Was ich nicht verstehe ...

  • Hallo liebe Forumsmitglieder.


    Nun ist auch noch mein Vater verstorben. Ansich bin ich jetzt mit meiner Mutter alleine. Wäre da nicht meine Schwägerin, die von meinen Eltern Zeit ihres Daseins als eigene Tochter angesehen wurde. Ja, sie kam aus schwierigen Verhältnissen, aber muss man anderen die Familie weg nehmen, weil die eigene schlecht war? Wir haben uns alle in der Familie stets um sie gekümmert, aber im Grunde hat sie uns immer nur an der Nase herum geführt und war selten ehrlich. In so vielen Situationen habe ich sie beim Lügen erwischt. Aber meine Eltern haben sich so sehr eine Tochter gewünscht und leider immer nur Söhne bekommen. Selbst jetzt nach dem Tod meines Vaters bin ich faktisch enterbt. Wie kann man selbst nach dem Tod noch seine eigenen leiblichen Kinder so verstoßen? Es fällt mir so schwer, mich trotzdem um den ganzen Nachlaß zu kümmern. Sowohl meine Mutter als auch meine Schwägerin wären damit völlig überfordert. Am Ende werde ich doch nur wieder mit Anlauf einen Tritt in den Hintern bekommen und meine Rolle als Sohn im Klo runterspülen müssen. Ich verstehe es nicht.


    Liebe Grüße, Euer Frank.

  • hallo Frank, erstmal mein Beileid.

    hört sich erstmnal nicht so schön an Deine Geschichte, aber als Aussenstehender kann man da nicht viel zu sagen da man Eure Gegebenheiten und alles was bisher so war nicht kennt und sich kein Urteil erlauben kann.

    Aber eigentlich sollte man sich als "Familie" an einen Tisch setzen können und drüber reden. Was sagen denn Deine Brüder dazu? und Pflichtteile stehen doch jedem zu.


    wünsch Dir alles Gute und möge es sich lösen lassen.


    Sabine

  • Liebe Mimi!


    Vielen Dank für Deine Anteilnahme. Leider sind meine Brüder bereits verstorben. Dass die Situation mit meiner Schwägerin so ist wie sie ist, ist mir im Grunde erst nach dem Tod der Beiden bewusst geworden. Zunächst habe ich das ganz ehrlich nicht wahr haben wollen. Schließlich hatten meine Eltern jetzt nur noch den einen Sohn. Aber die ablehnende Haltung mir gegenüber wurde immer stärker. Soll ich beim Einkaufen helfen? Nein, macht die Schwägerin. Soll ich mit zum Arzt? Nein, macht die Schwägerin usw. Das ging dann soweit, dass ich selbst beim Umzug meiner Eltern nicht helfen durfte. Meine Schwägerin hat dann die ganzen Kinderspielsachen u.ä. von uns drei Brüdern aussortiert und nach ihrem Dafürhalten weggeschmissen. Ich habe mich mit meinen Eltern an einen Tisch gesetzt und ganz deutlich und sachlich über die Rollenverteilung gesprochen. Sie haben mir keine Antwort gegeben und mich stillschweigend ignoriert. Ich habe ihnen dann gesagt, dass sie damit auch ihren letzten Sohn verlieren, aber auch das haben sie stillschweigend akzeptiert. Sie hatten ja ihre Lieblingstochter.

    Es hat ein halbes Jahr gedauert, bis meine Mutter sich gemeldet hat, ob wir nicht nochmal reden könnten. Ich habe gesagt, dass es am Reden nicht scheitern soll. An der Situation hat sich aber im Grunde kaum was verändert. Meine Rolle als Sohn hat sich minimal verbessert, nachdem (vermute ich) meine Schwägerin einen neuen Freund hat und sich nicht mehr um alles kümmern will (bis auf die Einkäufe). Nun ist mein Vater zwischenzeitlich verstorben und ich habe diesmal etwas deutlicher zum Ausdruck gebracht, dass ich mich um die Nachlaßangelegenheiten kümmern werde, da sowohl meine Mutter, als auch meine Schwägerin dazu nicht in der Lage wären. Meine Schwägerin hatte ich im Gespräch mit dem Bestattungsinstitut nach vier Jahren das erste Mal wieder gesehen. Sie tat so, als wäre alles in Ordnung. Aber seit dem Tod meines Bruder hat sie sich nicht ein einziges Mal gemeldet. Wenn ich mich nicht um wesentliche Dinge im Nachlaß meines Bruders gekümmert hätte, dann würde sie heute bestimmt nicht mehr in dem Haus wohnen können. Aber das scheint alles selbstverständlich zu sein. Um den restlichen Nachlaß scheint sie sich bis heute nicht gekümmert zu haben, wie sie durchblicken ließ.

    Ich verstehe nicht, wie man sein leibliches Kind so wenig lieben kann. Was muss ich in den vielen Jahren für ein schlechter Sohn gewesen sein, dass ich die Liebe meiner Mutter nicht verdient habe. Und immer wieder diese Sticheleien und Andeutung zwischendurch. Am Liebsten würde ich den ganzen Kram hinschmeißen. Aber dann geht da bestimmt alles den Bach runter. Das mag ich ihr dann auch nicht antun.

    So, jetzt habe ich ein wenig aus dem Nähkästchen geplaudert. Vielleicht kann ich dann doch noch ein wenig Schlaf finden.

    Vielen Dank für´s Zuhören.


    Liebe Grüße, Euer Frank.

  • habt Ihr nicht vielleicht irgendeine Person in der Familie mit der man mal ein "Gespräch unter 3" machen könntet? Manchmal hilft es ja wenn eine andere Person auch ihre Meinung dazugibt.

    Verstehen tu ich Deine Mutter nicht, aber ich weiss ja auch nicht wie Eure Vergangenheit aussieht oder Eure Familiengeschichte. Irgendeinen Grund muss sie ja haben sonst geht man nicht so mit seinem Kind um eigentlich.


    LG

    Sabine

  • Das denke ich auch. Aber aus der Familie sind nur noch meine Mutter und ich über. Zu ihrer Schwester, meine Tante, hat sie den Kontakt abgebrochen. Die haben sich ihr Leben lang um Kleinigkeiten gestritten und mittlerweile beide keine Lust mehr dazu. Ihr Bruder, mein Onkel, hält sich aus allem raus. Zu den Geschwistern meines Vaters besteht aufgrund der Entfernung kein Kontakt. Die haben sich noch nicht mal zum Tode meines Vaters gemeldet.

    Intuitiv hätte ich gesagt, dass meine Schwägerin meine Mutter in all den Jahren so umgarnt hat, dass die ihr alles glauben. Sobald ich nur eine Kleinigkeit an Kritik äußere bin ich gleich der Buhmann. Selbst als ich die extremsten und unschönsten Wahrheiten im Zusammenhang mit dem Tode meines Zwillingsbruders nur angedeutet habe, wurde mir schon unterstellt, dass ich meiner Schwägerin nur was Böses will und mir das alles ausdenke. Ich habe dann auch mal eine eMail an meine Eltern geschrieben und denen nochmal ganz sachlich die Argumente aufgezeigt und auch in geeigneter Form belegt. Aber da wurde mir unterstellt, dass hätte ich gar nicht selber geschrieben, das hätte mir jemand diktiert.

    Den Nachlaß abzuwickeln fällt mir vor dem Hintergrund sehr schwer. Sinngemäß habe ich jetzt den ganzen Aufwand und meine Schwägerin erntet dann die ganzen Früchte. Das ist übrigens auch bezeichnend für den Werdegang ihres Lebens. Mein Bruder hat sich da oft genug drüber beklagt, hat sie aber letzten Endes sehr geliebt. Das habe ich immer respektiert. Heutzutage fällt mir das zunehmend schwer.

    Naja, man sagt ja auch, dass bei Geld die Freundschaft aufhört. Aber sich ständig um das Geld zu streiten kann es doch auch nicht sein, oder? Ich meine, wir sind ohne was auf die Welt gekommen und können eh nichts mitnehmen. Die Ägypter haben es versucht, aber es hat nicht funktioniert. Das letzte Hemd hat keine Taschen und der letzte Freund hat auf jeden Fall vier Pfoten. :)

    Am Ende wird es vielleicht der liebe Gott schon richten. Vertrauen wir ihm.


    Liebe Grüße, Euer Frank

  • Das wäre auch meine normale Mentalität, zu sagen, macht doch Euren Kram alleine. Ich weiß aber aus der Erfahrung der bisherigen Nachlässe, dass beide das nicht hinbekommen würden. Zum anderen geht es auch um nicht wenig Geld und ich vermute doch stark, dass meine Schwägerin in erster Linie nur hinter dem Geld her ist.


    Ich bin mir auch ganz sicher, wenn ich sie direkt ansprechen würde, dass sie alles abstreiten würde und so tun würde, als wäre als super in Ordnung. Und hintenrum würde sie mich schlecht aussehen lassen. Ohne sie in eine Schublade stecken zu wollen, aber ich habe in meinem Leben schon öfter Menschen erlebt, die diese besondere Gabe haben, immer mit allem durchzukommen, ohne einen Handschlag dafür zu tun. Meistens ist das diese Mitleidsmasche "ich bin ja so ein armes Kind". Und es funktioniert tatsächlich immer wieder. Selbst ich bin, auch in dem Wissen darum, immer wieder darauf reingefallen. Man denkt dann immer, ach, kein Problem, diese Kleinigkeit, da kann Dir geholfen werden. Man fühlt sich dann selbst gut, weil man was Gutes getan hat. Und wieder hat der andere alles bekommen, ohne irgendwas dafür zu tun.


    Ich helfe gerne anderen und brauche dafür ganz sicher keine Gegenleistung, aber ausnutzen lassen will ich mich auch nicht.


    Deswegen bin ich hin und her gerissen, möchte aber trotz allem am Ende meine Mutter nicht mit dem ganzen Papierkram alleine lassen. Da sind so viele Dinge zu erledigen, die sie nicht versteht oder durcheinander bringt. Meine Schwägerin müsste das aus eigener Erfahrung eigentlich besser wissen, hat aber wesentlich Nachlassdinge auch nach fünf Jahren noch nicht geregelt gekriegt. Außerdem gibt es sowas wie ein Rollenverständnis und da sehe ich mich halt in der Rolle des Sohnes und auch in der Verantwortung für meine Mutter da zu sein. Sie ist nur die Schwiegertochter und keine leibliche Tochter, auch wenn sich das beide wünschen.


    Und ganz ehrlich, eigentlich hätte ich auch gerne mal Raum und Zeit zum Trauern, aber irgendwie wird mir das nicht zugestanden. Weder von der Familie und schon gar nicht von meinem Chef oder meinen Kollegen.


    Vielen Dank jedenfalls, dass ich wenigstens hier schreiben darf.


    Viele Grüße, Euer Frank


    P.S. Und ich bin mir ganz sicher, dass Gott das alles sieht und alles in die richtigen Bahnen lenken wird. Wir haben hier eine ganz tolle Kirche und eine ganz junge moderne Pastorin. Wir haben einen Welpen bekommen, bei dem sich ein Auge nicht weiterentwickelt hat. Die Ärzte können da nichts machen, also haben wir die Pastorin gebeten, ob sie die junge Dame nicht auch segnen kann. Wir haben dann zusammen gebetet und außer, dass das Auge ein wenig kleiner ist, kann sie vollständig damit sehen und hat keinerlei Einschränkungen damit.

  • Lieber Frank, wie sehr ich dich doch verstehe - erkenne ich mich und einiges wie du es schilders doch wieder.

    Das alles ist nicht leicht und wenn man nicht selbst in ähnlicher Lage ist, ist einges auch wirklich nicht gut zu verstehen.

    Nach Mimis Worten war ich so ganz spontan ihrer Meinung und wollte es auch erst schreiben aber etwas hat mich doch erst einmal davon abgehalten.

    Heute aber nach deinen Worten kam so eingies in mir wieder hoch.

    Nein ich werde mich da jetzt nicht auslassen - bin ich doch so froh den Weg von damals verlassen zu haben - na aj vielelicht nicht den Weg sondern eher die Art damit umzugehen.

    Immer bin ich am Ende die Doofe, man macht und tut und ernten wollen dann andere, bekommen andere für ihr Nichttun auch noch was an dem sie eigentlich in dem Sinne keinen Anteil haben.


    Na ja und so habe ich es getan vor Jahren - habe gesagt dann macht ihr doch wenn ihr alles so viel besser könnt und ich nicht wirklich wichtig - keine wahre Rolle spiele.

    So habe ich dann Zeit und mal Luft für mich, für einiges das für mich gut ist als ständig nur für andere unterwegs zu sein und mich selbst gar nicht mehr wahrnehmen kann.


    So habe ich dann zugesehen wie die andere dann so macht und tut oder eben wie sie nicht tut, nicht mal weil sie nicht kann sondern auch weil sie nicht besser bis gar nicht konnte.

    So brauchte ich wenigstens nichts dafür tun um es am Ende dann doch falsch gemacht zu haben.

    Wartete ich vielleicht darauf das Lob auf die andere zu hören für das was eben nicht ich tat - sie aber eben auch nicht wirklich.


    Irgendwann kam dann natürlich nichts mehr hin - Termine die nicht eingehalten werden konnten weil ich ja nicht ständig alles liegen lassen musste um sie zu übernehmen.

    Waren Medikamente nicht merh vorrätig, weil ja nicht ich sie mehr mal eben noch besorgte weil andere sie vergessen hatten und meine Mutter sich nicht mal mehr traute mich doch auch noch darum zu bitten.


    Ja erst tat mir das ganze irgendwie gut, nun muss sich da jemand eingestehen das meine Vorwürfe nicht so ganz von der Hand zu weisen waren.

    Mein Leben war etwawa ruhiger geworden und doch tat es mir auch leid das alles so sehen und auf einmal war mir das alles gar nicht merh so wichtig.

    Es war nicht mehr wichtig wie viel man so tut und wie wenig andere die dafür aber dann viel Lob bekamen.

    Ich war einfach irgnedwie in all den Jahren zur Selbstverständlichkeit geworden.

    Man erwartete nur noch anstatt mal freundlich zu fragen.


    Es gab da dann den Moment wo ich das alles so nicht mehr wollte.

    Nicht so wie es mal war und auch nicht so wie es da gerade war.


    Irgendwo da in mir regte sich etwas das einfach da war - ich hatte mich gelöst von es müsste doch, es kann doch nicht.

    So ging ich dazu über mir einzugestehen das es einfach so ist wie es ist.

    Entweder ich tu weil ich das so für richtig empfinde, für menschlich eben.

    Ich machte nicht viel Wind um nichts und brachte mich wieder ein - eigentlich übernahm ich einfach alles was für mich möglich war und es war mir egal was die andere tat - ob sie überhaupt tat.

    Wenn schon eben richtig.

    Es muss sich einfach auch für mich richtig anfühlen.

    Warum danach fragen ob ein andere hilft wenn man die Antwort schon kennt - warum sich dafür interessieren was andere denken - die denken ja sowieso - egal ob gut oder schlecht.


    So habe ich viele Jahre lang getan so wie ich das für richtig empfand und sich gut anfühlte.


    Egal war mir auch wie sehr sich andere da auf einmal an die Ecke gestellt vorkamen - hatte ich aber gar nicht - ich habe einfach nicht mehr um Mithilfe gebeten - warum auch fragen nur um ein nein man kann ja gerade nicht zu hören.


    So weiß ich was ich getan habe, wie wichtig davon so vieles war, um wie viel menschlicher.


    Ich habe das auch nie wieder zum Thema gemacht, auch nach Jahren nicht, auch nicht nachdem meine Mama dann nicht mehr unter uns war.

    Warum Nerven und Zeit verschwenden für etwas das kein Wort mehr lohnt.


    Am Ende weiß ich sogar genau das ich nie ungeliebter war, man war sich meiner LIebe und Hilfe nur sehr sicher und auch dankbar darum war.

    Die andere aber wird nie wissen was sie da so alles mit ihrer Art angerichtet hat und sich nebenher nicht gewürdigt genug gehalten hat.


    Die Leidtragende war eigentlich meine Mutter die einfach nur uns beidew geliebt hat, mich für die Stärkere hielt.


    Und nein man braucht nicht ständigen Dank für alls das was man so tut - man solte tun weil man es gerne macht und nicht um Dank zu erhalten.

    Aber ja ab und an ein liebes Danke, eine kleine Aufmerksamkeit aber ist schon was feines für Herz und Seele aber wer nur deswegen etwas überhaupt tut dem fehlt etwas entscheidendes für sich selbst - sich selbst gutes tun indem man es für andere tut.


    Mit einer lieben Umärmelung,

    Funny.

  • Liebe Funny!

    Ich freue mich wirklich, von Dir zu hören. Deine Erfahrungen kann ich vollständig unterschreiben. In gewisser Hinsicht ist das ein Trost zu wissen, dass man doch nicht der einzige auf der Welt ist, dem eine solche Ungerechtigkeit widerfährt. Hilfreich finde ich auf jeden Fall Deinen Lösungsansatz. Intuitiv habe ich offensichtlich die gleiche Entscheidung getroffen wie Du damals. Auch wenn Leute mir sagen, dass ich das lassen soll, weil es total ungerecht ist, fühlt es sich für mich aber trotzdem richtig an.

    Ich bin der einzige noch lebende Sohn. Ich habe nur noch meine Mutter. Das ist meine Rolle, meine Aufgabe mich zu kümmern. Und ich werde auch nicht anfangen die Leute über den Tisch zu ziehen. Ich habe auch brav das Testament zum Amtsgericht gebracht, auch wenn ich es als einen Schlag mitten in mein Gesicht empfinde. Aber für "Bestrafung" ist jemand anderes zuständig. Und der sieht alles.


    Liebe Grüße, Frank

  • Hallo Funny, es ist immer wieder erbauend, deine Zeilen zu lesen! Du hättest Schriftstellerin werden können. (Ist nicht ironisch gemeint.)


    Im Übrigen gilt für mich folgender Satz eines Philosophen: "Wie du denkst, fühlst und handelst, das entspricht deinem ureigenen Wesen." -


    Alles weitere ist nach meiner Auffassung Schicksal.


  • Und weg ist er der Text - ich muss echt lachen so schade es auch ist.

    Ja lieber Frank da gibt es mehr zwischen Himmel und Erde als wir Menschn je herausfinden werden.

    Man spürt es wenn auch nicht ständig aber man weiß es ist da.


    Wie auch immer man es benennen mag, viele nennen es Karma.


    Es arbeitet da im Hintergrund - manches mal ziemlich langsam und manchmal so das wir es nicht mal mitbekommen und vielfach so, dass wir ees auch nicht verstehen.

    Ich für mich muss so vieles auch nicht mehr verstehen, ich fühle lieber und wenn sich manches mal etwas nicht so anfühlt wie es gerne hätte da kann ich hinterfragen oder es einfach lassen.

    Abgegben an einen höhere Macht der man vertraut - sei es Gott oder Karma oder das gnaze in sich halt.


    Wenn man abgibt hat man schon mal die hälfte verloren und wenn man es schafft zu vertrauen ist das was wunderbares.


    So bin ich eben, meine ureigenes Ich und wenn ich mich selbst auch schon mal nicht verstehe, wie sollen es dann andere tun.

    Aus welchem Grund auch immer die Menschen anders handeln als wir es für richtig erachten, der wahre Grund bleibt vielfach im Verborgenem warum danach suchen anstatt es eben anders zu machen.

    Zu machen wie man es für richtig hält, wie man es gelernt hat, wie es dem eigenem Wesen entspricht.


    Ich denke an meine Oma die stets sagte - wenn die anderen sehen wie sehr dich etwas ärgert um so mehr erfreuen sie sich daran.

    Es liegt an jedem selbst wie sie damit umgehen.

    Ja es lebt sich etwas leichter wenn man mehr darauf schaut was man hat anstatt darauf was man gerne noch hätte.

    Zu schätzen eben und dazu gehört wohl auch zu schätzen das die Mama noch da ist anstatt auch sie schon betrauern zu müssen.

    Die Mama mit ihren Fehlern im Leben zu lieben hat so viel mehr als sie zu vermissen und sie sich mit ihren Fehlern so sehr zurück zu wünschen.


    Einen Menschen kann man nur lieben wenn man ihn sein lässt wie er eben ist, mit all seinen Fehlern und solange da Liebe ist lieber Frank, solange sollte alles gut sein.


    Und jaaaaa ich lächel gerade und stelle mir vor wie es Menschn belächeln die das hier lesen oder zu lesen bekämen - ich bin sicher ich wollte mit ihnen mein Leben nicht tauschen wollen.

    So anstrengend und durcheinader, so traurig und kompliziert wie mein Leben so in seiner Gänze ist - damit kann ich keinem anderen einen Gefallen tun

  • Ja lieber Uli, so langsam kennt du mich wohl ganz gut oder besser als mir lieb ist - ich bin wie ich bin.

    Schriftstellerin - huch aber auch, mit meiner Zeichensetzung und den hineintippfehlern wiel die Finger schneller sind als meine Gedanken bei mir ankommen hat was.


    Vielelicht sollte ich es in Erwägung ziehen *denk*

    Na ja schauen wir mal nach der nächstes Retschreibreform - alles so schreiben wie es aus dem Herzen kommt ist richtig wie es eben ist - dann wäre ich dabei.

  • Liebe Funny,


    ich finde sogar, dass es bei Dir was ganz besonderes ist. Ich achte da gar nicht auf die Rechtschreibung sondern versuche vielmehr beim Lesen zu verstehen, was Du fühlst oder sagen willst. Das steht für mich so stark im Vordergrund, dass ich das andere gar nicht wahrnehme.


    Und das, wo ich im Alltag durchaus mal pedantisch sein kann. Neulich habe ich Arbeiten meiner Studierenden korrigiert. Lustig, was da aus so manch einem Rechtschreibfehler wird. :)


    Aber um auf meine Schwägerin zurück zu kommen. Tatsächlich fühlt es sich aktuell an, als wenn sie sich nach dem Tode meines Vaters doch ein wenig zurückgezogen hat. Ich denke, dass meine Mutter auch nur so eine Chance hat, das Verhältnis zu mir wieder aufzubauen. Nicht nur, weil ich dann der einzige bin, der noch da ist (oder mit dem sie noch spricht), sondern auch, weil dann jemand nicht mehr da ist, der immer alles besser weiß und einem das Leben vorschreiben will.


    Hmmm ... manchmal denke ich, wenn ich Funny so höre, ich glaube mir geht das noch viel zu gut.


    Liebe Grüße, Euer Frank

  • Das ist ja mal schön so zu lesen das man gar nicht immer nur auf die Fehler schaut *lächel*

    Und nein wenn ich mein Leben so in seiner Gesamtheit betrachte, gibt es so viele Menschen denen es bedeutent schlechter geht als mir.

    Habe ich mir vom Leben einiges genommen und nehme es auch heute noch was mich dankbar darauf zurückblicken lässt.


    Schaue ich auch immer wieder positiv auf die Zeit die da noch kommen mag oder möge oder wie auch immer.

    Na ja so hoffe ich doch, dass es dir um einiges besser geht als mir *lächel*

    Nicht alles schwere ist nur schlecht, wenn man in der Lage ist etwas für sich daraus zu nehmen.


    Ja die Welt ist so schön, wenn man in der Lage ist es zu sehen - ich denke gerade an Dubai, wie sehr ich doch in den Seilen gehangen habe, wie oft ich mich dort ins Bett gekuschelt habe - Auszeit um dann wenn es mir wieder besser ging all das zu genießen was mir dort geboten wurde.

    Nun könnte ich mich fragen was besser ist - gar nicht dort gewesen zu sein weil es die Gesundheit nicht so wirklich her gab oder eben trotz allem gesehen zu haben was mir ansonsten nie begegnet wäre.


    Denke ich an Holland, so vor moch hin leidend aber mit den Füßen in den Wellen die da den Strand erreichen.

    OOOOh Pommes mit Majo im Sand zu essen die mich natürlich genau so umgehauen hauen wie es ein falscher Belag auf ein Brot Zuhause geschafft hätte.

    Ich mag mir selsbt kein Urteil bilden aber die Erinnerung geht an die Strände und die Menschen und nicht so sehr auf die Auszeiten da im Bett.


    Hey ich denke doch ich darf sagen ich habe genossen was in aller Welt hätte mich sonst getrieben auch noch mit in die Türkei zu reisen.

    Na ja oder ich bin einfach die Durchgeknallte die es einfach nicht lernen will sich angemessen dem zu gegenüber zu verhalten was andere da für richtiger gehalten hätten noch davon halten würden was noch alles bevorsteht.


    Jeder aber fühlt am Ende seines - seine Freude, seinen Schmerz, ich bin die letzte die da urteilen möchte um die Schwere dessen, vergelichen mit dem Schmerz eines anderen.

    Manchmal ist es nur ein Hauch von Unterschied was da in den Seelen zu finden ist, im Herzen, in den Augen und doch ist das betrachen von außen völlig unterschiedlich.


    Natürlich ist vieles mit einem bestimmten Hintergrund einfacher zu händeln, zu ertragen und doch kommt es am Ende wohl auf die innere Einstelleung an, auf das eigene Können.

    Na ja und was ich da wirklich schreiben wollte habe ich wohl wieder so im umherschweifen meiner Gedanken vergessen *lach*


    Mit einer lieben Umärmelung,

    Funny.

  • Liebe Funny, beim Lesen deiner wieder einmal interessanten Zeilen musste ich an ein chinesisches Sprichwort denken:"Schaue nicht auf den, dem es besser geht, sondern schaue auf den, dem es schlechter geht."


    Liebe Grüße


    Uli

  • Die lieben Chinesen mal wieder - mal freundlich nach China winken.

    In diesem Sprichwort liegt so viel an Wahrheit und dem danach zu handeln - wenn man es denn kann leigt eine Macht die nicht in Worte zu fassen ist, die man einfach spüren muss.


    Ich habe eine lange Zeit dafür gebraucht das für mich nutzen zu dürfen, so in der Welt wie sie nun mal eben ist, dass ist alles andere als leicht und wird zu hscnell belächelt.

    Natürlich strebt man immer nach höherem und wer will sich nicht verbessern ob es das Wohnen betrifft, das Auto, die Urlaube.

    Irgendwann aber und so ging es mir auch wurde aus ich möchte ich eigentlich ganz normale Dinge - ein anderes Auto zb weil die Reparaturkosten einfach zu hoch wurden der Tüvmann schon so einen mitleidigen Blick ausfsetze.


    Mit fällt da eine Situation ein da saß ich hier mit Verwandten auf dem Sova und sie waren erstaunt,dass wir ein anderes Sofa hatten - ja wurde auch echt mal Zeit meinten sie - hier verändert sich ja kaum irgendetwas.

    Ich schaue so und dachte über die Frage nach - man will doch auch mal einfach etwas neues, moderneres oder nicht.

    Ja da kann schon sein aber ich mag es wie es ist, unvorstellbar für so viele - ersetzt wird das was muss aber nicht das was seinen Wert hat in seiner Erinnerung - in seinem noch gut sein wie es ist.


    Nur gut, dass man Menschen nicht so leicht mal eben in den Umtausch geben kann weil sie nicht mehr funktionieren. ihren Wert verlieiren irgendwie.


    Ich habe mein Leben lang sparen müssen, da liegt mein Stolz indem was ich mir erspart und gegönnt habe.

    Wenn ich mich umschaue werde ich oft belächelt für mein sein, für mein tun und dann auf die Frage wie ich das alles geschafft habe, überlebt teilweise dann lächel ich und bin einfach dankbar das ich das für mich noch früh genug entdeckt habe.

    Ich muss nicht immer weiter, höher, schneller ich muss da zurecht kommen wo ich stehe, in meiner Zeit, in meinem Können und schaue gerne dabei zu wie andere ihre Träume erfüllen die eben andere als meine sind.


    Es kommt so viel zurück von dem was man gitbt und so oft nicht von denen, denen man gegeben hat.

    So freue ich mich heute wenn man mich mit auf einen Reise nimmt - einfach weil man mich gerne dabei hat.

    Wenn man mich fragt ob ich etwas für sie ausgedientes vieleicht noch nutzen mag bevor es achtlos auf dem Müll landet.

    Wie viel davon habe ich schon aufgemotzt und wieder zurück gegeben als man einen neuen Glanz darin entdeckte oder einfach weiter gegeben und andere damit erfreut.


    Da komme ich auch wieder in der Trauer an - wenn der Dank überwiegt für das man hatte, erleben durfte, sich überhaupt getroffen zu haben dann war der Weg weit und steinig aber man darf wieder da ankommen wo man mit seinen Lieben im Herzen einfach weiter macht oder neu anfängt wenn es nötig ist.

    So wissen viele das ich einges das ich tu weil ich es gerne mit meinem Sohn getan hätte - die Welt sehen soweit es möglich ist und ich weiß es ist bei mir und sieht mit meinem Augen und fühlt mit meinem Herz durch die Verbundenheit die uns nie wrklich trennen kann.


    Wo ich wäre wenn ich die Kurve nicht geschafft hätte ich habe das eine blasse Vorstellung davon udn bin mir sicher ich wäre so meinem Sohn nie näher gekommen als ich es ihn so geblieben bin - einfach aus Liebe - ich bin dabkbar dafür.

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