassen.
      Ich kann nur bestätigen, was du geschrieben hast, also was der Tod bei anderen Menschen auslösen kann. Meine Fenster müssten auch dringend geputzt werden. Alles nach und nach...
      Es gibt wichtigeres ;)
      Die Reha war angenehm- durch das Wetter wie ein Urlaub. Es geht mir besser, wenn auch nicht gut. Es war z.B. sehr angenehm, nicht alleine essen zu müssen, überhaupt viele nette Menschen um sich zu haben, wenn man es zulassen konnte. Ich brauchte aber auch viel Zeit für mich alleine, habe mich oft zurückgezogen.
      Nach der Reha bin ich erst mal wieder in ein Loch gefallen, denn ich war ja wieder alleine zuhause, alles auf Anfang...
      Dann begann bald meine Wiedereingliederung, eine neue Herausforderung. Alles war anfangs sehr chaotisch, leider wurde ich auch gemobbt, das war weniger schön. Es ist fast so, als wäre meine Gruppenleiterin missgünstig, dass ich so lange krank war, nicht arbeiten konnte... Nicht zu fassen...
      Ich hätte auf jeden freien Tag verzichtet, hatte alles dafür gegeben, wenn mein Mann noch am Leben wäre und nun das...
      Manche Menschen haben eben keinerlei Empathie.
      Abgesehen davon habe ich inzwischen vieles geschafft von dem, was ich mir vorgenommen habe, mein Mann wäre stolz auf mich <3

      Ganz liebe Grüße von Regina
      Den eignen Tod, den stirbt man nur, doch mit dem Tod der Anderen muss man leben.(Mascha Kaleko)
      Hallo Zusammen,
      es ist still hier im Forum geworden, zumindest habe ich dieses Gefühl. Liegt vielleicht an der Urlaubszeit oder so wie bei mir, dass ich mich momentan schwer öffnen kann. Seit etwa 2 Wochen überfällt mich die Trauer um meinen geliebten Mann besonders stark. Jeden Tag diese vielen Tränen schwächen mich, ich kann nicht mehr essen, mich auch auf Arbeit kaum konzentrieren. Auf Arbeit soll ich funktionieren und möglichst keine Schwäche zeigen. Doch dies ist nicht möglich. Eigentlich hätte mein Mann heute seinen letzten Arbeitstag und dann hätten wir 2 Wochen Urlaub, die Reise nach Mallorca war schon gebucht. Doch jetzt sitze ich hier in unserer wunderschönen gemütlichen Küche (dies war unser Platz in der Wohnung, hier hielten wir uns besonders gerne auf), schaue auf sein Foto und die Tränen laufen mir übers Gesicht. Heute sind es 12 Wochen. Ich kann ihn noch in der Wohnung spüren, es ist immer noch so, als wäre er nur mal auf Arbeit und kommt bald zurück. Jetzt sind auch bei mir die Wochenenden besonders schlimm. Einerseits halte ich es in der Wohnung kaum aus, ich kann nicht alleine sein, doch ich kann auch nicht unter Leute gehen. Das Leben ist so sinnlos ohne ihn, doch für ihn muss ich irgendwie weiter machen. Wie wir alle hier.
      Liebe Grüße Schlumpfine
      Liebe Schlumpfine,
      ich kann dich sehr gut verstehen. Auch ich habe das Gefühl, daß der Schmerz über den Verlust größer wird. So,als ob der Vorhang zur Realität jeden Tag weiter aufgezogen wird. Ich muß viel weinen und leide unter der Einsamkeit. Oft habe ich das Gefühl, daß mein Mann jeden Moment rein kommt oder das Auto auf den Hof rollt. Es gibt so viel, was ich ihm erzählen oder fragen will. Aber ich blicke nur auf den leeren Sessel, in dem er immer saß. Er, mit seinem graumelierten wuscheligen Haar, den Kater auf der Brust, friedlich schnurrend ,mit seinem graumelierten Fell.Unser gemeinsames Leben war schön, ich vermisse ihn so sehr. Ich kann mir nicht vorstellen, wie es für mich weitergehen soll.Trost bekomme ich von anderen Menschen, die das schon erlebt haben, auch hier aus dem Forum, die sagen, daß es weitergeht. Manchmal zweifel ich daran und möchte nicht mehr. Aber es muß weiter gehen, andere haben das auch geschafft und was andere können, können wir auch. Wir machen uns gegenseitig Mut.Ich denke an dich.
      L.G.Emmi :knuddeln:
      Liebe Schlumpfline,

      über einer Traueranzeige habe ich mal folgenden Spruch gelesen: "Die schönste Antwort auf den Tod ist das Leben."
      Sicherlich bist du der gleichen Meinung wie ich, dass man mit diesem Spruch nicht in jeder Hinsicht etwas anfangen kann.-

      Ich wünsche dir alles Gute und viel Kraft.
      Liebe Grüße
      Uli
      Schlumpfine und Emmi
      oh wie weiss ich wie es euch jetzt geht, hab ich es doch selber erlebt und sogar zweimal.
      auch ich hab gedacht es wird schlimmer und es geht wieder rückwärts, es war wie in einer
      achterbahn immer rauf und runter. konnte mir nicht vorstelle das es jemals besser wird
      bis es so war. die schlimmen tage wurden immer weniger, die abstände bis zum nächsten
      schlimmen tag immer größer.
      waren immer länger. und auch heute habe ich noch traurige tage wo ich mich ausweinen muss.
      ich denke aber das ist bei mir wegen meiner einsamkeit so, denn ich hab ja niemanden mehr
      auf der welt keine vertrauten familienangehörigen. aber ich denke auch mir wird es mal besser
      gehen.
      also gebt euch auch die zeit die eine trauer so braucht, erzwingt nichts sie muss verarbeitet werden.

      LG von monalisa :knuddeln:

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „monalisa“ ()

      Hallo Ihr Lieben,

      ich weiß es hört sich alles sehr pathetisch an, wenn man immer wieder sagt und erwähnt, es muß ja weitergehen. Aber es ist so. Ich bin selbst nach 8 Jahren Trauer immer wieder an einigen Tagen sehr sehr traurig und weine. Aber ich denke das ist doch normal. Es war doch unser Leben zusammen. Aber zum Glück habe ich ja die Buben, die meinem Mann sehr am Herzen lagen und auch mir am Herzen liegen und die sind auch für mich da. Ja auf Freunde kann man sich nicht immer verlassen. Ich habe es erlebt, mein Mann tot und plötzlich kamen sie nicht mehr. Viele kön nen damit nicht umgehen und manche haben auch nur von meinem Mann profitiert. Er war über Pforzheim hinaus sehr beliebt und bekannt und manche haben das ausgenutzt. Ich habe viele Menschen "aussortiert".

      Und bei Euch Ihr Lieben ist das ja alles noch keine Zeit wie bei mir. Ich hätte nicht nach ein paar Monaten hier im Forum schreiben können, wäre ich nicht in der Lage gewesen. Da seid Ihr alle schon sehr weit. Kann nur sagen bleibt dran es wird weitergehen.

      Habe einen schönen Spruch gefunden:

      "Das Glück, das wir durch den Menschen erfahren durften, den wir liebten, macht den wahren Reichtum unseres Lebens aus".

      Machts gut Ihr Lieben und trotzallem einen schönen Sonntag. Gottseidank ist es nur "25 Grad" bei mir auf der Terrasse. Das ist angenehm.

      lg Heidi
      Liebe Heidi,
      ohne den Zuspruch von dir und den anderen lieben Menschen hier im Forum wäre ich schon längst völlig verzweifelt.Seit dem 2. April sind für mich alle Tage schlimm und der Sonntag ist am schlimmsten. Ich war früh auf dem Friedhof und mußte wieder weinen. Zu Hause habe ich mal den Fernseher eingeschaltet (fällt mir schwer) und bin zufällig in eine Sendung über die 80iger Jahre geraten. Das hat mich sehr aufgewühlt und noch trauriger gemacht. Es war doch unsere Zeit. Wir waren so jung, das Leben lag vor uns. Es kommt mir vor wie gestern und nun ist alles vorbei, mein Mann lebt nicht mehr und ein großer Teil von mir ist mitgestorben.Was noch kommt, ich weiß es nicht, denke viel über das Leben nach und welchen Sinn das alles macht. Vor meinem Haus spazieren Familien vorbei, wie wir früher, sonntags, Familientag. Ich empfinde meine Gefühle nicht als jammern, es ist eine große Orientierungslosigkeit, habe meinen Weg noch nicht gefunden. Euch allen trotzdem einen schönen Sonntag.
      L.G.Emmi
      Emmi ich verstehe ganz genau wie Du und die anderen fühlen. Ich habe auch die TV-Sendung im WDR gesehen die 80er und 90er Jahre, Ja das wühlt mich auch immer wieder auf. Es war unsere Zeit und unsere Musik.....leider alles vorbei. Du hast wirklich recht das ist kein Jammern, das sagt ja gar niemand, ja das ist eine Orientierungslosigkeit. Ich selbst wollte nirgends mehr hin und auch keinen Urlaub mehr machen wollen, habe es dann trotzdem versucht nach Südtirol, bin extra dorthin gefahren mit dem Bus, um ihm "nahe zu sein", aber es war die reine Hölle.

      Ganz ganz langsam kam ich nach ungefähr einem Jahr etwas zur Besinnung. Vorher war ich bestimmt für meine Umwelt und für meine Jungs unerträglich. Aber sie haben zu mir gehalten und mir geholfen.

      Ja Ihr Lieben wir alle müssen weiterhin durch und jeder verkraftet und erlebt es anders.

      lg Heidi
      Liebe Heidi,
      ich schreibe hier ganz offen, dass die 80er und 90 er Jahre zwar eine schöne Musik hatten, dass ich mir aber dennoch die Vergangenheit nicht mehr zurückwünsche. Das liegt im Wesentlichen daran, dass ich gerne ein anderes Leben geführt hätte, und das empfinden sicherlich viele meiner Mitmenschen auch so.
      Uli ich habe kein Problem mit "der Vergangenheit" und vor allen Dingen nicht mit der Musik, ich habe immer zu meinem Mann gesagt, es war die schönste Zeit die wir in den 80er und 90ern erlebt haben. In allen Dingen....wir selbst sind viel in der Welt herumgekommen und haben alles "Neue" irgendwie immer aufgesaugt.....aber für mich war es doch die schönste Zeit.....es war ja alles ein Durchbruch und Revolution. Ich find das super. Aber wie gesagt ist ja jedem seine Sache. Für mich war alles o.k. Daß es viele Sachen gibt, wo man anders hätte machen wollen, das wird es immer geben.

      Aber ist doch klar die Vergangenheit ist Vergangenheit....wissen wir alle.

      Ich habe den ganzen Tag, wenn ich zu hause bin das Radio an entweder SWR 1 oder Neue Welle. Gibt viele alte Songs und auch die neuen. Bin für alles offen.

      Wünsche Dir und allen anderen einen angenehmen Tag, bei uns regnet es leicht....
      Ihr Lieben,
      auch ich habe keine Probleme mit der Vergangenheit, bei allen Schwierigkeiten und Krisen die man erlebt hat war sie schön. Das liegt daran, daß ich ein gutes, sicheres und friedliches Leben führen konnte mit dem Mann an meiner Seite , den ich über alles liebe. Und wir waren jung, vieles lag vor uns und konnte gemeinsam gemeistert werden. Mir war immer klar, daß das ein Privileg ist und auch mit Glück und der richtigen Partnerwahl zu tun hat. Sich ein anderes Leben wünschen, ich glaube, das trifft jeden einmal. Den einen früher und den anderen später. Mich trifft es jetzt und ich wünsche mir nichts sehnlicher als mein altes Leben zurück, egal ob 80iger, 90iger oder2000er, Hauptsache mit meinem Mann. Der Preis für mein Glück ist jetzt der große Schmerz, irgendwann bezahlen wir alle für alles.Und trotzdem bin ich froh, dieses Leben so gehabt zu haben wie es war und mir ist bewußt, daß vielen Menschen solch ein Glück leider nicht vergönnt ist. Dafür bin ich bei allem Schmerz über seinen Verlust meinem Mann unendlich dankbar.
      L.G.Emmi
      Emmi Du hast es genau auf den Punkt gebracht.

      Wir hatten auch alles überstanden, was auf uns zukam und es einfach die große Liebe und es war es so eine Leichtigkeit alles zu überstehen. Ja Du hast Recht das ist ein großes Privileg, das habe ich genau so gehabt und er auch. Wir waren blutjung, klar wir wollten aus dem Elternhaus raus und das war die beste Entscheidung. Wir haben alles zusammen erarbeitet, Arbeit Haus u.a. Das geht nur wenn man zusammenhält.

      Ja ich habe alles und mir geht es soweit sehr gut, habe die Jungs, aber mein Mann fehlt mir unendlich.
      Also ich höre immernoch gerne die Lieder von früher. Habe mir gerade heute bei Rossmann ein Paket mit Rockklassikern gekauft. Da sind 5 CD´s drin und eine davon habe ich schon komplett gehört. Ich möchte aber auch von mir behaupten, dass ich nach heutigem Stand nichts anders machen würde und auch, dass ich mit meinem Leben bisher zufrieden bin. Hört sich vielleicht blöd an aber alles was passiert ist hat mich zu der gemacht die ich heute bin. Das mein Mann gestorben ist hat er zum großen Teil selbstverschuldet. Schlechte Lebensgewohnheiten und absolute Arztverweigerung waren eben eher kontraproduktiv. Wenn jemand seine Vergangenheit hätte ändern sollen dann mein Mann. Ich habe ihn geliebt und ihn oft gebeten einen Arzt aufzusuchen oder gesünder zu leben aber da war keine Einsicht. Für meinen Mann tut es mir unendlich leid, dass er so früh sterben musste. Ich hätte viel lieber noch viele Jahre mit ihm verbracht aber ganz ehrlich????? Ich bin auch sauer auf ihn weil er so stur war und meinte er könne das Schicksal herausfordern.
      Aber ich finde, dass es mir trotz der vielen Sterbefälle der letzten (noch nicht ganz) 2 Jahre und trotz vorauszusehender "Altersarmut" doch sehr gut geht.
      Ich versuche einfach das Beste aus meinem Leben zu machen und meine Zukunft positiv zu sehen. Das heißt aber doch nicht, dass ich mich an den vergangenen schönen Zeiten nicht mehr erfreuen darf.
      Ich freue mich an der Vergangenheit, der Zukunft und gaaaaaannnz wichtig an der Gegenwart.
      LG
      allesanders

      Es gibt Menschen, die wir in der Erde begraben; aber andere, die wir besonders zärtlich lieben, sind in unser Herz gebettet. Die Erinnerung an sie mischt sich täglich in unser Tun und Trachten, wir denken an sie, wie wir atmen, sie haben in unserer Seele eine neue Gestalt angenommen, nachdem zarten Gesetz der Seelenwanderung das im Reich der Liebe herrscht.

      Honoré de Balzac


      Ihr Lieben,

      wir "bezahlen" nicht dafür, dass wir geliebt haben ...

      ... wir leiden, weil wir nicht wirklich bis ins Innerste lieben.

      Wir leiden, weil wir den geliebten verstorbenen Menschen für uns brauchen. Wir wollen ihn zurück! Wir lassen ihn nicht wirklich gehen, wünschen ihm (seiner Seele) nicht das Allerbeste!

      Das oft gefühlte "schlechte Gewissen", die Reue für bestimmte Verhalten, als er noch lebte und bei uns war, ist ein ganz natürlicher Vorgang, weil wir ohne die Gegenwart des geliebten Verstorbenen auf uns selbst zurückgeworfen sind.

      Aber wir haben geliebt! Und genau darum geht es. Möglicherweise - ganz sicher sogar - haben wir auch Fehler gemacht, aber wir haben geliebt. Und wir leben weiter und lieben weiter ... auch über den Tod hinaus.

      AL Frieda


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      "Wir können der Tatsache nicht ausweichen,
      dass jede einzelne Handlung, die wir tun,
      ihre Auswirkung auf das Ganze hat."

      Albert Einstein
      @allesanders:

      Deine Ausführungen darüber, dass dein Mann seinen Tod mitverschuldet haben soll, kann ich heute nachvollziehen. Es gibt leider viele Menschen, die nicht gesundheitsbewusst leben, und dies sogar noch dann, wenn sie früh einen Angehörigen durch eine Krankheit verloren haben. Ein Beispiel dafür ist der Bruder meiner Frau: Sein Vater starb mit 54 Jahren an Krebs, als er 17 Jahre alt war. Wie ich kürzlich von meiner Frau erfuhr, fühle er sich immer unbehaglicher, da er bald so alt sein wird wie sein damals verstorbener Vater. TROTZDEM raucht er bis zu 3 Schachteln Zigaretten am Tag, trinkt zwar keinen Alkohol, aber viel Cola. Tja............
      Lieber Uli,
      "mitverschuldet" hört sich sehr hart an, ich möchte es eher als "billigend in Kauf genommen" bezeichnen.
      Nichts desto Trotz und egal wie es bezeichnet wird...….ich bin genau darüber unheimlich sauer.
      LG
      allesanders

      Es gibt Menschen, die wir in der Erde begraben; aber andere, die wir besonders zärtlich lieben, sind in unser Herz gebettet. Die Erinnerung an sie mischt sich täglich in unser Tun und Trachten, wir denken an sie, wie wir atmen, sie haben in unserer Seele eine neue Gestalt angenommen, nachdem zarten Gesetz der Seelenwanderung das im Reich der Liebe herrscht.

      Honoré de Balzac


    Liebeskummer Sorgen Forum